Hessen zahlt bis zu 45.000 Euro für digitale Rathäuser


Stand: 20.07.2026, 18:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Rodgau. 20.01.2016. Im Rathaus steht ein Selbstbedienungs-Terminal um Ausweispapiere zu beantragen. mit eingebauter Kamera und Scanner fuer den Fingerabdruck. TAGESHONORAR  Foto: Renate Hoyer,Waldschmidtstr. 17,60316 Frankfurt. Tel. Mobil:0171-7992955. Frankfurter Volksbank IBAN: DE65 5019 0000 6500 9832 89.BIC:FFVBDEFF,  Steuernr.:014 829 04467

Im Rathaus Rodgau steht ein Selbstbedienungsterminal, um Ausweispapiere zu beantragen. © Renate Hoyer

Das Land Hessen fördert Kommunen bei der Anschaffung digitaler Basistechnologien. Finanzschwache Gemeinden erhalten bis zu 90 Prozent der Kosten erstattet.

Mit einem neuen Förderprogramm sollen die Landkreise, Gemeinden und kreisfreien Städte in Hessen bei der Anschaffung von digitalen Basistechnologien unterstützt werden. Bis zu 5 Millionen Euro pro Jahr werden für „kommunal.digital.hessen“ bereitgestellt, teilt das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mit. Das Angebot werde für zwei Jahre aus Mitteln des Programms „Starke Heimat Hessen“ finanziert. Unterstützt werden sollen vorrangig finanzschwächere und kleine Kommunen bei der Einführung elementarer Digitalisierungsgrundlagen.

Zahlreiche Kommunen hätten signalisiert, dass sie Hilfe bei der Anschaffung der Basistechnologien benötigten, teilt das Ministerium mit. Dazu gehören etwa die Einführung elektronischer Akten und e-Payment-Systeme, mit denen unter anderem Gebühren für Urkunden und Bußgelder bezahlt werden können. Ebenso sogenannte Ausweisterminals, an denen Dokumente beantragt oder abgeholt werden können.

Pro Gemeinde könne im Kalenderjahr eine Förderung von bis zu 50.000 Euro erteilt werden. Die Höhe hänge von der Finanzkraft der Kommune ab und liege zwischen 70 und 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben, also bei maximal 45.000 Euro.

44 der mehr als 440 hessischen Landkreise und Gemeinden hätten Anfang Juli als besonders finanzschwach gegolten, teilt das Ministerium mit. Einen Antrag können jedoch alle stellen. Frankfurt etwa, das als „finanzstark“ eingestuft werde, könne für ein Projekt maximal 35.000 Euro erhalten. Allerdings bevorzuge das Land finanzschwache Kommunen. Konkurrierten zwei Gemeinden, die gleicharm seien, werde die kleinere den Zuschlag erhalten.

Kernanliegen von „kommunal.digital.hessen“ sei die Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, sagt Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU). Komponenten wie digitale Personalakten oder Ratsinformationssysteme könnten einerseits der Verwaltung helfen, aber auch unmittelbar den Menschen vor Ort nutzen. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern das Fundament für eine handlungsfähige und moderne Verwaltung.“ Mit dem neuen Programm werde dies unterstützt.

Kommunen können sich ab sofort bis zum 15. September über das digitale Antragsportal www.smarte-region-hessen.de/basistechnologien bewerben.