Sturzflut in Nepal fordert Dutzende Tote: Das ist bekannt


Grenzregion zu Tibet Sturzflut in Nepal fordert über 150 Opfer: Das ist bekannt

Eine massive Schlammlawine löst in Nepal eine Sturzflut aus. Über 150 Menschen sterben, Hunderte werden vermisst.

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Das ist passiert: Ein gewaltiger Erdrutsch aus Schlamm und Geröll hat am Mittwoch an der Grenze zwischen Nepal und Tibet eine verheerende Flutkatastrophe ausgelöst. Die Sturzflut riss Dörfer mit und beschädigte Strassen, Brücken und Wasserkraftanlagen.

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Das sind die Opfer: Im Laufe des Tages ist die Zahl der Todesopfer auf rund 160 gestiegen. Hunderte weitere Personen werden noch vermisst. Die Zahl könnte noch deutlich höher ausfallen, da laut Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde über 500 Menschen noch immer nicht erreicht werden konnten, darunter mehr als 100 nepalesische und über 400 ausländische Staatsangehörige. Die Polizei teilte zudem mit, dass 49 Verletzte im Spital liegen. Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) lägen derzeit keine Informationen über mögliche Schweizer Opfer vor. Entsprechende Abklärungen seien im Gang, hiess es auf Anfrage.

Das war die Ursache: Als Ursache für das Unglück wird ein Erdbeben vermutet. Nepals Aussenminister Shisir Khanal erklärte vor dem Parlament, erste Berichte deuteten darauf hin, dass ein Beben eine Lawine ausgelöst haben könnte. Satellitenbilder deuten darauf hin, dass eine Lawine aus Schnee und Fels eine Mure im Fluss Lhende ausgelöst habe, teilte die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mit.

So verläuft die Rettung: Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig. In den nepalesischen Bergorten Syapru Besi und Timure im Distrikt Rasuwa mit rund 50'000 Einwohnern konnten Rettungshelikopter wegen des Hochwassers zunächst nicht landen. Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmassnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus. Auch China forderte einen umfassenden Rettungseinsatz. Die Behörden entsandten 601 Einsatzkräfte, 113 Fahrzeuge sowie Suchhunde. Die Schweiz bekundete ihre Anteilnahme und stellte 500'000 Franken in Zusammenarbeit mit den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen für die Notfallhilfe zur Verfügung.

So gross ist die Zerstörung: Nach Berichten der Zeitung «The Kathmandu Post» und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen grosse Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfliesst. Unter anderem seien Häuser und Brücken weggespült oder beschädigt worden. Die Schlammlawine habe die Strassen zu dem Grenzübergang sowie die Stromzufuhr und Kommunikations­verbindungen abgeschnitten, berichtete Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Videoaufnahmen in sozialen Medien und Fotos zeigten, wie die braunen Schlammmassen das Flusstal überspülten.

SRF 4 News, 26.08.2026, 11 Uhr ;  agenturen/stol;mcep;noes