Zu früh für tot erklärt: Klinik bricht Schweigen zu wilden Gerüchten um König Harald


Krankenhaus reagiert auf wilde Gerüchte um König Haralds Tod

Stand: 03.09.2026, 13:16 Uhr

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König Harald war noch am Leben. Dennoch verbreiteten sich Todesmeldungen rasend schnell. Jetzt äußert sich das Osloer Krankenhaus dazu.

Rund um den Tod von König Harald V. (†89) kursierten in Norwegen wilde Gerüchte – jetzt meldet sich erstmals das Rikshospitalet selbst zu Wort. Bereits am Donnerstag, dem 27. August, hatten zahlreiche Menschen in privaten Nachrichten und auf Social Media behauptet, angeblich verlässliche Quellen aus dem Krankenhaus hätten den Tod des Monarchen bestätigt.

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Tatsächlich lebte Harald zu dem besagten Zeitpunkt aber noch: Er starb erst am Freitagmorgen, dem 28. August, um 6:35 Uhr in der Osloer Klinik. Ins Rollen gekommen waren die Spekulationen, nachdem der Palast am Donnerstagvormittag über den ernsten Gesundheitszustand des Königs informiert hatte. Eine konkrete undichte Stelle weist die Klinik jedoch nicht nach. Gegenüber Dagbladet betont das Krankenhaus jetzt sogar, wie streng man mit vertraulichen Patientendaten umgehe.

Der Sarg von König Harald V. wurde vom Roten Salon in die Schlosskapelle überführt. Der Monarch ist am 28.08.2026 im Alter von 89 Jahren gestorben.

Der Sarg von König Harald V. wurde vom Roten Salon in die Schlosskapelle überführt. Der Monarch ist am 28.08.2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. © Cornelius Poppe/dpa

Krankenhaus reagiert auf Gerüchte um König Haralds Tod

Morten Tandberg Eriksen, Fachdirektor des Osloer Universitätsklinikums, äußerte sich gegenüber Dagbladet wie folgt: „Wir möchten nicht über Behauptungen und Gerüchte spekulieren oder diese kommentieren, die in den sozialen Medien kursieren. Generell möchten wir betonen, dass die Schweigepflicht am Osloer Universitätsklinikum sehr ernst genommen wird und dass möglichen Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit Patientendaten stets gemäß den geltenden Vorschriften und internen Routinen nachgegangen wird.“

Sämtliche Beschäftigte würden durch Schulungen, konkrete Richtlinien und festgelegte Verfahren über die Anforderungen der sogenannten Schweigepflicht informiert. Die Regeln gelten unabhängig von Berufsgruppe und Position. Die Todesmeldungen vom Donnerstag waren am Ende nachweislich falsch.

Elf Tage hatte der König vor seinem Tod im Rikshospitalet gelegen. In seinen letzten Tagen richtete sich die Aufmerksamkeit ganz Norwegens auf die Osloer Klinik – auch die Besuche der Familie wurden in diesem Kontext beobachtet. Zwei Tage vor Haralds Tod wurden der damalige Kronprinz Haakon (53) und seine Ehefrau Mette-Marit (53) beim Verlassen des Krankenhauses gesehen.

Nach dem Tod seines Vaters bestieg Haakon als König Haakon VIII. den norwegischen Thron, Mette-Marit wurde inzwischen Königin. Für die Königsfamilie fielen damit persönliche Trauer und der Thronwechsel zusammen. Die neue Königin sorgt derweil weiterhin für geteilte Meinungen im Land: Eine Umfrage für Dagbladet ergab, dass 37,8 Prozent der Befragten Mette-Marit für wenig oder gar nicht geeignet halten, während 35,8 Prozent sie als geeignete Königin sehen.