Polizei-News aus Zürich: Unbekannte brechen in Boutique ein


Kurzmeldungen

Polizei-News aus Zürich: Drei Unbekannte brechen in Boutique nahe Bahnhofstrasse ein – Täter flüchtig

Die neuesten Polizeimeldungen aus der Region.

NZZ-Redaktion, Zürich17.07.2026, 17.25 UhrAktualisiert


Illustration Simon Tanner / NZZ

Drei Unbekannte brechen in Boutique nahe Bahnhofstrasse ein – Täter flüchtig

bai. Am frühen Freitagmorgen haben Unbekannte an der Schlüsselgasse im Zürcher Stadtkreis 1 in eine Boutique eingebrochen. Um 4 Uhr 30 erfuhr die Stadtpolizei davon. Am Tatort stellte die Polizei eine eingeschlagene Schaufensterscheibe fest.

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Laut ersten Erkenntnissen verübten drei Personen den Einbruch in das Verkaufsgeschäft. Anschliessend flüchteten die Täter mit einem weissen Personenwagen mit schwarzem Dach und ausländischem Kennzeichen. Dies geschah, noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen.

Zur Art und Höhe des Deliktsguts können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Für eine umfassende Spurensicherung wurden Spezialisten des Forensischen Instituts hinzugezogen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Stadtpolizei Zürich geführt.

Gemäss Signalement sprachen die drei Täter Französisch, trugen dunkle Kleidung und Hygienemasken.

Die Stadtpolizei bittet Zeugen des Vorfalls in der Umgebung von Schlüsselgasse, Münsterhof und Bahnhofstrasse, sich mit ihr in Verbindung zu setzen (Telefon 044 411 71 17).

Die Zürcher Bäckeranlage ist immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen, so jüngst am Donnerstag.

Die Zürcher Bäckeranlage ist immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen, so jüngst am Donnerstag.

Michael Buholzer / Keystone

Mann in der Bäckeranlage lebensbedrohlich verletzt – mutmasslicher Täter verhaftet

bai. Am Donnerstagmorgen ist es im Zürcher Kreis 4 zu einem folgenschweren Streit gekommen. Um 8 Uhr 30 ging bei der Stadtpolizei die Meldung über eine verletzte Person in der Bäckeranlage ein. Die Polizisten trafen in der Nähe des Klettergerüsts einen lebensbedrohlich verletzten Mann an. Es handelt sich um einen 52-jährigen Deutschen.

Laut ersten polizeilichen Erkenntnissen zog er sich die Verletzungen während der Auseinandersetzung zu. Der Notarzt und die Sanität führten eine Erstversorgung bei dem Verletzten durch. Daraufhin wurde er ins Spital gebracht.

Wie es in dem Communiqué heisst, nahm eine Patrouille der Stadtpolizei in diesem Zusammenhang den mutmasslichen Täter, einen 34-jährigen Iraner, fest.

Der Tathergang und die Hintergründe sind zurzeit noch unklar. Für die Spurensicherung wurden Spezialisten des Forensischen Instituts sowie das Institut für Rechtsmedizin aufgeboten. Die weiteren Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft I für schwere Gewaltkriminalität und die Stadtpolizei.

Diese sucht Zeugen, die Angaben zum geschilderten Vorfall in der Bäckeranlage, in der Nähe des Klettergerüsts, machen können. Sie sind erbeten, sich unter der Telefonnummer 044 411 71 17 zu melden.

Rollerfahrer klaut nach Kollision Lastwagenschlüssel

heu. Am Mittwoch (15. 7.) ist es an der Konradstrasse in Winterthur zu einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Roller gekommen. Kurz vor 8 Uhr fuhr ein 29-jähriger Schweizer mit einem Lieferwagen auf der Konradstrasse. Auf Höhe der Liegenschaft Nummer 7 kam es beim Kreuzen mit einem entgegenkommenden Roller zu einer seitlichen Streifkollision. Verletzt wurde niemand.

