Gute Sicht in der Eifel: 100 Sternschnuppen pro Stunde – Wann die meisten Perseiden aufleuchten


Gute Sicht in der Eifel 100 Sternschnuppen pro Stunde – Wann die meisten Perseiden aufleuchten

Die ersten Perseiden-Sternschnuppen zeigen sich schon. Das Maximum mit einem großen Schauspiel am Himmel kommt aber noch. Die Eifel ist eine sehr gute Region, um es zu bewundern.

06.08.2026 , 08:06 Uhr

In der Nacht vom 12. auf 13. August werden die meisten Sternschnuppen aus dem Meteorstrom der Perseiden am Himmel aufleuchten. (Symbolbild)

Foto: dpa/Pedro Puente Hoyos

Eines der spektakulärsten astronomischen Ereignisse des Jahres steht bevor: Unzählige Sternschnuppen zeigen sich zwischen dem 17. Juli und dem 24. August, wenn die Erde den Staubstrom des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Die meisten Sternschnuppen werden 2026 in der Nacht vom 12. auf den 13. August auftauchen. Bei optimalen Bedingungen ist zum Maximum mit mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen. Dieses Phänomen trägt den Namen Perseiden. Sie sind der bekannteste Meteorstrom und auch der größte des Jahres.

Wann ist das Maximum der Perseiden 2026 zu sehen?

Das Maximum der Sternschnuppen wird am Abend des 12. August und in der daran anschließenden Nacht erreicht. Gut geeignet für die Sichtung zahlreicher Sternschnuppen sind auch danach noch die ganz frühen Morgenstunden. Eine besonders gute Region für die Beobachtung ist übrigens die Eifel. Aber dazu später mehr. Experten empfehlen das Zeitfenster zwischen 24 Uhr und 8 Uhr. Die Mehrzahl der Sternschnuppen wird zwar nach dem Sonnenaufgang sichtbar, doch vorher sind auch schon sehr viele zu sehen.

Die Perseiden werden meist mit einem Maximum von 100 Sternschnuppen pro Stunde angekündigt. Ob es tatsächlich so kommt und derartig viele Sternschnuppen zu sehen sind, ist aber nicht sicher. Manche Experten nennen deutlich niedrigere Zahlen.

In welcher Himmelsrichtung finde ich die August-Sternschnuppen?

Wer die glitzernden Schweife auf ihrem Weg nicht verpassen will, muss wissen, wo sein Auge sie am Himmel findet: Sterngucker sollten Richtung Nordosten schauen. Weil sie so hell leuchten, sind die Perseiden ohne spezielle Ausrüstung mit bloßem Auge sichtbar.

Um die Perseiden zu sehen, sucht man am besten im Osten das Sternbild Kassiopeia. Ein Stück darunter ist der Ursprung der Sternschnuppen.

Foto: Getty Images/iStockphoto/PaulPaladin

Am besten schaut man in Richtung des Sternbilds Kassiopeia, dessen fünf Hauptsterne ein markantes W bilden und deshalb das Sternbild auch Himmels-W genannt wird. Unterhalb des ersten Zackens des W befindet sich das nur schwach leuchtende Sternbild Perseus. Aus ihm scheinen die Meteore auszuströmen. Solch einen Ursprungspunkt nennen Astronomen Radiant.

Perseus hat eine Besonderheit: Dieses Sternbild ist zirkumpolar. Das heißt, es ist die ganze Nacht über am Himmel zu sehen. Am frühen Abend befindet es sich noch dicht über dem nördlichen Horizont, aber je später die Uhrzeit, desto höher steigt das Sternbild.

Woher kommen die Sternschnuppen der Perseiden?

Es handelt sich bei dem Phänomen um eine Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, benannt nach den Forschern, die ihn 1862 entdeckten haben.

Mit einem Durchmesser von 26 Kilometern ist der Komet ein Gigant. Dieser bewegt sich auf einer ellipsenförmigen Umlaufbahn um die Sonne. Für einen Umlauf benötigt der Komet etwa 133 Jahre. Die Erde taucht jedes Jahr auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne in seine Staubwolke ein. Deshalb sind auch die Termine für die Perseiden so berechenbar.

Die stecknadelkopfgroßen Partikel aus dem Kometenstaub treten dann mit einer Geschwindigkeit von mehr als 215.000 Stundenkilometern in die Erdatmosphäre ein. Hundert Kilometer über der Erdoberfläche verglühen die Partikel und leuchten dabei teils extrem hell. Die hellsten Meteore ziehen farbig glühende Schweife hinter sich her.

Wie kann man die Sternschnuppen im August am besten beobachten?

Aber auch wenn man weiß, wo die Sternschnuppen zu sehen sind, hat man Pech, wenn es rund um den Beobachtungsposten zu hell ist. Damit die Sicht nicht verdorben wird, sollte man sich ein Plätzchen fernab von Siedlungen in der größtmöglichen Dunkelheit suchen.

Apropos: Auch ein Vollmond kann ein Spielverderber sein. Im Jahr 2026 kommt der Juli-Vollmond aber erst am Ende des Monats raus.

Wo kann man die Perseiden 2026 am besten sehen? – Eifel besser als Trier

Um die Sternschnuppen gut sehen zu können, sollte man sich generell weit entfernt von künstlichen Lichtquellen aufhalten. In Trier selbst ist das natürlich schwierig. Eine grundsätzlich gute Sicht hat man nichtsdestotrotz beispielsweise von der Römer- und der Kaiser-Wilhelm-Brücke oder auch vom östlichen Moselufer. Wen es etwas außerhalb zieht, kann es auf der Wiese beim Luxemburger Turm auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau probieren. Oder man fährt gleich ein paar Minuten weiter Richtung Korlingen und macht es sich mit einer Decke in der Nähe der Windräder bequem.

Wer allerdings auf Nummer sicher gehen will, fährt in die Eifel – denn dort gibt es einen „richtigen“ Sternenpark. 2019 hat die International Dark-Sky Association (IDA) den Naturpark Eifel als solchen anerkannt. Ein heißer Tipp für alle, die gerne mit Teleskop und Fernglas unterwegs sind: In dem Park gibt es zehn sogenannte „SternenBlicke“, von denen aus sich der Sternenhimmel besonders gut betrachten lässt. Wo man diese findet, erfährt man auf der Website der Nordeifel Tourismus GmbH.

Woher stammt der Name Perseiden?

Bezeichnet ist der Sternschnuppenschwarm nach dem Sternbild Perseus, weil die Feuerkugeln aus dem Zentrum dieses Sternbilds heraus über den Himmel zu ziehen scheinen. Das Sternbild ist nach dem griechischen Helden Perseus benannt, der die Medusa erschlug, die geflügelte Schreckgestalt mit Schlangenhaaren, die jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren lässt.

Spielt das Wetter mit für die Perseiden 2026?

Für alle, die Sternschnuppen bewundern möchten, sind die Perseiden ein heißer Tipp. Das Sommerwetter bietet tendenziell gute Chancen auf einen klaren Himmel. Die konkreten Aussichten rund um den 12. und 13. August gibt es aber erst später.