Kanada: Dorf wird von 900'000 Liter Fischsauce gerettet
Kanadische Provinz leidet
Endlich werden Tausende Liter stinkende Fischsauce entsorgt
Die Bewohner von St. Mary's, einer kleinen Gemeinde in Kanada, sind seit Jahren einem unerträglichen Gestank ausgesetzt. Denn nachdem eine Fabrik schliessen musste, verblieben Tanks mit vergorener Fischsauce als Hinterlassenschaft.
Publiziert: 16:43 Uhr
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Aktualisiert: 18:57 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- In Kanada werden 900'000 Liter alte Fischsauce bis Oktober entsorgt
- Die Sauce stammt aus einer Fabrik, die 2002 geschlossen wurde
- Die Aktion kostet knapp 1 Million Franken und umfasst 200 Lkw-Ladungen
Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk
Mehr als hundert befüllte Fischsaucen-Tanks standen über zwei Jahrzehnte lang im Inneren einer verlassenen Fabrik in der kanadischen Gemeinde St. Mary's. Der Inhalt gärte und faulte vor sich hin. Bei jedem Windstoss müssen sich die rund 300 Einwohner wegen des bestialischen Gestanks die Nase zuhalten. Bald sollen sie nun endlich wieder aufatmen können – diese Woche startete eine langersehnte Aufräumaktion.
Die Atlantic Seafood Sauce Company, die im Jahr 2002 ihre Türen schloss, hinterliess der Gemeinde insgesamt 110 vollgefüllte Tanks mit sage und schreibe 1,5 Millionen Litern ihrer berüchtigten Fischsauce. Ein Geschenk, das zum Himmel stinkt. Aktuell sind davon laut CBC noch gut 900'000 Liter übrig.
Die Arbeiten sollen bis zum Oktober abgeschlossen sein
Auf den Böden hat sich zu alledem ein konzentrierter Schlammbelag festgesetzt. Bei den Aufräumarbeiten werden die Bioabfälle in über 200 LKW-Ladungen in die nahe gelegene Gemeinde abtransportiert. Dort sollen sie in einer speziellen Abfallzelle versenkt und am Ende versiegelt werden.
Die aufwendige Aktion kostet laut AP News umgerechnet fast eine Million Franken. Die Frage nach der Finanzierung ist laut dem Gemeindepräsidenten, Steve Ryan, auch einer der Hauptgründe dafür, wieso bisher nichts unternommen wurde. Wie er gegenüber CBC angab, beteilige sich nun aber die Regierung von Neufundland und Labrador an den Kosten.
In der Schweiz hatten einige Gemeinden und Quartiere ebenfalls schon mit unerträglichem Gestank zu kämpfen. Blick zeigt, wo es sonst noch zum Himmel stank und wieso.
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