Beide Fahrzeuglenker hielten an, um den Unfall zu regeln. Während der Lieferwagenlenker den Schaden am eignen Fahrzeug begutachtete, nahm der unbekannte Rollerfahrer plötzlich den Zündschlüssel des Lieferwagens an sich und flüchtete mit seinem schwarzen Roller in Richtung Neuwiesenstrasse. Der gesuchte Mann wird auf rund 30 Jahre geschätzt. Er war ohne Helm unterwegs, sprach gebrochen Englisch und war mit einem schwarzen Motorroller unterwegs. Die Fahndung nach dem Unbekannten blieb bisher erfolglos.

Die Stadtpolizei Winterthur hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen. Personen, die Angaben zum Unfallhergang oder zur Identität des Rollerlenkers machen können, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Winterthur unter Telefon 052 267 51 52 zu melden.

Eine polnische Pflegehelferin bestiehlt stark pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren

fbi. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine diebische Pflegehelferin erhoben. Die 48-jährige Frau aus Polen betreute während mehrerer Jahre stark pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren in der Schweiz und nützte dabei das Vertrauensverhältnis zu den Betroffenen aus. Sie lebte in den Wohnungen der Patienten, die sie bestahl. In dieser Zeit entwendete sie Bargeld und Wertsachen im Gesamtwert von rund 70 000 Franken, wie die Oberstaatsanwaltschaft in einer Mitteilung vom Dienstag (14. 7.) schreibt.

Gemäss Anklage soll sie zwischen Ende Mai 2023 und Ende November 2025 im Haushalt eines betagten Ehepaars in einer Limmattaler Gemeinde wiederholt Bargeld und Wertgegenstände entwendet haben. Der Wert der gestohlenen Waren beträgt dabei rund 66 000 Franken. Zudem wird ihr vorgeworfen, im Januar 2026 in einem weiteren Privathaushalt im Kanton Luzern einer Seniorin Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 2500 Franken gestohlen zu haben.

Vor wenigen Tagen hat die Staatsanwaltschaft ihre Anklageschrift beim Bezirksgericht in Dietikon eingereicht. Sie wirft der Polin gewerbsmässigen Diebstahl vor und fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie eine Landesverweisung für die Dauer von acht Jahren. Die Pflegehelferin hat die ihr vorgeworfenen Taten in der Untersuchung eingestanden, weshalb die Anklage im abgekürzten Verfahren erhoben worden ist. Das Gericht in Dietikon muss dem Deal zwischen der Beschuldigten und der Staatsanwaltschaft nun noch zustimmen.

Ein Fahrzeug der Polizei in Zürich (Symbolbild).

Ein Fahrzeug der Polizei in Zürich (Symbolbild).

ANDREAS BECKER / KEYSTONE

Suiziddrohung löst Grosseinsatz in Winterthur aus

mit. Am Montagabend (13. 7.) hat die Stadtpolizei Winterthur einen 82-jährigen Schweizer nach einer Suiziddrohung in Sicherheit gebracht. Der Mann sei laut Angaben der Stadtpolizei in ärztliche Betreuung übergeben worden. Ein Polizist sei bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Am Nachmittag hatte die Meldung, dass sich der Mann in einem Wohnquartier in Winterthur-Seen verschanzt habe, einen Grosseinsatz ausgelöst. So rückten Einsatzkräfte der Stadtpolizei Winterthur, der Berufsfeuerwehr sowie von Schutz & Intervention Winterthur aus.

Zudem war die Einsatzgruppe Diamant, die Sondereinheit der Kantonspolizei Zürich, mit Verhandlungsspezialisten vor Ort. Den Spezialisten gelang es nach längeren Gesprächen mit dem Mann, sich Zugang zu der Wohnung zu verschaffen und den Mann in Sicherheit zu bringen. Hintergründe zu den Motiven der Suiziddrohung nannte die Polizei nicht.

Hier bekommen Sie Hilfe:

Wenn Sie selbst Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, wenden Sie sich bitte an die Berater der Dargebotenen Hand. Sie können diese vertraulich und rund um die Uhr telefonisch unter der Nummer 143 erreichen. Spezielle Hilfe für Kinder und Jugendliche gibt es unter der Nummer 147.

Im zweiten Quartal 2026 sind 4 Kilogramm Kokain sichergestellt worden (Symbolbild).

Im zweiten Quartal 2026 sind 4 Kilogramm Kokain sichergestellt worden (Symbolbild).

