Gasspeicher niedrig – Heizölpreise günstiger: Wer vor dem Winter handeln sollte


Stand: 12.09.2026, 22:28 Uhr

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Regionale Unterschiede verändern die Rechnung bei den Heizölpreisen: Im Norden kostet der Brennstoff mehr, im Süden fällt der Preis niedriger aus.

Frankfurt – Bange Blicke auf den Iran-Krieg und die Straße von Hormus, doch für Verbraucher gibt es eine gute Nachricht: Die Heizölpreise fallen. Ist jetzt die richtige Zeit, um Heizöl zu kaufen? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auch der Tankfüllstand und die Lieferzeit sollten beachtet werden. Eine Nachricht über eine mögliche Einigung zwischen dem Iran und dem Oman auf die Einrichtung eines vorübergehenden gemeinsamen Seekorridors führte zu der Entspannung.

Heizöl

Heizöl ist im Moment günstiger. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

Der Preis ist aktuell verlockend: Am 26. August 2026 kosteten 100 Liter Heizöl laut agrarheute 129 Euro. Das waren 6,50 Euro weniger als eine Woche zuvor. Außerdem gibt es regionale Unterschiede, so kostete der Liter ganze 143 Euro in Bremen und 128 Euro in Baden-Württemberg. Die Lieferfrist liegt im Moment bei 19 Tagen.

Experte rät: Der Kaufwelle von Heizöl nach den Sommerferien zuvorkommen

Den konkreten Handlungsdruck sehen Experten bei Haushalten mit geringem Vorrat. Oliver Klapschus von HeizOel24 sagte laut dem Portal infranken.de: „Viele Verbraucher müssen in den nächsten Wochen handeln, denn der Winter rückt näher und die meisten Tanks sind außergewöhnlich leer.“ Als Möglichkeit nennt Klapschus eine Teilbestellung von etwa 1000 bis 1500 Litern. Eine größere Bestellwelle könnte demnach nach den Sommerferien einsetzen. Der Experte empfiehlt, der Welle zuvorzukommemn.

Für Haushalte mit ausreichendem Vorrat herrsche mehr Spielraum. Eine sichere Vorhersage gibt es laut Verbraucherzentrale nicht, die sich gegenüber der Mediengruppe Bayern äußerte: „Die Preise entwickeln sich sehr volatil und hängen stark von der geopolitischen Entwicklung ab.“ Also auch insbesondere davon, wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickelt. Die Zentrale empfiehlt deshalb, die Situation zu beobachten – und Klapschus rät sicherheitshalber zu mindestens halbvollen Tanks.

Und wie ist es um die nationalen Füllstände bestellt? Die Bundesnetzagentur schrieb in ihrer am 12. September 2026 aktualisierten Lagebewertung, die Speicherstände lägen deutlich unter früheren Vergleichszeiträumen. Zugleich stufte sie die Gasversorgung als stabil und die Versorgungssicherheit als gewährleistet ein. Die Behörde bewertete die Gefahr einer angespannten Versorgung aktuell als gering. Für den 1. Februar 2027 gilt ein Zielwert von 30 Prozent. (Quellen: agrarheute, Bundesnetzagentur, inFranken.de) (cgsc)