Nations-League-Desaster droht: Griechenland-Pleite könnte weitreichende Folgen haben


Stand: 28.09.2026, 00:01 Uhr

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Nach den ersten Partien von Jürgen Klopp findet sich Deutschland in einer kniffligen Situation wieder. Die Griechenland-Niederlage schmerzt besonders.

Augsburg – Dass seit Jürgen Klopps Amtsaufnahme als Bundestrainer eine echte Aufbruchstimmung im deutschen Fußball herrscht, ist kaum von der Hand zu weisen. Klar ist spätestens seit Sonntagabend jedoch auch, dass noch viel Arbeit vor der deutschen Nationalmannschaft liegt. Im ersten Heimspiel von Klopp unterlag das DFB-Team Griechenland mit 0:1 und präsentierte sich dabei phasenweise erschreckend harmlos.

Joshua Kimmich die deutsche Nationalmannschaft stehen in der Nations League unter Ergebnisdruck.

Joshua Kimmich die deutsche Nationalmannschaft stehen in der Nations League unter Ergebnisdruck. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

In Anbetracht von vier Startelf-Debütanten, vielen Experimenten und wenig Erfahrung auf dem Platz überrascht es zwar wenig, dass die DFB-Elf nur selten wie eine Einheit wirkte. Schon in der kommenden Woche könnten die schwachen Ergebnisse gegen Griechenland und die Niederlande (1:1 am Donnerstag) allerdings eine Verschiebung der primären Zielsetzung nötig machen.

Klopp und Deutschland müssen jetzt Ergebnisse liefern

Denn während es in den ersten beiden Klopp-Partien viel darum ging, die Ausmaße der deutschen Kader-Qualität kennenzulernen und die Spieler zu einer leidensfähigen Mannschaft zu formen, kommt in Woche zwei ein neuer Knackpunkt hinzu: Ergebnisdruck. Nur die ersten beiden Mannschaften der Vierergruppe kommen schließlich ins Viertelfinale weiter. Stand jetzt wäre Deutschland nicht dabei.

Zwei von sechs Spieltagen sind absolviert, Griechenland thront in Gruppe B mit sechs Punkten auf Platz eins der Tabelle. Dahinter folgt die Niederlande mit vier Zählern, dann Deutschland mit einem Punkt vor dem beutelosen Schlusslicht Serbien. Noch vor einer Woche galten die Niederlande und Deutschland weithin als große Viertelfinal-Favoriten. Jetzt stellt sich die Situation schon ganz anders dar.

Griechenland hat nach seinen zwei Siegen alle Trümpfe in der Hand und könnte den Traum von den letzten Acht aus eigener Kraft wahr werden lassen. Gelingt das, so wird mindestens eine der beiden (vermeintlichen) Top-Nationen ausscheiden. Und Fakt ist, dass die Niederlande aktuell drei Punkte besser dastehen als Deutschland.

In den kommenden Partien gegen Serbien (1. Oktober) und erneut gegen Griechenland (4. Oktober) muss Klopp nun also nicht nur Kampfgeist und Leidenschaft, sondern auch Ergebnisse aus seinen Spielern herauskitzeln. Weitere Patzer könnten für ein echtes Nations-League-Desaster sorgen. Sollte Deutschland den Viertelfinal-Einzug verpassen, würde sich die ohnehin in Mitleidenschaft gezogene öffentliche Stimmung der letzten Monate wohl kaum verbessern. (mbo)