Annick Ramp / NZZ

900 Kilogramm Rauschgift am Flughafen sichergestellt – 32 Drogenkuriere verhaftet

bai. 900 Kilogramm Betäubungsmittel: So viele Drogen hat die Kantonspolizei im zweiten Quartal des laufenden Jahres am Flughafen Zürich in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sichergestellt. Das sind über 100 Kilogramm weniger als im ersten Quartal: Damals wurden 1071 Kilogramm Drogen gefunden.

Die jüngst sichergestellte Menge setzt sich unter anderem aus rund 700 Kilogramm Marihuana, 8 Kilogramm Haschisch, 12 Kilogramm Ayahuasca und 4 Kilogramm Kokain zusammen. Im ersten Vierteljahr war es bedeutend mehr von dem letztgenannten Rauschgift, nämlich 40 Kilogramm. Dafür wurde im zweiten Vierteljahr dreimal so viel Kat entdeckt, nämlich 176 Kilogramm statt 59 Kilogramm wie im ersten Quartal.

Die Polizei verhaftete 32 Drogenkuriere, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die festgenommenen 25 Männer und 7 Frauen stammen aus insgesamt 16 verschiedenen Nationen. Die Schmugglerinnen und Schmuggler flogen in 23 Fällen von Bangkok, in 3 Fällen von Rio Branco und in je einem Fall von Johannesburg, Tel Aviv, São Paulo, Santo Domingo, Addis Abeba sowie von Dubai nach Zürich. Im ersten Quartal hatte die Polizei 38 Personen festgenommen, unter ihnen 32 Männer und 6 Frauen. Auch damals war der Abflugort mehrheitlich Bangkok, nämlich 35 Mal.

Im Jahr 2025 hatten Polizei und BAZG insgesamt über 3,8 Tonnen Betäubungsmittel sichergestellt, darunter 47 Kilogramm Kokain und 26 Kilogramm Heroin. Ein erheblicher Teil der Drogen – 1,5 Tonnen Marihuana und 150 Kilogramm Haschisch – wurde über Fracht- und Luftpostsendungen eingeführt. Im Zusammenhang mit den Schmuggelaktivitäten nahmen die Behörden 94 Personen fest.

Der ausgeleerte Weizen auf der Winterthurer Schaffhauserstrasse.

Der ausgeleerte Weizen auf der Winterthurer Schaffhauserstrasse.

Stadtpolizei Winterthur

Traktor verliert mehrere Tonnen Weizen auf Fahrbahn

bai. Am Freitag hat ein Landwirtschaftsfahrzeug auf der Schaffhauserstrasse in Winterthur mehrere Tonnen Weizen verloren. Um 15 Uhr fuhr ein Landwirt mit einem Traktor und zwei mit Weizen beladenen Anhängern stadtauswärts. Auf Höhe des Lindspitzes verlor er aus noch ungeklärten Gründen einen grossen Teil der Ladung des vorderen Anhängers. Mehrere Tonnen Weizen verteilten sich auf der Fahrbahn.

Der Vorfall führte zu Verkehrsbehinderungen. Für die aufwendigen Räumungsarbeiten wurde die Schaffhauserstrasse in Fahrtrichtung stadtauswärts und vorübergehend auch in der Gegenrichtung gesperrt.

Verletzt wurde niemand. Spezialisten der Verkehrspolizei ermitteln nun zur Ursache: Sie klären ab, weshalb sich die Ladung gelöst hat und ob sie vorschriftsgemäss gesichert war.

Sechsjähriges Kind stirbt bei Unfall in Oberwinterthur

ael. Am Donnerstagnachmittag (9. 7.) ist in Oberwinterthur ZH ein sechsjähriges Kind von einem Auto überrollt worden. Ein 36-jähriger Autolenker übersah laut der Polizei das Kind vermutlich aufgrund des Blickwinkels, als er von seinem Hausvorplatz über eine Rampe auf die Stadlerstrasse fahren wollte. Trotz sofortiger Hilfe konnte der Notarzt nur noch den Tod des Kindes feststellen. Die Stadtpolizei Winterthur und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Die Stadlerstrasse musste für rund zwei Stunden gesperrt werden.

