Knackt SVA starkes Heimteam? Fragen und Antworten zum Spiel bei Barockstadt II
Stand: 23.10.2026, 14:10 Uhr
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Der Verbandsliga-Tabellenführer SV Adler Weidenhausen spielt am Sonntag bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II. Die gehört zu den stärksten Heimteams der Liga.
Weidenhausen – Mit einer Serie von nun schon sieben Spielen ohne Niederlage im Rücken, darunter nur ein einziges Unentschieden, reist der SV Adler Weidenhausen am Sonntag zur SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II. Die Mannschaft von Trainer Dennis Schanze trifft dann um 15 Uhr an der Richard-Müller-Straße im Stadtteil Lehnerz auf eine der stärksten Heimmannschaften der Fußball-Verbandsliga Nord. Wir beantworten vor dem Anpfiff einige drängende Fragen.
Was sticht bei der Regionalliga-Reserve aus der Domstadt sofort ins Auge?
Ganz klar die eigene Heimstärke. Zwar hat die SG Bad Soden bei sieben Heimspielen mit 18 Punkten die bessere Punkteausbeute, aber die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II ist zu Hause als einzige Mannschaft der Verbandsliga noch ungeschlagen. Sie holte mit vier Siegen und drei Remis 15 Punkte auf eigenem Platz. Besser hinsichtlich der Ausbeute ist übrigens nur noch die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach mit 16 Zählern. Die Weidenhäuser haben übrigens 15 Punkte auf dem Chattenloh geholt – und dafür sogar nur ein Spiel weniger benötigt.
Woran könnte diese erhebliche Diskrepanz bei Barockstadt liegen?
Nur vier Zähler sprangen für die Fuldaer in den Auswärtsspielen heraus, was sie derzeit auch nur auf Platz zehn der Tabelle stehen lässt. „Sie füllen sicherlich gelegentlich bei den Heimspielen auch mit Akteuren aus dem Regionalliga-Kader auf. Damit müssen wir auch am Sonntag rechnen. Die Mannschaft, die am Sonntag bei der SG KHD mit 2:3 verloren hat, könnte nicht ganz so viel mit der gegen uns zu tun haben. Das erleichtert es nicht“, so die Einschätzung von Weidenhausens Coach Dennis Schanze.
Was zeichnet den von Niklas Herget trainierten Gegner spielerisch aus?
„Das ist eine gut ausgebildete Mannschaft mit vielen jungen Spielern. Sie sind fester Bestandteil der Verbandsliga geworden und gehören immer zu den spielstärkeren Gegnern“, weiß Adler-Teammanager Stefan Stederoth. Vor dem Tor bislang am erfolgreichsten präsentierten sich der 19-jährige Jonathan Sawatzky mit sieben Saisontoren sowie der im Vergleich etwas erfahrenere Luis Klein (23, sechs Saisontore). Erst vor wenigen Wochen präsentierte die Regionalliga-Mannschaft mit Miroslav Jagatic einen neuen Trainer, sicherlich für den einen oder anderen Spieler der U23 ein zusätzlicher Motivationsschub, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.
Und die Weidenhäuser?
Die fahren natürlich mit der breiten Brust eines Tabellenführers nach Osthessen. „Selbst wenn da Spieler von oben herunterkommen, ist das für uns gar kein Grund, sich zu verstecken. Wir haben die letzten drei Spiele ohne ein Gegentor bestritten und können uns auf unsere Abwehr verlassen. Da müssen sie erst einmal durchkommen“, sagt Dennis Schanze. Er fügt hinzu: „Und in der Offensive haben wir die Qualität, aus wenigen Chancen viel zu machen.“ Seiner Meinung nach dürfe man ruhig den Anspruch haben, dort etwas holen zu wollen. Abzuschenken gebe es rein gar nichts.
Es passt also alles zusammen auf dem Chattenloh?
Ja, auf der Erfolgswelle wollen sie in Weidenhausen so lange reiten, wie das eben möglich ist. „Ich freue mich aktuell enorm auf die Spiele, und meinen Jungs geht es genauso. Du gehst ganz anders rein, wenn du weißt, dass es gerade gut läuft“, erzählt Schanze. Das spiegele sich auch in der Trainingsarbeit wieder, und das, obwohl immer wieder Spieler angeschlagen pausieren müssten. „Inhaltlich kommen wir da an den Trainingsabenden gerade gar nicht weiter, aber das müssen wir auch nicht. Es gilt, die Stimmung hochzuhalten. Überhaupt in diese komfortable Situation zu kommen, das ist viel wert“, so Schanze.
Und das Personal?
Im Vergleich zum jüngsten Heimsieg über den TSV Wabern (1:0) stehen bis Sonntag laut Schanze „noch dicke Fragezeichen“ hinter Rechtsverteidiger Henrik Renke, Innenverteidiger Thomas Hammer und Offensivmann Jad Hawela, die alle angeschlagen sind. Mittelfeldkämpfer Tim Ullrich könnte nach seiner Nasenverletzung aber das erste Mal mit spezieller Schutzmaske wieder zum Kader gehören, auch Sebastian Ebhardt konnte nach einer Bänderverletzung wiederholt mittrainieren. Neuigkeiten gibt es auch von der Torwartposition: Seit eineinhalb Wochen befindet sich Johannes Klotzsch nach seinem im Auswärtsspiel beim FSV Dörnberg erlittenen Fingerbruch wieder im Mannschaftstraining.