Kommentar zum Vorbereitungsstart: Werder Bremen regt endlich wieder die Fantasie an


Stand: 12.07.2026, 21:34 Uhr

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Frühzeitige Transfers, positive Stimmung und ein gehaltener Leistungsträger: Werder Bremen regt endlich wieder die Fantasie an - ein Kommentar.

Bremen – Ob nach der Seuchensaison 2025/26 wirklich alles besser wird beim SV Werder Bremen? Seriös beantworten kann das Mitte Juli, rund sechs Wochen vor dem Pflichtspielauftakt, freilich niemand. Noch ist kein einziges Testspiel absolviert, sind die offenen Fragen viel zu zahlreich – jede Prognose also zwangsläufig windschief. Und doch ist im und um den Verein herum pünktlich zum Trainingsauftakt etwas wahrzunehmen, zaghaft noch, aber definitiv vorhanden: ein Stimmungsumschwung hin zum Positiven.

Sie legen wieder los: Die Profis des SV Werder Bremen sind am Sonntagnachmittag offiziell in die Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 gestartet.

Sie legen wieder los: Die Profis des SV Werder Bremen sind am Sonntagnachmittag offiziell in die Vorbereitung auf die neue Saison 2026/27 gestartet. © gumzmedia

Werder Bremen regt endlich wieder die Fantasie an: Kommentar zum Trainingsstart in die neue Saison 2026/27

Nach dem Fast-Abstieg im Mai, nach grün-weißer Tristesse, nach Rat- und Hoffnungslosigkeit, ist es den Verantwortlichen um Sportchef Clemens Fritz in den vergangenen Wochen gelungen, Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit zu demonstrieren. Sieben (!) Neuzugänge vor dem Trainingsauftakt künden davon, ebenso die komplizierte, aber letztlich erfolgreiche Vertragsverlängerung mit Mitchell Weiser.

Werder Bremen, so der aktuelle Eindruck, erledigt seine Hausaufgaben endlich vor Beginn des Unterrichts und nicht irgendwann dazwischen hektisch auf dem Schulflur. Aus den Fehleinschätzungen des Vorjahres scheinen die Bosse die richtigen Lehren gezogen zu haben. Nochmal: Ob das am Ende in sportlichen Erfolg mündet, bleibt abzuwarten, schließlich verfügen die bisherigen Neuzugänge über so gut wie keine Bundesligaerfahrung. Die Fantasie von Fans und Beobachtern ist aber trotzdem angeregt. So darf es weitergehen.

Kommentar: Werder Bremen darf nicht wieder auf seinem Tafelsilber sitzen bleiben

Entscheidend dabei: Dass Cheftrainer Daniel Thioune aus der stark veränderten Gruppe während der Vorbereitung peu á peu eine Mannschaft formt. Und dass Werder Bremen in diesem Jahr nicht wieder auf seinem Tafelsilber sitzen bleibt. Lukrative Abgänge – die braucht es jetzt dringend, bestenfalls zeitnah. Damit wieder Spielraum zum Gestalten da ist. Und aus dem Stimmungsumschwung hin zum Positiven echte Vorfreude werden kann. (dco)