Frau aus Meilen seit Ende Juni vermisst

ael. Die 47-jährige Andrée Vonarburg aus Meilen (ZH) wird seit Samstag, 27. Juni 2026, vermisst. Letztmals gesehen wurde sie bei der Kirche Allerheiligen in Zürich; an ihren Wohnort ist sie seither nicht zurückgekehrt. Die Vermisste ist rund 175 Zentimeter gross, von fester Statur und hat braune, mittellange, gewellte Haare sowie blaue Augen. Die Kantonspolizei Zürich bittet Personen mit Hinweisen zu ihrem Aufenthaltsort, sich unter 058 648 48 48 zu melden.

Nach einem schweren Vorfall im Massnahmenzentrum Uitikon äussern mehrere Mitarbeiter Kritik.

Nach einem schweren Vorfall im Massnahmenzentrum Uitikon äussern mehrere Mitarbeiter Kritik.

Keystone

Ein jugendlicher Straftäter verletzt bei einer Attacke den Sicherheitschef des Massnahmenzentrums Uitikon

fbi. Ende November 2024 ist es im Massnahmenzentrum Uitikon (MZU), in dem junge Straftäter untergebracht sind, zu einer Attacke auf den Sicherheitschef gekommen. Ein Jugendlicher aus Afghanistan brach dem Mann gemäss einem Bericht des Schweizer Fernsehens (SRF) mit einem Kopfstoss die Nase und versetzte ihm einen Faustschlag. Der angegriffene Sicherheitschef ging blutend zu Boden, konnte den Täter jedoch mithilfe zweier Mitarbeiter niederringen und arretieren.

Inzwischen hat die Jugendanwaltschaft Anklage gegen den Jugendlichen erhoben. Die Attacke hatte einschneidende Folgen für den 62-jährigen Sicherheitschef: Ende Mai 2026 musste er das MZU wegen Invalidität verlassen. Ihn plagen gemäss SRF seit dem Vorfall immer wieder starke Kopfschmerzen und Schwindel.

Im Bericht von SRF äussern mehrere Mitarbeiter Kritik am Massnahmenzentrum und an seiner Führung. So soll der Sicherheitschef bereits vor der Attacke vor dem jugendlichen Angreifer gewarnt haben. Zudem kämpfe die Institution mit Sicherheitsproblemen und personellen Schwierigkeiten. Gegen diese Kritik wehrt man sich beim zuständigen Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung vehement. In einer Stellungnahme heisst es, das Zentrum sei gesetzlich dazu verpflichtet, auch sehr herausfordernde Klienten aufzunehmen.

Das MZU sei eines von drei Zentren in der Deutschschweiz, die solche gewaltbereiten jungen Straftäter aufnehmen müssten. Dafür brauche es eine geeignete Infrastruktur und genügend gut ausgebildetes Personal. Beides sei vorhanden. Zur Personalsituation schreibt das Amt, die Fluktuation beim Personal bewege sich im branchenüblichen Rahmen. Einzig im zweiten Quartal 2025 habe es aufgrund mehrerer krankheitsbedingter Ausfälle einen Engpass gegeben. Deshalb habe man damals einen hoch anspruchsvollen Klienten nicht aufnehmen können.

Kanton Zürich: Zehn Velofahrer bei Unfällen verletzt

ela. Bei mehreren Verkehrsunfällen haben sich am Wochenende zehn Velofahrerinnen und Velofahrer teilweise schwere Verletzungen zugezogen. Das teilt die Kantonspolizei Zürich am Sonntagabend (5. 7.) und am Montagmorgen (6. 7.) mit.

In Hombrechtikon fuhr ein 20-Jähriger am Sonntag um 21 Uhr 20 mit seinem Velo Richtung Feldbach. Auf einer Verzweigung kam ihm ein rotes Auto entgegen. Dieses bog nach links ab, ohne dem Fahrradlenker den Vortritt zu gewähren. Letzterer stürzte. Er wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht. Ob es bei dem Unfall zur Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen gekommen ist, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kantonspolizei. Der beteiligte Lenker beging Fahrerflucht.

Einige Stunden früher verletzte sich ein 81-jähriger Velofahrer in Meilen so schwer, dass er mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden musste. Am Sonntagnachmittag, kurz nach 16 Uhr, fuhr der Mann mit dem E-Bike in Meilen ohne Helm abwärts auf der Dollikerstrasse. Aus noch ungeklärten Gründen stürzte er ohne Dritteinwirkung. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu.

