Kader-Baustellen bei der Eintracht werden immer deutlicher
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Hütters Hinweise werden immer lauter Die Eintracht und ihre offensichtlichen Kader-Baustellen
Während die Eintracht gegen Hull City auch ihr viertes Testspiel gewinnt und dabei eine ordentliche Leistung zeigt, rücken potenzielle Zu- und Abgänge immer mehr in den Fokus. Trainer Adi Hütter hat eine eindeutige Meinung.
Wimmelbild während der Hydration Break: Trainer Adi Hütter hat das Sagen. Bild © IMAGO
Die letzte Aktion im Eintracht-Testspiel gegen Hull City (2:0) war Elye Wahi vergönnt, setzte der in Frankfurt nicht mehr richtig gut gelittene Stürmer doch in der Nachspielzeit zum spektakulären Fallrückzieher an. Und, tada, er traf den Ball nicht. Fernab dieser einen Szene ist es deutlich berichtenswerter, dass der französische Angreifer überhaupt noch für die Frankfurter aufläuft. Er soll ebenso wie Innenverteidiger Arthur Theate doch eigentlich den Bundesligisten in diesem Sommer verlassen, beide Profis sollen jeweils eine deutlich zweistellige Millionen-Ablöse einbringen. Abnehmer dringend gesucht.
Theate durfte gegen den englischen Erstligisten in der zweiten Hälfte ran, die sich ebenso wie die erste über vereinbarte 60 Minuten erstreckte, Wahi dann erst in der Schlussviertelstunde. Während der Angreifer durch sein Luftloch auffiel, zeigte Theate eine blitzsaubere Abwehrleistung, war einer der besten Spieler im zweiten Teil der Partie. Eintracht-Trainer Adi Hütter kommentierte die beiden Personalien wie folgt: "Sie sind Kaderspieler. Mit den Jungs wurde gesprochen, sie sind jetzt vorerst dabei." Mit der Betonung auf vorerst.
Kosugi schwach, Ebnoutalib unglücklich
Es bleibt dabei: Der Eintracht-Kader ist bei weitem nicht fertig. Neben Theate und Wahi sollen mit Niels Nkounkou (ebenfalls 60 Minuten im Einsatz), Ellyes Skhiri, Noel Futkeu, Michy Batshuayi (alle andernorts auf Vereinssuche) sowie Jessic Ngankam (frisch verletzt) etliche Profis den Klub noch verlassen.
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Otavio mit Fitnessrückstand
Verteidiger Nnamdi Collins fehlte beim Test gegen Hull City angeschlagen, soll laut Trainer Adi Hütter aber "in den nächsten Tagen" ins Training zurückkehren. Eine individuelle Übungseinheit absolvierten derweil Noel Aseko und Otavio am Samstag-Vormittag. Sie kamen beim Test ebenfalls nicht zum Einsatz. Aseko soll am Mittwoch gegen den FSV Frankfurt seine ersten Minuten für die Eintracht bekommen - so zumindest der Plan mit dem leicht am Knie lädierten Neuzugang. Bei Verteidiger Otavio fehlte zuletzt die Spielgenehmigung. Die ist zwar mittlerweile da, aber: "Er ist physisch noch nicht in der Verfassung, wie ich es mir vorstelle", so Hütter.
Ende der weiteren InformationenIm Gegenzug machte der Testkick gegen Hull City wiederholt deutlich, dass an weiteren Zugängen kein Weg vorbeiführt. Keita Kosugi spielt links hinten ziemlich schwach (Hütter: "Hat schon besser gespielt"). Elias Baum agierte auf rechts durchschnittlich, Younes Ebnoutalib als zweiter Stürmer neben Jonathan Burkardt sehr unglücklich. Ansgar Knauff wurde als Rechtsverteidiger eingewechselt, was für Hütter nicht viel mehr als eine Notfalllösung sein dürfte. Jean-Mattéo Bahoya gab diesmal die zweite Spitze. In der Innenabwehr verteidigte in der Startelf erneut Nachwuchsmann Julian Etse, diesmal sehr fehlerhaft.
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00:24 Min.|08.08.26|Daniel Schmitt
Hütters Vorstellungen noch nicht erfüllt
"Der Kader ist noch nicht so, wie ich ihn mir vorstelle. Daran arbeiten wir hinter den Kulissen", sagte auch Trainer Hütter und sprach von einem "engen Austausch" mit Sportvorstand Markus Krösche.
Die Eintracht spielte gegen den Premier-League-Aufsteiger insgesamt "ordentlich", wie Hütter treffend analysierte. Sie war das bessere Team und verdiente sich das 2:0, Steigerungsbedarf gab es aber sehr wohl. "Ich will einfach, dass wir noch häufiger und schneller nach vorne spielen", forderte Hütter. Gegen nur einen gegnerischen Stürmer brauche es nicht fünf eigene Defensivakteure. "Ich habe viele Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben, weil wir noch zu oft retour spielen." Rückwärts, also. Es gehe stattdessen darum, sich in der gegnerischen Hälfte häufiger festzusetzen.
Arrhov wohl kein Leih-Kandidat
Die Tore waren dennoch sehenswert. Beim 1:0 drosch Torwart Kaua Santos den Ball über den ganzen Platz in den Lauf von Burkardt, der diesen perfekt annahm und vollendete. Beim 2:0 schlenzte Love Arrhov die Kugel vom Sechzehner sehenswert ins lange Eck. Das Mittelfeld-Talent aus Schweden machte überhaupt einen erfrischenden Eindruck, für eine Leihe von Arrhov sieht Hütter daher "überhaupt keinen Grund", wenngleich die Konkurrenz auf den offensiven Mittelfeldpositionen mit Can Uzun, Ritsu Doan, Mario Götze oder Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Fares Chaibi (könnte noch abgegeben werden) groß ist.
Während die Vorbereitung also weiterläuft, die Eintracht am Mittwoch (18.30 Uhr) zum Stadtduell beim FSV antreten wird, müssen Krösche und Hütter im Hintergrund weiterhin am Kader feilen. Ein Innenverteidiger, mindestens ein Außenverteidiger, ziemlich sicher auch ein Stürmer sind die drängenden Positionen. Die Uhr tickt, "der Saisonstart kommt schneller als man denkt", sagte Hütter.