Japan und Südkorea rücken in KI-Weltspitze vor – Österreich bleibt konstant im Mittelfeld
KI-Ranking
Japan und Südkorea rücken in KI-Weltspitze vor – Österreich bleibt konstant im Mittelfeld
Japan punktet laut einer Studie der Boston Consulting Group in Sachen Regulierung, Investitionen und Robotik, Südkorea mit eigenen KI-Modellen und Rechenkapazitäten
Japan und Südkorea haben einer Studie zufolge bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) aufgeholt und sind in die Weltspitze vorgerückt. Österreich tritt dagegen wie Nachbar Deutschland auf der Stelle und ist nicht in der Weltspitze, wie die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) in einer am Dienstag veröffentlichten Studie mitteilte. Beide Länder zählen laut dem Ranking zu den "Steady Contenders", die zwar in Sachen KI-Anwendung gezielte Spitzen setzen, in der Breite aber hinterherhinken.
Japan punktet laut BCG mit einer innovationsfreundlichen Regulierung, umfangreichen Investitionen internationaler Technologiekonzerne und einer starken Robotik-Industrie. Südkorea habe gezielt in eigene KI-Modelle und Rechenkapazitäten investiert. Beide Staaten hätten seit 2024 die Voraussetzungen für den Einsatz von KI deutlich verbessert. "Es reicht nicht aus, KI auf politischer Ebene zur Priorität zu erklären", sagte BCG-Experte Andrej Levin. "Entscheidend ist, wie schnell daraus Investitionen, Infrastruktur und konkrete Anwendungen entstehen."
Reifeprüfung
Insgesamt haben sich seit 2024 acht Länder so deutlich verbessert, dass sie in eine höhere Klasse vorgerückt sind. Dazu gehören neben Japan und Südkorea auch Ecuador, Nigeria, China, Litauen, Tschechien und Griechenland. In der Weltspitze sind neben den beiden Aufsteigern weiterhin die USA, China, Großbritannien, Kanada und Singapur. BCG hat für die Studie insgesamt 79 Staaten unter die Lupe genommen.
BCG bewertet in dem Ranking die "KI-Reife" der untersuchten Länder anhand der Größen "Readiness" (Bereitschaft) und "Exposure" (Ausrichtung). Readiness bewertet laut BCG, wie gut eine Volkswirtschaft darauf vorbereitet ist, die Chancen von KI zu nutzen. Exposure schätzt das „Disruptionspotenzial“ von KI auf Basis der Wirtschaftsstruktur. Volkswirtschaften, die wie Österreich in der Kategorie der "Steady Contender" gelistet werden, weisen demzufolge eine hohe Exposure und ausreichende Readiness auf. (Reuters, miwi, 20.10.2026)
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