Am Samstag und am Sonntag ereigneten sich auf dem Kantonsgebiet weitere Unfälle mit Velofahrern. Am Samstagvormittag kam es in Boppelsen zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fahrradfahrer. Dieser wurde leicht verletzt. In sieben weiteren Fällen verletzten sich Velofahrerinnen und Velofahrer als Folge von Selbstunfällen leicht bis mittelschwer. Zwei dieser Unfälle ereigneten sich am Samstag in Dietikon und Hütten; die übrigen fünf am Sonntag in Schleinikon, Wädenswil, Rafz, Volketswil sowie Niederweningen.

Unfallstelle an der Seestrasse in Männedorf.

Unfallstelle an der Seestrasse in Männedorf.

Kantonspolizei Zürich

Frontalkollision in Männedorf fordert Todesopfer

bai. Am Freitagvormittag hat sich auf der Seestrasse in Männedorf eine tödliche Frontalkollision ereignet. Um 10 Uhr 20 fuhr eine 74-jährige Autofahrerin auf der Seestrasse Richtung Zürich. Auf Höhe des Orgeli-Wegs kam es zu einer Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Auto. Dieses lenkte ein 18-Jähriger.

Wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt, überholte der mutmassliche Unfallverursacher ein anderes Auto, das im Begriff war links abzubiegen, und prallte frontal mit dem entgegenkommenden Auto zusammen. Dessen 74-jährige Fahrerin erlitt so schwere Verletzungen, dass sie diesen trotz der medizinischen Erstversorgung noch auf der Unfallstelle erlag.

Der mutmassliche Unfallverursacher wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht. An beiden Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden.

Der genaue Unfallhergang wird durch die Kantonspolizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft See/Oberland untersucht. Die Staatsanwältin ordnete beim mutmasslichen Unfallverursacher die Entnahme einer Blut- und Urinprobe an.

Für die Spurensicherung standen Spezialisten der Kantonspolizei im Einsatz. Wegen des Unfalls war die Seestrasse während mehrerer Stunden gesperrt. Die Verkehrsgruppen der Feuerwehren Männedorf-Uetikon sowie Meilen richteten eine Umleitung ein.

Protestcamp gegen Datencenter in Benken wird geräumt

bai. Künstliche Intelligenz erhöht den Bedarf an Rechenleistung. In der Schaffhauser Gemeinde Beringen wird derzeit ein grossflächiges Datenzentrum errichtet. Betreiber ist das amerikanische Unternehmen Stack Infrastructure. Das Projekt sorgte laut Medienberichten für Unruhe in der lokalen Politik. KI-Gegner sehen solche Datencenter kritisch, weil der Ressourcenverbrauch die Klimakrise verstärke und weil damit «Tech-Oligarchen» unterstützt würden.

An der Kantonsgrenze zu Schaffhausen, in der Zürcher Gemeinde Benken, hat eine radikale Gruppe namens Aufstände der Allmende am Donnerstag ein Protestcamp gegen das Datencenter aufgebaut. Und zwar auf dem Feld eines Bauern. Wie die Aktivisten in einem Instagram-Video sagen, duldet der «solidarische» Landwirt ihre Aktion auf seinem Gelände.

Die Kantonspolizei Zürich schritt ein. Sie setzte den Aktivisten eine Frist bis Freitag, 6 Uhr, um das Camp zu räumen. Doch die Protestierenden verstanden laut der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass sie bis am Freitag, 18 Uhr, Zeit hätten. Nun ist die Kantonspolizei den Besetzern entgegengekommen, das Camp muss bis spätestens 18 Uhr geräumt werden.

Jugendliche flüchten mit E-Scootern vor Einsatzkräften

heu. Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagabend (28. 6.) in Otelfingen einen jugendlichen E-Scooter-Lenker ermittelt, der vor der Polizei geflüchtet ist.

Kurz vor 20 Uhr meldeten Anwohner der Einsatzzentrale der Kantonspolizei, dass zum wiederholten Mal Jugendliche unterwegs seien, die sich nicht an die Gesetze hielten. Als die ausgerückten Polizisten die bezeichneten Personen antrafen, flüchteten sie mit ihren E-Scootern. Dabei missachteten sie laut einer Mitteilung der Kantonspolizei diverse Verkehrsregeln und gefährdeten Drittpersonen sowie sich selbst.

Hinweise führten die Polizisten zu einem Tatverdächtigen. Er konnte an seinem Wohnort angetroffen und zur Befragung auf einen Polizeiposten mitgenommen werden. Die Ermittlungen führten schliesslich zu einem weiteren Beteiligten.

Einer der Jugendlichen ist geständig, vor der Polizeikontrolle geflüchtet zu sein, da er unberechtigt mit einem nicht verkehrstauglichen E-Scooter unterwegs gewesen sei. Gegen die beiden 14- und 15-jährigen Jugendlichen aus der Schweiz und aus Portugal wird bei der Jugendanwaltschaft wegen Hinderung einer Amtshandlung, diversen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie des Verursachens von unnötigem Lärm ein Strafverfahren eröffnet. Die Ermittlungen zu weiteren Tatbeteiligten werden fortgeführt.

Gebäude im Kreis 4 nach Brand unbewohnbar

lia. Im Kreis 4 ist am Montagabend (29. 6.) eine Wohnung ausgebrannt. Mehrere Personen mussten durch die Feuerwehr aus dem Gebäude an der Kochstrasse gerettet werden, wie Schutz & Rettung Zürich mitteilt. Einige von ihnen mussten hospitalisiert werden. Das betroffene Gebäude sei wegen starker Rauchentwicklung vorübergehend nicht bewohnbar.

Der Einsatz wurde kurz vor 17 Uhr 30 durch einen Notruf ausgelöst, heisst es in der Mitteilung. Die Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte nach der Evakuierung der Bewohner den Brand rasch löschen. Neun Personen wurden laut den Angaben durch die Sanität vor Ort kontrolliert und medizinisch erstversorgt. Fünf Personen mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Abklärung hospitalisiert werden.

Nach dem Brand mussten die Bewohner von mehreren Dutzend Wohnungen ihr Zuhause verlassen. Die Stadtpolizei unterstützt die Betroffenen laut eigenen Angaben dabei, eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Die Brandursache ist noch unklar und Sache der Ermittlungen.

Brand des Sekundarschulhauses in Elgg

Der Dachstock der Sekundarschule in Elgg hat gebrannt.

Der Dachstock der Sekundarschule in Elgg hat gebrannt.

Kantonspolizei Zürich

bai. Vor zwei Jahren hielt eine Brandserie die Zürcher Landgemeinde Elgg in Atem. Die Brandstifterin, welche acht Feuer gelegt hatte, wurde im letzten September vom Bezirksgericht Winterthur zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Trotzdem dürften bei einigen Dorfbewohnern die Alarmglocken geläutet haben, als erneut die Meldung eines Feuers die Runde machte: Am Montagmittag hat das Sekundarschulhaus an der Bahnhofstrasse gebrannt.

Um 11 Uhr 30 schlugen Flammen aus dem Dach des Schulgebäudes, wie die Kantonspolizei am Montag mitgeteilt hat. Die Feuerwehr konnte den Brand im Dachstock eindämmen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindern.

Personen kamen nicht zu Schaden: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte befanden sich auf einem Schulausflug. Wie es weiter heisst, steht die Sekundarschulpflege Elgg mit den Eltern der Schulkinder in Kontakt und informiert sie direkt über die Weiterführung des Schulbetriebs.

Wegen des Brandes entstand am Dach des Schulhauses sowie in einzelnen Klassenzimmern ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Brandermittler der Kantonspolizei klären nun die Ursache des Feuers. Zur Unterstützung der Brandermittlung wurden das Forensische Institut Zürich sowie ein Drohnenspezialist der Kantonspolizei beigezogen.

Ein technisches Versagen steht im Vordergrund der Ermittlungen, wie es in dem Communiqué heisst. Damit ist auch klar, dass das jetzige Feuer höchstwahrscheinlich nichts mit Brandstiftung zu tun hat.

Bülach: Mehrere Schüsse bei Streit gefallen

ela. Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen sind am späten Dienstagabend (23. 6.) in Bülach Schüsse gefallen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, wie die Kantonspolizei am Mittwoch schreibt.

