Guardiola heißer Kandidat: Nächste Tage entscheiden über Italiens Trainer-Zukunft


Stand: 21.07.2026, 13:48 Uhr

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Der italienische Verband träumt von Pep Guardiola. Maldini und Leonardo locken den Startrainer zu den Azzurri. Doch es gibt ein Hindernis.

Ein neuer Kontakt wird als 36-stündiger Blitzbesuch beschrieben. Das reicht für einen Überblick über Italien und erste Gespräche. Dann folgt der Rückzug. Die Verantwortlichen der Azzurri, Paolo Maldini und Brasiliens Ex-Fußballer Leonardo, verhandeln mit Guardiola. Sie wollen die Azzurri neu ausrichten. Das Duo hat einen intensiven Dialog mit dem Katalanen eröffnet. Guardiola holte in zehn Jahren mit Manchester City rund 20 Titel. Doch Guardiolas Zusage ist weiterhin in weiter Ferne.

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Dieser Artikel von Guglielmo Buccheri entstand in Kooperation mit Gazzetta dello Sport.

Die Spur Guardiola hat sich von einer bloßen Vorstellung zu einer konkreten Idee entwickelt. Einen Monat nach dem Amtsantritt von Giovanni Malagò an der Spitze des Fußballverbands ist er eine ernsthafte Option. Aber die finanziellen Dimensionen bleiben ein massives Hindernis: Guardiola bezog zuletzt 24,8 Millionen Euro brutto pro Jahr. Zudem ist er vertraglich weiterhin an die City Football Group gebunden. Er ist globaler Botschafter der Gruppe.

Pep Guardiola könnte neuer Nationaltrainer Italiens werden.

Pep Guardiola könnte neuer Nationaltrainer Italiens werden. © picture alliance/dpa/AP | Alastair Grant

Guardiola, Pirla, Mancini, Conte: Intensive Suche nach Italiens neuem Trainer

Maldini und Leonardo forcieren die Suche. Italien wartet auf eine Entscheidung. Das Thema dominiert die Schlagzeilen. Der von Sky Sport rekonstruierte Blitzbesuch in Barcelona und die aktuellen Kontakte senden ein klares Signal. Der volle Fokus richtet sich auf Guardiola. Pep hat sich das Thema Azzurri und deren Erneuerung aufmerksam angehört. Er hat registriert, dass man ihm die sportliche Ausrichtung für die kommenden vier Jahre anvertrauen möchte. Dennoch bekräftigte er seine anfänglichen Bedenken.

„Ich habe keinen Wunsch zurückzukehren. Ich möchte entdecken, was es im Leben jenseits des Fußballs gibt. Ich möchte meiner Familie mehr Zeit widmen“, lautet zusammengefasst die Überlegung des katalanischen Trainers. Maldini und Leonardo haben alle Möglichkeiten ausgelotet. Malagò denkt hingegen insbesondere an die finanzielle Machbarkeit. „Wer sagt, man müsse einen Startrainer holen, sollte sich zuerst fragen, ob diese Persönlichkeit überhaupt interessiert ist.“

„Die zweite Frage lautet, welche Forderungen er stellen könnte. Diese müssen mit unserem Haushalt vereinbar sein. Was die Zahlen betrifft, habe ich im Budget bereits die Summe verbucht, die durch das Ende des Vertrags des Vorgängers frei geworden ist. Diese ist Welten entfernt von den Vorstellungen eines Startrainers. Sind die Lega der Serie A und die Sponsoren bereit, uns zu unterstützen, falls wir uns für einen Nationaltrainer mit deutlich höherem finanziellen Gewicht entscheiden? Dieses Thema würde sich frühestens im Haushaltsjahr 2027 auswirken. Für 2026 ist der Rahmen bereits festgelegt.“

Entscheidende Stunden und das Szenario Pirlo

Die nächsten Tage sind entscheidend für die Einigung mit einem neuen Nationaltrainer. „Es gibt nicht nur Pirlo und Mancini. Es kann auch eine Überraschung geben. Noch ein paar Tage und ihr werdet es wissen“, sagt Malagò. Und Guardiola? Diese Option bleibt nahezu ausgeschlossen. Der Blick richtet sich auf Alternativen. Maldini und Leonardo haben in Pirlo das Profil identifiziert, das den Anforderungen entspricht. Er ist ein Trainer, der noch am Anfang seiner Laufbahn steht, aber eine moderne Spielauffassung mitbringt.

Der Weltmeister von 2006 repräsentiert genau jenen Trainertyp, der innerhalb eines anstehenden Umbruchs entscheidende Impulse setzen kann. Die Kandidatur von Mancini hat dagegen eher ein verbandsinternes Gewicht. Hier muss schnellstmöglich ein Konsens gefunden werden. „Zwischen mir und Maldini und Leonardo gibt es keine Gegensätze. Wir treffen die Entscheidung über den Nationaltrainer gemeinsam mit der sportlichen Leitung“, betont der Verbandspräsident.

Am Donnerstag (23. Juli) ist die Versammlung der Lega Serie A am Zug. Maldini und Leonardo werden dort ihr Reformprogramm vor den Klub-Präsidenten präsentieren. Diese wünschen sich Antonio Conte als Nationaltrainer. Wird bis Donnerstag die Entscheidung bereits gefallen sein? Äußerst wahrscheinlich.