Kretschmer fordert Gründung von Autounion zur Rettung von VW in Zwickau
AUDIO: Kretschmer fordert Gründung von Autounion zur Rettung von VW in Zwickau (2 Min)
Kampf um Arbeitsplätze
Stand: 21.10.2026 20:04 Uhr
von MDR SACHSEN
Video: Kretschmer schlägt Autounion für Werk Zwickau-Mosel vor (2 Min)
Um das VW-Werk in Zwickau zu sichern, fordert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) von dem Konzern die Gründung einer neuen Autounion. Die neue Gesellschaft soll demnach das Werk in Zwickau-Mosel übernehmen und wettbewerbsfähig machen, etwa durch neue Entlohnungsmodelle und Innovation.
8.000 Arbeitsplätze in Zwickau gefährdet
Bei Volkswagen in Zwickau stehen reichlich 8.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Hinzu kommen Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben. Die Produktion soll laut dem Konzern ab 2031 auslaufen. Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht zu den Vorschlägen von Kretschmer geäußert.
Die IG-Metall begrüßt einerseits die Anstrengungen der sächsischen Landesregierung, sich für die Rettung des VW-Werkes zu engagieren. Gleichzeitig stellt sie klar: "Jegliche Einmischung in die Tarifautonomie lehnen wir entschieden ab", sagt der IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg, Jan Otto.
Wie es mit dem VW-Werk in Zwickau-Mosel nach 2031 weitergeht, ist bisher ungewiss.
Reminiszenz an glorreiche Vergangenheit
Kretschmer hatte die Idee einer neuen Autounion erstmals im September im Landtag formuliert. Damit spielte er auf glorreiche Zeiten der sächsischen Automobilgeschichte an.
Die Auto Union AG war ein Unternehmen, das 1932 durch den Zusammenschluss der vier Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer entstand und seinen Firmensitz in Chemnitz hatte. Den Namen Autounion will Kretschmer aber eher als Arbeitstitel verstehen.
MDR (sth/cst/mvo)/dpa
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