Kyle Chandler geht seine „Lanterns“-Rolle nahe: „Ich habe meinen Dad verloren, als ich 14 war“
Stand: 11.10.2026, 14:00 Uhr
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Als Superheld Hal Jordan kämpft Kyle Chandler in der HBO Max- Serie „Lanterns“ mit den Schatten der Vergangenheit. Doch auch im wirklichen Leben hat der Schauspieler einen schmerzhaften Verlust erlebt.
Es war ein emotionaler Moment, mit dem Kyle Chandler selbst offenbar nicht gerechnet hatte. Als der Schauspieler das Finale seiner Superheldenserie „Lanterns“ ansah, wurde ihm noch einmal bewusst, wie viel ihm die gemeinsame Arbeit mit seinem Kollegen Aaron Pierre bedeutete. Besonders eine Abschiedsszene zwischen ihren Figuren ging ihm nahe. „Ich musste mir tatsächlich vorsichtig eine Träne wegwischen, damit meine Frau sich nicht über mich lustig macht“, erzählte Chandler gegenüber teleschau.
Doch hinter seiner emotionalen Reaktion steckt mehr als die Erinnerung an intensive Dreharbeiten. Für Chandler, der als Hal Jordan einen erfahrenen Green Lantern verkörpert, hat die Vater-Sohn-Beziehung zwischen seiner Figur und dem jüngeren John Stewart eine zutiefst persönliche Bedeutung. Denn der Schauspieler verlor seinen eigenen Vater, als er gerade einmal 14 Jahre alt war.
„Ich konnte das tun, was mein Vater für mich getan hätte“
„Ich habe meinen Dad verloren, als ich 14 war“, erinnerte sich Chandler im Gespräch. Die besondere Verbindung zwischen den beiden Superhelden habe sich erst während der Dreharbeiten richtig herauskristallisiert. Dabei sei es zunehmend darum gegangen, Lebenserfahrung weiterzugeben und füreinander einzustehen. Am Ende habe John Stewart sein Herz gewonnen. „Ich konnte das tun, was mein Vater für mich getan hätte“, erklärte der Schauspieler.
Eine Aussage, die zeigt, wie eng für Chandler die Erfahrungen seiner Kindheit mit seiner Arbeit verbunden sind. Was auf den ersten Blick wie eine Geschichte über zwei Superhelden erscheint, wurde für ihn auch zu einer Auseinandersetzung mit Verlust, Vertrauen und der besonderen Verbindung zwischen Vätern und Söhnen.
Dabei entwickelte sich auch zwischen Chandler und seinem 32-jährigen Kollegen Aaron Pierre eine enge Freundschaft. Sechs Monate lang standen die beiden gemeinsam vor der Kamera, häufig an Drehtagen von zwölf bis vierzehn Stunden. Dass aus der Zusammenarbeit eine echte persönliche Verbindung entstand, war für beide alles andere als selbstverständlich.
„Lanterns“ erzählt von zwei intergalaktischen Gesetzeshütern
Wie gut sich die beiden verstanden, zeigte sich sogar während besonders anstrengender Nachtdrehs. Während der Dreharbeiten zu einer emotionalen Autoszene zogen sie sich gemeinsam in Pierres Wohnwagen zurück und sahen Ausschnitte aus dem Musicalklassiker „Oliver Twist“. Ein Lied daraus habe Chandler anschließend noch wochenlang vor sich hin gesummt.
Dass die gemeinsame Zeit nun vorerst vorbei ist, beschäftigt den Schauspieler noch immer. Beim Ansehen der letzten Szene habe ihn das Gefühl überwältigt, sich von alten Freunden und vielen gemeinsamen Erinnerungen zu verabschieden. Für Chandler war es ein Moment, in dem plötzlich die gesamte Arbeit der vergangenen Monate zusammenkam.
Die achtteilige DC-Serie „Lanterns“, deren Staffelfinale am 5. Oktober veröffentlicht wurde, erzählt von den beiden intergalaktischen Gesetzeshütern Hal Jordan und John Stewart. Neben den spektakulären Superheldenmomenten stehen dabei vor allem menschliche Konflikte, Vertrauen und die Weitergabe von Verantwortung im Mittelpunkt. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)