WHO warnt: Schlafzimmer sollten unter 24°C bleiben – so schaffen Sie das auch bei Hitze


Hitzewelle und kein Schlaf? Mit diesen sieben Tipps kühlen Sie Ihr Schlafzimmer wirksam ab

Stand: 20.08.2026, 20:30 Uhr

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Die Zeit extremer Hitze wird länger. Hitzewellen treffen uns nicht nur tagsüber. Forschende warnen vor heißen Nächten, die Schlaf und Gesundheit gefährden.

München – Mit steigenden Temperaturen steigt auch das Risiko für eine unruhige Nacht. Bei Hitzewellen liegt die Aufmerksamkeit meist auf dem Schutz vor Tageshöchstwerten über 35°C, doch die Folgen heißer Nächte für Schlaf und Gesundheit sind deutlich weniger erforscht.

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Dieser Artikel von Alexandra Leistner entstand in Kooperation mit Euronews

Eine aktuelle Studie auf Basis von Daten des Copernicus Climate Change Service zeigt, dass sich hauptsächlich die Nächte besonders schnell erwärmen.

Die Zeit extremer Hitze wird länger. Hitzewellen treffen uns nicht nur tagsüber. Forschende warnen vor heißen Nächten, die Schlaf und Gesundheit gefährden.

Die Zeit extremer Hitze wird länger. Hitzewellen treffen uns nicht nur tagsüber. Forschende warnen vor heißen Nächten, die Schlaf und Gesundheit gefährden. © picture alliance/dpa/dpa-tmn | Christin Klose

Seit den Siebzigerjahren ist die minimale „gefühlte“ Temperatur während der zehn wärmsten Nächte des Jahres weltweit pro Jahrzehnt um 0,32°C gestiegen. Dieser Wert heißt Universal Thermal Climate Index (UTCI) und berücksichtigt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Strahlung.

Auch die Zahl der Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20°C fällt, hat pro Jahrzehnt um rund zwei Nächte zugenommen.

Heißere Nächte werden zum Gesundheitsrisiko

Die Forschenden halten diesen Trend für entscheidend, denn heiße Nächte lassen dem Körper weniger Zeit, sich von der Tageshitze zu erholen. Heiße Tage, auf die ebenso heiße Nächte folgen, treten außerdem immer häufiger auf. In Europa haben diese sogenannten „kombinierten Hitzeereignisse“ seit den Siebzigerjahren um 73 Prozent zugenommen.

Im Schlaf sinken normalerweise Herzfrequenz und körperliche Aktivität, gleichzeitig fällt die Kerntemperatur des Körpers. So können sich Nervensystem, Immunsystem und Herz-Kreislauf-System von den Belastungen des Tages erholen. Bleibt das Schlafzimmer jedoch zu warm, kann der Körper überschüssige Wärme schlechter abgeben.

Blutgefäße in der Nähe der Haut erweitern sich, um Hitze freizusetzen, und das Herz muss stärker arbeiten, um das Blut zu pumpen. Durch Schwitzen droht zusätzlich Austrocknung.

Wenn die Nacht keine Erholung mehr bringt

Die Folge: Einschlafen fällt schwerer, nächtliches Aufwachen nimmt zu und der Schlaf wirkt insgesamt weniger erholsam. Das Problem wird besonders kritisch, wenn sich heiße Nächte über mehrere Tage hinweg ziehen. Nach einer gestörten Nacht mit unzureichender Abkühlung startet der Körper, bereits belastet, in den nächsten Tag, genau dann, wenn die Temperaturen erneut steigen.

Forschende gehen zunehmend der Frage nach, ob dieser wiederholte Mangel an nächtlicher Erholung erklärt, weshalb lang anhaltende Hitzewellen ein so großes Gesundheitsrisiko darstellen.

Viele Wohnungen in bisher eher kühlen Regionen sind nicht auf steigende Temperaturen ausgelegt und kühlen nach Sonnenuntergang nur langsam ab. Dadurch bleiben Schlafzimmer oft noch lange nach der größten Tageshitze warm und feucht.

Tipps für ein kühleres Schlafzimmer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Raumtemperatur nachts möglichst unter 24°C zu halten (Quelle auf Englisch). Das erleichtert dem Körper die Abkühlung und unterstützt einen besseren Schlaf während Hitzewellen. Hier sind sieben Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Wohnung abkühlen und bei Hitzewellen besser schlafen können: