Infratest-Umfrage: Deutsche auch nach Kabinettsumbildung unzufrieden mit Bundesregierung
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Nur zwölf Prozent der Befragten glauben laut einer Umfrage, dass die neu aufgestellte Regierung besser arbeiten wird. Auch der Kanzler selbst hat schlechte Umfragewerte.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters,
mga
- August 2026, 14:12 Uhr
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28 KommentareAuch nach der Umbildung des Bundeskabinetts durch Kanzler Friedrich Merz (CDU) ist die schwarz-rote Regierung weiter im Umfragetief. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für die ARD gingen lediglich zwölf Prozent der Befragten davon aus, dass die Regierung mit teilweise neuem Personal besser arbeiten wird. Weitere zwölf Prozent erwarteten, dass die Regierung »genauso gut« wie bislang arbeiten wird. 57 Prozent antworteten mit »genauso schlecht« und elf Prozent nahmen an, dass die Regierungsarbeit nun schlechter wird.
Die Leistungen der Koalition aus CDU, CSU und SPD bewerteten in der am Freitag veröffentlichten Erhebung nur 13 Prozent positiv, 85 Prozent äußerten sich kritisch. Mit der Arbeit von Merz zeigten sich 14 Prozent zufrieden – ein Prozentpunkt mehr als im Vormonat.
Schlechte Werte im »Deutschlandtrend«
Die Unionsfraktion im Bundestag hatte den vorherigen Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) vor zwei Wochen zum Fraktionsvorsitzenden und Nachfolger von Jens Spahn gewählt. Im Kanzleramt wurde Frei durch seine Parteikollegin Nina Warken ersetzt, die zuvor Bundesgesundheitsministerin war. Deren Nachfolger wurde der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Im Bundesverkehrsministerium wurde Patrick Schnieder durch Steffen Bilger (beide CDU) ersetzt.
Bereits am Donnerstag veröffentlichte die ARD den ebenfalls von Infratest erfassten Deutschlandtrend. Auch in der Sonntagsfrage stehen die Regierungsparteien demnach schlecht da: Die AfD kommt auf 28 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Umfrage Anfang Juli. CDU/CSU erreichen 21 Prozent – der schwächste Wert seit November 2021. Die Grünen bleiben mit 15 Prozent drittstärkste Kraft. Die SPD kommt auf zwölf Prozent und liegt damit nur knapp vor der Linken mit elf Prozent.