HSV-Juwel Lemke: Spart der 16-Jährige jetzt einen Transfer?
HSV
Kommentar: Youngster Lemke (16) eröffnet dem HSV viele Chancen
Louis Lemke beweist mit seinen gerade mal 16 Jahren derzeit, dass er beim HSV durchaus eine Alternative auf der linken Abwehrseite sein kann. Ein Kommentar von MOPO-Reporter Tim Meinke.
Zwei Dinge vorweg zur Personalie Louis Lemke. Erstens: Es ist völlig richtig, dass Merlin Polzin vereinsseitig keinen Mega-Hype um den 16-Jährigen kreieren möchte, um ihn zu schützen und öffentlich keinen Druck aufzubauen. Und zweitens: Vor vier Monaten stand an dieser Stelle geschrieben, dass der HSV auf der linken Seite definitiv handeln und einen neuen Backup für Miro Muheim holen sollte. Das Argument damals: Der Youngster ist noch nicht so weit. Aber die vergangenen Wochen zeigten, so viel Einsicht muss sein: Lemke ist es sehr wohl – und bietet dem HSV nun Chancen.
Die Transferliste der Bosse umfasst noch einige Positionen. Ein weiterer Stürmer soll noch kommen. Zudem ein Abwehrchef. Auch ein rechter Schienenspieler. Und eigentlich, so dachte man, klafft ja auch links eine Lücke. Noah Katterbach war in der Vorsaison ohnehin außen vor und kickt jetzt in Braunschweig. William Mikelbrencis, der ein paarmal seitenverkehrt aushalf, ist ebenso weg. Und Fabio Baldé, die offensive Variante für die linke Schiene, zog es nach Straßburg. Während der 21-jährige Flügelspieler zuletzt kaum mehr beim HSV trainierte, schuftete sich einer in die erste Reihe: Lemke.
Lemke begeistert die HSV-Trainer mit Engagement
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Dass er gegen Lille erneut 90 Minuten ran durfte, war keinesfalls nur dem WM-Urlaub des noch nicht ganz fitten Muheim „geschuldet“. Nein, Lemke hat sich jede Testspiel-Sekunde verdient. Weil er im Training durchzieht und häufig Extrameter macht. Weil er schon jetzt zu den intensivsten Profis des Profikaders zählt. Und weil er somit genau das erfüllt, was die Trainer auf seiner Position sehen wollen.
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Die Konsequenz: Offenbar benötigt es hier doch keine externe Lösung. Da der HSV einen Muheim-Vertreter schon in den eigenen Reihen hat, könnte man hier Geld sparen – und andernorts (für Fábio Vieira?) mehr ausgeben. Lemke ist zuzutrauen, sich sogar dauerhaft in Polzins Aufgebot zu etablieren. Momentan wäre das nur logisch.
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Es wird Rückschläge geben, klar. Lemke ist kein fertiger Erstligaspieler, wie auch. Aber Albert Grønbæk kann auch links spielen. Und im Idealfall ist der neue Mann für rechts flexibel und auf der anderen Seite einsetzbar. Das mindert den Druck auf Lemke, den der HSV zu Recht behutsam aufbaut – dem im Zweifel aber kein neuer, teurer Profi vor die Nase gesetzt werden muss.