Kreiskrankenhaus Rotenburg heißt jetzt Evangelisches Kreiskrankenhaus
Stand: 11.09.2026, 18:03 Uhr
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Das Krankenhaus trägt ab sofort seinen konfessionellen Träger im Namen. Warum die Umbenennung erst jetzt kommt, ließ das Haus auf Anfrage offen.
Rotenburg – Neuer Name, neues Logo, aber ansonsten soll vieles beim Alten bleiben: Das bisherige Kreiskrankenhaus Rotenburg heißt künftig „Evangelisches Kreiskrankenhaus Rotenburg“. Vorgestellt wurde der neue Name jüngst beim Tag der offenen Tür.
Mit der Umbenennung will das Krankenhaus seine evangelische Identität stärker nach außen tragen. Träger des Hauses ist weiterhin der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf. Die bekannte Diakonierose bleibt deshalb auch Bestandteil des Logos. „Wir bekennen uns klar zu unserer evangelischen Identität und zu unseren diakonischen Werten“, erklärt Geschäftsführer Horst Beißel. Gleichzeitig wolle man mit dem neuen Auftritt zeigen, dass das Krankenhaus modern und fest in der Region verwurzelt sei.
Warum die Umbenennung gerade jetzt erfolgt, obwohl sich das Krankenhaus bereits seit Jahrzehnten in evangelischer Trägerschaft befindet, bleibt allerdings offen. Auf entsprechende Fragen unserer Zeitung ging das Krankenhaus in seiner Antwort ebenso wenig ein wie auf Fragen danach, wer die Namensänderung beschlossen hat. Unbeantwortet blieb außerdem, warum weiterhin vom „Kreiskrankenhaus“ die Rede ist und welche Bedeutung das „Kreis“ heute noch hat.
Fest steht: Für Patienten und die Menschen in der Region soll sich durch den neuen Namen nichts Wesentliches ändern. Das Krankenhaus betont zudem, dass das Haus unabhängig von Religion, Herkunft, Alter, Geschlecht, Weltanschauung oder persönlicher Lebensgeschichte allen Menschen offenstehe. Der neue Markenauftritt soll nun nach und nach in den verschiedenen Kommunikationsmedien sichtbar werden.
Anlass für die Vorstellung des neuen Erscheinungsbildes war der Tag der offenen Tür, bei dem Besucher vor allem einen Blick in Bereiche werfen konnten, die ihnen im normalen Krankenhausalltag verschlossen bleiben.
Besonders gefragt waren das Herzkatheterlabor und der Operationsroboter. Mitarbeiter erklärten, welche technischen Möglichkeiten bei der Diagnose und der Behandlung von Herzerkrankungen sowie bei robotergestützten Eingriffen zum Einsatz kommen. Wer die eigene Gesundheit überprüfen wollte, konnte unter anderem Blutdruck und Blutzucker messen lassen.
Auch für Kinder gab es einiges auszuprobieren. Bei einer Mini-Olympiade konnten sie unter anderem lernen, wie ein Gipsverband angelegt wird. Bei einer etwas ungewöhnlicheren „Operation“ mussten Gummibärchen als Patienten herhalten – gefragt waren dabei ruhige Hände und Geschick.
Daneben informierte das Krankenhaus über seine verschiedenen Abteilungen, die ambulante Versorgung und berufliche Möglichkeiten. Auch die Pflegeberufeschule stellte sich vor. Vorträge, unter anderem von Dr. M. Mende, Sektionsleiter der Orthopädie, sowie zahlreiche Informationsstände ergänzten das Programm. Nach Angaben des Krankenhauses nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich über das Haus und seine Arbeit zu informieren. (Carolin Eberth)