„Will nicht viel dazu sagen“: Hat Eintracht-Trainer Adi Hütter sorge vor einer Causa Max Eberl 2.0?


Hütter und Krösche: Was ist da im Eintracht-Kosmos los?

Stand: 30.08.2026, 06:08 Uhr

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Um sportliche Themen geht es bei Eintracht Frankfurt nur am Rand. Vor allem Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Markus Krösche stehen im Fokus.

Frankfurt – Das Tischtuch zwischen Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Adi Hütter? Es herrsche „keine große Harmonie mehr“, schreibt Bild. Absolut Eintracht fragte auf der Pressekonferenz nach dem spektakulären Remis (3:3) bei Union Berlin bei Hütter nach: „Ich will nicht viel dazu sagen. Wir sind ständig im Austausch und haben ein sehr ordentliches Verhältnis. Daher ist alles gesagt.“

Das Verhältnis zwischen Markus Krösche und Adi Hütter ist etwas angespannt

Das Verhältnis zwischen Markus Krösche und Adi Hütter ist etwas angespannt © IMAGO/Florian Ulrich

Und Krösche selbst? „Wir sprechen immer über Fußball. Und wir werden auch nächste Woche über Fußball sprechen. Lasst uns daher beim Fußball bleiben.“ Es ist etwas faul im Kosmos Eintracht Frankfurt. Ist der Zusammenhalt noch gegeben? Oder werden sich nach fünf gemeinsamen Jahren die Wege vom Sportvorstand und den Hessen trennen?

Hütter beobachtet die Lage bei Eintracht ganz genau

Bei Hütter jedenfalls sind die Antennen ausgefahren. Der 56-Jährige verließ die Eintracht 2021 in Richtung Borussia Mönchengladbach. Der damalige Manager Max Eberl hatte ihn mit großen Versprechungen gelockt. Hütter sagte später: „Das war für mich ein Schlag ins Gesicht, weil ich mit ihm das Gefühl hatte, Bäume ausreißen zu können. Dann war es ein schwieriges Jahr.“

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Der „Absolut Eintracht-Newsletter“ - ein Muss für SGE-Fans © Plietsch/Imago

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Vor der Wiederholung eines solchen Szenarios hat der Coach offenbar große Sorge. Das Sommer-Transferfenster ist schwierig und es läuft nicht so, wie sich das die Verantwortlichen vorgestellt haben. Verscherbeln die Frankfurter, um Überschüsse zu erzielen, ihr Tafelsilber? Gehen etwa Jean-Matteo Bahoya (Hull City) oder Hugo Larsson (Crystal Palace) weit unter den Werten, die einst angestrebt wurden? Vor einem Jahr hätte das Duo noch weit über 100 Millionen Euro eingebracht, es gab attraktive Offerten aus Saudi-Arabien.

Die vergangenen zwölf Monate wiegen schwer bei allen Beteiligten. Die Eintracht ist von ihrem sportlichen Erfolgskurs abgekommen. Und enge Begleiter bemerken bei Krösche mehr und mehr eine gewisse Müdigkeit. Der 45-Jährige investiert viel Energie und Kraft. Einen richtigen Urlaub hat er sich in seiner Zeit bei der Eintracht nicht gegönnt. Selbst vor einem Jahr auf Kreta wickelte er den Deal von Hugo Ekitike zum FC Liverpool ab.

Trotz einiger personeller Fehlentscheidungen, wie Ex-Trainer Albert Riera oder Flop Elye Wahi, bekam er stets Vertrauen und Rückendeckung von Aufsichtsratschef Mathias Beck und Vorstandssprecher Axel Hellmann. Doch einfach ist die Situation für alle Beteiligten nicht. Bei den Hessen ist enormer Druck auf dem Kessel.

Beck hatte dem Wiesbadener Kurier am Samstagnachmittag zwar gesagt: „Berichte zu Markus Krösche werde ich öffentlich nicht kommentieren. Fakt ist: Er hat einen laufenden Vertrag und hat sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgeraden des Transferfensters. Es besteht also kein Anlass, über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren.“

Aufsichtsratssitzung der Eintracht wird mit Spannung verfolgt

Dennoch rückt die „turnusmäßige Sitzung“ des Aufsichtsrats am Mittwoch in den Blickpunkt. Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrags wird medial über eine Trennung spekuliert. Allerdings ist auch die Fortsetzung einer Zusammenarbeit ganz und gar nicht auszuschließen. Der Aufsichtsrat um Boss Beck muss genauestens abwägen.

Denn bei aller berechtigten Kritik hat Krösche auch in diesem Sommer gute Entscheidungen getroffen. Er hat kurz vor dessen Bundesligadebüt den Vertrag von Jeremiaha Maluze bis 2031 verlängert. Mit Raphael Onyedika und Torhüter Noah Atubolu kamen zwei starke Neuzugänge. Talente wie Elias Baum, Keita Kosugi und Younes Ebnoutalib könnten Teil des Gerüsts werden in dieser Saison. Und das Comeback von Hütter war auch auf die Verhandlungen mit Krösche zurückzuführen.

In den kommenden drei Tagen gilt es, alle Eitelkeiten zur Seite zu schieben. Es gilt, die letzten Lücken in der Innen- und Außenverteidigung und im Sturm zu schließen. Dem Kader fehlt noch die nötige Tiefe. Für Krösche geht es in diesen drei Tagen bis zum 1. September also um mehr als nur die letzten Kaderlücken – es geht auch um die eigene Zukunft. Er arbeitet deshalb auch mit Hochdruck am Umbau des Kaders. Und für Hütter geht es darum, dass sich die Geschichte mit Eberl nicht wiederholt.