„Ich kriege schon Puls!“: Dieses Thema bringt Steffen Henssler in Rage


Stand: 23.10.2026, 20:00 Uhr

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Steffen Henssler sprach mit seinem Bruder Peter über Kinder und digitale Geräte. Im Podcast wurde der TV-Koch bei einem Punkt besonders deutlich.

Hamburg – Steffen Henssler (54) hat in seinem Podcast „Runde Nummer“ deutliche Kritik am frühen Medienkonsum von Kindern geäußert. In der Folge „Der Fluch von Instagram“ sprach der TV-Koch mit seinem Bruder Peter Henssler über Smartphones, Smartwatches und Tablets im Alltag von Familien. Besonders störte ihn, dass aus seiner Sicht schon sehr junge Kinder eigene Geräte bekommen.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promipool.de.

Dabei griff er auch die Begründung mancher Eltern auf, sie müssten ihren Nachwuchs jederzeit erreichen oder orten können. Genau diese Haltung wies der 54-Jährige im Gespräch klar zurück.

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Steffen Henssler kritisiert den zu frühen Handykonsum von einigen Kindern. © IMAGO / STAR-MEDIA

Besonders problematisch findet der Koch, dass bereits sieben-, acht- oder neunjährige Kinder mit eigenen Handys oder Smartwatches ausgestattet werden. „Eltern haben Verantwortung dafür“, sagte Steffen Henssler laut Bunte. Die Erklärung, Kinder müssten aus Sicherheitsgründen ständig erreichbar sein, überzeugte ihn nicht.

Er ist der Meinung, dass den Kindern dadurch eher geschadet wird: „Ich kriege schon Puls!“ Im Podcast hielt er dagegen, dass Eltern ihren Nachwuchs schließlich in die Schule bringen und deshalb wissen müssten, wo er sich aufhält. Seine Kritik richtete sich damit nicht nur gegen die Geräte selbst, sondern auch gegen den Umgang vieler Erwachsener mit digitaler Kontrolle.

Langeweile soll Kindern Raum für Kreativität geben

Im Gespräch ging es ihm nicht allein um das richtige Alter für ein Smartphone. Henssler kritisierte auch, dass Kinder durch ständige digitale Unterhaltung immer seltener lernen, sich selbst zu beschäftigen. Nach seiner Ansicht entsteht Kreativität oft erst dann, wenn Langeweile ausgehalten wird.

Er verwies dabei auf seine eigene Kindheit: An Bushaltestellen habe man Menschen und Autos beobachtet oder sich Spiele ausgedacht. Auch lange Autofahrten seien früher eine Gelegenheit gewesen, die Umgebung wahrzunehmen, statt sofort auf einen Bildschirm zu schauen.

Bildschirme im Auto sieht der TV-Koch besonders kritisch

Ein weiterer Punkt betraf Fahrten mit dem Auto. Henssler sagte, viele Eltern wollten während der Fahrt ihre Ruhe haben und gäben Kindern deshalb Tablets oder ließen sie auf eingebaute Monitore schauen. Nach seiner Ansicht geht dabei eine wichtige Erfahrung verloren, weil Kinder den Straßenverkehr dann kaum noch nebenbei wahrnehmen.

Er berichtete außerdem von Fahrlehrern, die sich über Fahrschüler wunderten, denen es schwerfalle, Situationen einzuschätzen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Für ihn hängt auch das mit zu viel Bildschirmzeit im Alltag zusammen.

Auch Eltern mit Handy am Kinderwagen sind Thema

Kritisch äußerte sich der TV-Koch auch über Eltern, die beim Schieben eines Kinderwagens gleichzeitig auf ihr Smartphone schauen. Er vermutete, dass dadurch wichtige Begegnungen zwischen Eltern und Kindern ausbleiben können.

Bruder Peter sprach im Podcast ebenfalls über den eigenen Medienkonsum und räumte ein, bemerkt zu haben, wie stark das Smartphone Menschen beeinflusst, wie die Abendzeitung berichtet. Steffen Henssler formulierte seine Haltung dazu besonders drastisch und bezeichnete Medienkonsum als die „härteste Droge von allen“.

Quellen: Podcast „Runde Nummer“, Bunte, abendzeitung-muenchen.de