Gemüsebrühe im Test: Gemüsebrühe bei Öko-Test – diese beiden Marken sind „sehr gut“


Gemüsebrühe im Test Gemüsebrühe bei Öko-Test – diese beiden Marken sind „sehr gut“

Service · Öko-Test untersucht 27 Gemüsebrühen und Bouillons. Fünf Produkte fallen durch – darunter eine bekannte Markenbrühe und ein Aldi-Produkt. Bio-Brühen schneiden deutlich besser ab.

02.10.2026 , 07:59 Uhr

Öko-Test prüft alle gängigen Gemüsebrühen.

Öko-Test prüft alle gängigen Gemüsebrühen.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Christin Klose

Gemüsebrühe soll Suppen, Soßen und Eintöpfen schnell Würze verleihen. Doch ein aktueller Test von Öko-Test zeigt: In mehreren Produkten stecken nicht nur viel Salz, Aromen und Zucker, sondern auch Rückstände verschiedener Pestizide.

Die gute Nachricht für Verbraucherinnen und Verbraucher: Die 17 getesteten Bio-Produkte schnitten durchweg mindestens „gut“ ab. Zwei Bio-Brühen erhielten sogar die Bestnote „sehr gut“.

Gemüsebrühe-Test: Fünf Produkte fallen durch

Für die Ausgabe 10/2026 ließ Öko-Test insgesamt 27 trockene Gemüsebrühen und Bouillons aus Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten untersuchen. Darunter waren 17 Produkte mit Bio-Siegel und zehn konventionelle Brühen. Geprüft wurden unter anderem:

Das Ergebnis fällt deutlich auseinander: Alle 17 Bio-Brühen erhielten mindestens die Note „gut“. Bei den konventionellen Produkten schnitt dagegen die Hälfte mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Nur zwei konventionelle Brühen erreichten ein „gut“.

Diese Gemüsebrühen erhielten die Bestnote

Mit „sehr gut“ bewertete Öko-Test nach den vorliegenden Testzusammenfassungen:

Beide Produkte fielen laut dem Bericht weder durch auffällige Pestizidbefunde noch durch zugesetzte Aromen oder Geschmacksverstärker auf. Die Knorr-Bio-Bouillon weist mit 32,5 Prozent den höchsten deklarierten Gemüseanteil im Test auf. Die Rewe-Bio-Brühe enthält 20 Prozent Gemüse und ist mit rund 20 Cent pro Liter zubereiteter Brühe der günstigere der beiden Testsieger. Die Knorr-Variante kostet nach Zubereitungsanleitung etwa 34 Cent pro Liter.

Diese Produkte schnitten mangelhaft oder ungenügend ab

Die schwächsten Bewertungen entfielen auf fünf Produkte:

Bei den Produkten beanstandete Öko-Test je nach Rezeptur unter anderem Pestizidrückstände, einen niedrigen Gemüseanteil, zugesetzte Aromen, Geschmacksverstärker, Zucker oder einen hohen Salzgehalt. Die Noten beziehen sich auf die im Frühjahr 2026 eingekauften Produkte. Rezepturen und Verpackungen können sich später ändern – deshalb lohnt sich beim Einkauf ein Blick auf die aktuelle Zutatenliste.

Verbotenes Clothianidin in Gemüsebrühe nachgewiesen

Den auffälligsten Mehrfachbefund gab es bei der Le Gusto Klare Gemüsebrühe von Aldi. In dem Produkt wurden Spuren von vier verschiedenen Pestiziden gefunden – mehr als in jeder anderen untersuchten Brühe.

Besonders brisant ist der Nachweis von Clothianidin in zwei Produkten, in der Knorr Gemüse-Bouillon und in der Norma-Brühe Cook!. Das Insektizid gehört zur Gruppe der Neonicotinoide und besitzt in der Europäischen Union seit 2019 keine Zulassung mehr.

Viel Salz, wenig Gemüse und zugesetzter Zucker

Pestizide sind nicht der einzige Kritikpunkt. Bei gekörnter Gemüsebrühe besteht die trockene Mischung laut Öko-Test zu etwa 44 bis 60 Prozent aus Salz.

Auch der Gemüseanteil unterscheidet sich stark. In einer der durchgefallenen Brühen lag er laut Testberichten bei lediglich sieben Prozent.

Ist Bio-Gemüsebrühe die bessere Wahl?

Im Öko-Test schnitten alle 17 Bio-Brühen mindestens „gut“ ab, zwei sogar „sehr gut“. Bei den konventionellen Produkten fiel dagegen jede zweite durch. Dennoch sind Bio-Brühen nicht automatisch zucker- oder salzarm – entscheidend bleiben Rezeptur, Gemüseanteil und Zutatenherkunft.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wer Gemüsebrühe kaufen möchte, sollte nicht nur auf Marke und Preis schauen. Diese Punkte helfen bei der Auswahl:

  1. Bio-Siegel prüfen: Im aktuellen Test schnitten alle Bio-Brühen mindestens „gut“ ab.
  2. Gemüseanteil vergleichen: Ein höherer Anteil an Gemüse spricht für eine gehaltvollere Rezeptur.
  3. Zutatenliste lesen: Aromen, Geschmacksverstärker und Zucker sind dort erkennbar.
  4. Salzgehalt beachten: Gemüsebrühe wird häufig großzügig dosiert und zusätzlich verwendet.
  5. Auf Mehrfachrückstände achten: Bei konventionellen Produkten waren im Test mehrere Pestizide nachweisbar.
  6. Preis pro Liter berechnen: Der Packungspreis sagt wenig aus, wenn die Produkte unterschiedlich ergiebig sind.
  7. Aktuelle Rezeptur kontrollieren: Testergebnisse beziehen sich immer auf die konkret untersuchte Produktcharge beziehungsweise Rezeptur.