Hitze-Fehler beim Mähroboter: Wer jetzt nicht umstellt, ruiniert den Rasen bis in den Herbst


MÄHROBOTER

Speziell im Sommer kann ein suboptimaler Mähplan für langfristige Schäden sorgen. Wir zeigen euch, welche Einstellungen das verhindern können.

Zu häufiges und zu kurzes Schneiden sollten verhindert werden.

Zu häufiges und zu kurzes Schneiden sollten verhindert werden. (Quelle: Erstellt mit KI: Gemini)

Besitzer eines Mähroboters sollten im Hochsommer besonders aufpassen. Andernfalls drohen langfristige Schäden. Wer seinen Rasen zusätzlich zur Hitze und Phasen der Trockenheit zu oft oder zu kurz schneidet, riskiert Verbrennungen an der Grasnarbe - der von Gräsern und Kräutern dicht durchwurzelten Erdschicht.

Dem könnt ihr mit ein paar einfachen Handgriffen vorbeugen. Das Umstellen der Schnitthöhe auf vier Zentimeter, die Senkung der Mähfrequenz, die regelmäßige Bewässerung und das Pausieren bei verbranntem Rasen gehören zu den direkt umsetzbaren Maßnahmen.

Das könnt ihr jetzt tun

Zentral für den Erhalt in diesen Zeiten ist die Rasenlänge. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfiehlt eine Länge von etwa vier Zentimetern. In Trockenzeiten ist der Boden bei zu kurzem Rasen verstärkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Die damit einhergehende erhöhte Verdunstung sorgt dann für schwache Wurzeln und offene Stellen.

Auch die Bewässerung spielt selbstverständlich eine Rolle. Bei Trockensymptomen empfiehlt es sich, zweimal die Woche mit 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter zu gießen. Am besten erledigt ihr dies in den Morgen- oder Abendstunden, damit das Wasser bei der Mittagssonne nicht gleich verpufft.

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Zudem raten die Gartenbauexperten von Frings zu regelmäßigem Mähen. Dies fördert die Dichte des Rasens und beugt Unkraut vor. Wer einen Mähroboter besitzt, sollte diesen ein- bis zweimal die Woche arbeiten lassen. Auch hier sollte dies optimalerweise außerhalb der Sonnenstunden geschehen. Am besten wird das Schnittgut direkt als natürlicher Dünger eingepflegt.

Ferner kann die gezielte Nährstoffversorgung durch Düngen dafür sorgen, dass die Zellstruktur der Gräser gestärkt wird. Dafür eignet sich am besten ein kaliumbetonter Rasendünger außerhalb von Trockenzeiten zwischen Mai und September. Dies geht am besten mit einer ausreichenden Bewässerung einher. Andernfalls kann es zu stärkeren Verbrennungen kommen.

Das solltet ihr vermeiden

Ist der Rasen sichtlich verbrannt, solltet ihr laut Pflanzenpflege-Hersteller Compo Mähen vorübergehend pausieren. Ab circa 30 Grad Celsius stellen die meisten Gräser ihr Wachstum ein und verarbeiten primär die Hitzebewältigung. Auch solltet ihr das Vertikutieren im Sommer lassen. Zwar kann ein gut durchlüfteter Boden förderlich sein, doch bei starker Hitze verliert der Boden verhältnismäßig viel Feuchtigkeit. Verlegt das also lieber in den Frühling oder in den Herbst.

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So stellt ihr das Zeitfenster und die Höhe richtig ein

Je nach Gerät können die Einstellungen anders aussehen. Wann gemäht werden soll, lässt sich bei Herstellern wie Husqvarna, Gardena und Worx direkt in der App einstellen. Dafür geht ihr entweder in die Einstellungen oder steuert direkt den Zeitplan an. Bei der Schnitthöhe wird es komplizierter. Es gibt Modelle, bei denen eine Fernsteuerung möglich ist. Ansonsten müsst ihr eine manuelle Verstellung am Gerät vornehmen. Dafür ist meist ein Hebel oder ein Drehrad vorgesehen. Denkt hierbei immer daran, das Gerät vollständig abzuschalten.

Bewässerungs-Einschränkungen in Deutschland - richtiges Mähen wichtiger denn je

Nicht nur an Donau, Rhein und Elbe gibt es Negativrekorde bei den Wasserständen. Auch Kommunen warnen bereits vor Knappheiten. Die Grundwasservorräte in einigen Teilen Deutschlands sind sogar so niedrig, dass einige Gemeinden Wasserentnahmeverbote verhängen.

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In der Region Hannover ist der Einsatz von Rasensprengern, Sprühberegnern und Gartenschläuchen beispielsweise von 11 bis 17 Uhr verboten. Das richtige Mähen sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit trotz allem einigermaßen erhalten bleibt.

Checkliste - wann mache ich was?

Wir fassen die behandelten Punkte in einer Checkliste zusammen, damit euer Rasen möglichst gesund bleibt:

In jedem Fall solltet ihr die Ruhe bewahren und die Lage objektiv betrachten. Ein verbrannter Rasen bedeutet nicht gleich, dass er tot ist. Die Wurzeln sind nur schwächer, erholen sich aber wieder mit dem nächsten Regen. Es kann jedoch sein, dass es einige Wochen benötigt, bis das Grün wieder in seiner vollen Pracht erstrahlt.

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