„Erleichterung und Ehrfurcht“: Genetisch veränderte Beagles lösen erstmals keine Hundeallergie bei Menschen aus


Stand: 06.08.2026, 14:22 Uhr

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Beagle

Ein Beagle. © Dreamstime/Imago

Forscher schalteten das wichtigste Hundeallergen genetisch aus. Erste Tests verliefen vielversprechend, doch bis zu einem möglichen Einsatz sind weitere Studien nötig.

Boston – Wissenschaftler haben laut AP NEWS erstmals zwei genetisch veränderte Beagle gezüchtet, die das wichtigste Allergen von Hunden nicht mehr produzieren. Erste Tests zeigen, dass Speichel und Fell der Tiere den Stoff nicht enthalten, der bei vielen Menschen allergische Reaktionen auslöst.

Zwei gesunde weibliche Welpen, Bailey und ihre Zwillingsschwester Alfie, wurden im September 2024 einer Beagle-Leihmutter geboren, nachdem der bearbeitete Gen-Code in Eizellen übertragen worden war. Die beiden Hunde wurden genetisch so verändert, dass sie das Allergen Can f 1 nicht mehr bilden. Dafür schalteten die Wissenschaftler das entsprechende Gen aus. Die Welpen kamen im September 2024 durch eine Leihmutter zur Welt. Die Ergebnisse wurden im The CRISPR Journal veröffentlicht.

Erste Tests ohne allergische Reaktion

Zusätzlich zu Speichel- und Felltest führten die Forscher auch Hauttests durch. Ein Wissenschaftler mit einer ausgeprägten Hundeallergie reagierte auf Proben eines Pudels und eines Goldendoodles, nicht jedoch auf Proben der beiden genveränderten Beagles.

„Das Gefühl im Moment ist eine Art Mischung aus Erleichterung und Ehrfurcht und Dankbarkeit, dass es funktioniert hat“, sagte Genetiker Matt Walker laut AP News. Walker lebt inzwischen selbst mit einer der beiden Hündinnen zusammen und berichtete, keine allergischen Beschwerden entwickelt zu haben.

Noch keine Lösung für Allergiker

Die Studienautoren betonen jedoch, dass die Ergebnisse noch am Anfang stehen. Langfristige Studien sollen nun zeigen, ob die genetische Veränderung dauerhaft sicher ist und tatsächlich auch bei Menschen mit Hundeallergie zuverlässig wirkt.

Nach Angaben des Unternehmens Kindred Companion Sciences blieben auch die Tiere gesund. Bislang seien keine unerwarteten genetischen Veränderungen festgestellt worden. Die Hunde werden ihr gesamtes Leben tierärztlich überwacht. Langfristig soll die Technik auch auf andere Hunderassen übertragen werden. (Redaktion) Weitere Quelle: Radio 3 Cadena Patagonia