27-Jähriger durch Polizei getötet – Leiche wird obduziert


In Tuttlingen :

27-Jähriger durch Polizei getötet – Leiche wird obduziert

09.10.2026, 14:09Lesezeit: 1 Min.

Am Donnerstag: Einsatzkräfte der Polizei stehen an einem abgesperrten Bereich in der Nähe des Tuttlinger Rathauses.

Am Donnerstag: Einsatzkräfte der Polizei stehen an einem abgesperrten Bereich in der Nähe des Tuttlinger Rathauses.dpa

Ein polizeibekannter 27-Jähriger kommt in Tuttlingen bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben. Der Vorfall wirft Rätsel auf.

Warum kam ein 27-Jähriger mit einer Pistole zum Tuttlinger Rathaus – und wie genau lief der tödliche Schusswechsel mit der Polizei ab, bei dem er starb? Die Ermittler versuchen, diese Fragen zu klären. Die Leiche des Mannes soll obduziert werden, auch seine Waffe wird untersucht, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) mitteilte. Zudem werten Beamte Videoaufnahmen des Geschehens aus.

Der Mann war nach Angaben des LKA am Donnerstagmittag mit einer Pistole in der Hand im Bereich des Rathauses der 38.000-Einwohner-Stadt im Süden Baden-Württembergs aufgefallen. Hinzugerufene Polizeikräfte entdeckten ihn schließlich im Innenhof des Gebäudes. Nach dpa-Informationen saß er dort mit seiner Waffe, als die Beamten eintrafen.

Bereits Abschiebeverfahren eingeleitet

Laut LKA eröffnete er unmittelbar das Feuer auf die Beamten. Die Polizisten hätten daher von ihren Schusswaffen Gebrauch machen müssen. Der Mann sei getroffen worden und trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort gestorben. Polizeibeamte wurden nicht verletzt. Wie viele Schüsse die Polizisten feuerten, ist noch nicht bekannt.

Bei dem 27-Jährigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit, der in Tuttlingen wohnte. Er sei bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten – weshalb, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Nach Informationen des „Südkurier“ war der Mann ausreisepflichtig. Das Abschiebeverfahren war dem Bericht zufolge bereits eingeleitet. Der Mann soll demnach zudem mehrfach vorbestraft gewesen sein, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahls. Dazu machte das Landeskriminalamt in Stuttgart zunächst keine Angaben.