Die Beteiligten waren mit mehreren Autos unterwegs. Die Polizei fand im Bereich Schaffhauser-/Winterthurerstrasse zwei Fahrzeuge sowie mehrere Patronenhülsen. Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich sichern dort weiterhin Spuren.

Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft ermitteln zu Täterschaft, Tathergang und Motiv. Die Fahndung nach der Täterschaft läuft.

Brand und Explosionen in Feuerwerksdepot bei Uitikon Waldegg

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Wald verhindern.

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Wald verhindern.

Kantonspolizei Zürich

kbh. Ein Feuerwerksdepot bei Uitikon Waldegg ist am späten Freitagabend aus noch ungeklärten Gründen abgebrannt. Auf dem Gelände in einem Waldstück kam es gegen 23 Uhr zu mehreren Explosionen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Beim Eintreffen der Rettungskräfte sei das Gebäude bereits in Brand gestanden. Ein grosser Teil davon sei eingestürzt.

Die Feuerwehr habe den Brand unter grossem Aufwand unter Kontrolle bringen und löschen können. Ein Übergreifen auf den Wald sei verhindert worden. Über mögliche Personenschäden sei noch nichts bekannt.

In der Nacht begannen laut der Mitteilung Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei und des Forensischen Instituts Zürich mit Spurensicherungsarbeiten. Die Ursache der Explosionen und des Feuers untersuchen die Kantonspolizei und die zuständige Staatsanwaltschaft in Absprache mit der Bundesanwaltschaft.

46-Jähriger entführt und in Wohnung in Winterthur festgehalten

bai. Anfang Woche hat sich im Kanton Zürich eine Entführung ereignet. Ein Mann wurde am Montagabend in Wallisellen von vier ihm bekannten Männern bedroht und gezwungen, zusammen mit ihnen in ein Fahrzeug zu steigen. Sie brachten ihn nach Winterthur.

Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, ging daraufhin bei ihr in der Nacht auf Dienstag um 2 Uhr eine Meldung ein. Es hiess, dass ein Mann in einer Wohnung in Winterthur gegen seinen Willen festgehalten werde. Die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Winterthur rückten aus und trafen dort zwei der mutmasslichen Entführer sowie das Opfer an.

Die beiden 42-jährigen Täter aus Montenegro wurden verhaftet. Beim Opfer handelt es sich um einen 46-jährigen Slowaken. Er war unverletzt.

Im Zuge der Ermittlungen konnten die zwei weiteren mutmasslich an der Tat beteiligten Männer verhaftet werden. Es handelt sich um einen 30-jährigen Montenegriner sowie seinen 35-jährigen Landsmann.

Die vier verhafteten Männer wurden nach den polizeilichen Befragungen der Staatsanwaltschaft zugeführt. Wie es im Communiqué heisst, hat die zuständige Staatsanwältin unterdessen für alle Festgenommenen Untersuchungshaft beantragt.

Der genaue Tatablauf und das Motiv sind zurzeit nicht geklärt und bilden den Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Diese führt die Kantonspolizei Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft.

Mann nach Sturz auf Gleise am Hauptbahnhof tödlich verletzt

Am Mittwochabend ist es am Hauptbahnhof zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Am Mittwochabend ist es am Hauptbahnhof zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Michael Buholzer / Keystone

bai. Am Zürcher Hauptbahnhof ist am späten Mittwochabend ein Mann zwischen das Perron und einen ausfahrenden Zug gefallen. Dabei kam er ums Leben.

Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt, meldeten Passanten um 23 Uhr, dass eine leblose Person auf den Schienen beim Gleis 4 liege. Trotz Reanimation durch die Rettungskräfte erlag der 59-jährige Mann seinen Verletzungen noch am Unglücksort.

Wie es weiter heisst, kann eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden. Der Mann habe sich mutmasslich zu nahe an der Perronkante aufgehalten. Er sei aus bisher ungeklärten Gründen aus dem Gleichgewicht geraten. Daraufhin sei er zwischen dem Perron und dem ausfahrenden Zug auf die Geleise gefallen.

Neben der Kantonspolizei standen ein Notarzt sowie ein Sanitätswagen von Schutz und Rettung im Einsatz. Zudem waren die Transportpolizei, Sicherheitsleute von der Transsicura, SBB-Funktionäre sowie ein Staatsanwalt anwesend.

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