Landkreis Dachau: 2877 Menschen verdienen mehr als 6000 Euro im Monat


Stand: 06.09.2026, 18:17 Uhr

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Das Gehalt im Blick: Viele Spitzenverdiener arbeiten in der Unternehmensführung und -organisation.

Das Gehalt im Blick: Viele Spitzenverdiener arbeiten in der Unternehmensführung und -organisation. © afa

Das mittlere Bruttoentgelt von Vollzeitbeschäftigten im Landkreis Dachau liegt bei 4012 Euro. Die meisten Spitzenverdiener arbeiten in der Unternehmensführung und -organisation.

Landkreis – 4.012 Euro – so viel betrug 2025 das mittlere monatliche Bruttoentgelt von Vollzeitbeschäftigten im Landkreis Dachau. In ihrer Entgeltstatistik schlüsselt die Bundesagentur für Arbeit die Gehälter in den einzelnen Berufen auf. Gegenüber dem Vorjahr sind die Entgelte erneut gestiegen, wie die Bundesagentur in einer Presseinformation mitteilt: um 187 Euro oder 4,9 Prozent. Doch wer verdient besonders gut? Welche Rolle spielen Qualifikation und Berufserfahrung? Und in welchen Branchen sind die Verdienstmöglichkeiten am höchsten? Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geben Antworten darauf.

Nur Vollzeitbeschäftigte berücksichtigt

Die Daten werden auf Grundlage der Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung erhoben. Daraus ergibt sich ein sehr genaues Bild, da sehr viele Daten zur Verfügung stehen. Allerdings werden dabei nur sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte berücksichtigt, keine Teilzeitkräfte.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 28.108 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte im Landkreis Dachau betrachtet. In der Tabelle sind die Tätigkeiten aufgelistet, in denen es im Landkreis jeweils mehr als 500 Beschäftigte gibt.

Besonders gut verdient wird im Landkreis in der Unternehmensführung und -organisation. 2.898 Menschen arbeiten in Vollzeit in diesem Bereich, und 955 von ihnen verdienen mehr als 6000 Euro. Im Bereich Unternehmensorganisation/-strategie verdienen 552 Beschäftigte mehr als 6000 Euro, bei 1271 Beschäftigten insgesamt. Im Bereich Einkauf/Vertrieb/Handel erhalten 551 Menschen mehr als 6000 Euro (insgesamt 1320 Beschäftigte). 490 Beschäftigte in der Technischen Entwicklung/Konstruktion/Produktionssteuerung gehören zu den Spitzenverdienern, bei insgesamt 1013 Beschäftigten. Im Bereich Informatik/Informations- und Kommunikationstechnik sind es 329 bei insgesamt 722 Beschäftigten.

Am anderen Ende des Lohngefüges befinden sich die 673 Beschäftigten im Bereich der Lebensmittelherstellung/-verarbeitung. 268 von ihnen verdienen zwischen 2000 und 3000 Euro, 40 der Vollzeitbeschäftigten sogar weniger als 2000 Euro. Auch im Bereich „Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten“ (gesamt: 2153) erhalten 89 Menschen weniger als 2000 Euro. Ähnlich ist es bei den Verkaufsberufen: Hier verdienen von insgesamt 1271 Beschäftigten 94 weniger als 2000 Euro, obwohl sie in Vollzeit arbeiten. Allerdings erhalten die meisten Beschäftigten, nämlich 397, zwischen 3000 und 4000 Euro.

Frauen verdienen weiterhin weniger

Auch im Jahr 2025 zeigen sich Unterschiede beim Durchschnittsentgelt von Frauen und Männern, so die Bundesagentur. Männer, die im Landkreis Dachau arbeiteten, erzielten ein mittleres monatliches Bruttoentgelt von 4.072 Euro, Frauen kamen auf 3.875 Euro. Damit liegt der Unterschied bei 198 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist die Differenz um drei Euro gestiegen. Dieser sogenannte unbereinigte Gender-Pay-Gap habe verschiedene Ursachen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die unterschiedlichen Berufsfelder bzw. Branchenschwerpunkte von Frauen und Männern. Auch die bei Frauen häufiger vorkommenden familienbedingten Erwerbsunterbrechungen verzögern oder verhindern teilweise berufliche Entwicklungsmöglichkeiten – und in diesem Zuge höhere Erwerbseinkommen.

Landkreis im bayerischen Vergleich

Bundesweit lag das durchschnittliche Entgelt für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2025 bei 4.217 Euro, bayernweit bei 4.363 Euro. Der Landkreis Dachau rangierte damit im Vergleich mit den anderen bayerischen Landkreisen und Städten eher im Mittelfeld. Die höchsten Löhne in Bayern wurden in Erlangen mit 6.083 Euro, Ingolstadt mit 5.937 Euro und München mit 5.600 Euro erzielt. Am niedrigsten lagen die mittleren Entgelte in den Landkreisen Hof (3.464 Euro), Coburg (3.470 Euro) und Kronach (3.494 Euro).

Die regionalen Unterschiede lassen sich unter anderem durch die Wirtschaftsstruktur, die Branchen und die Betriebsgrößen erklären, so die Bundesagentur. Größere, häufig tarifgebundene Unternehmen zahlen zumeist höhere Löhne. Auch Konzernsitze sowie gut bezahlte Bereiche in Forschung und Entwicklung können das regionale Entgeltniveau beeinflussen. Regionen mit stärker von kleineren Betrieben geprägten Wirtschaftsstrukturen weisen dagegen häufig eher niedrigere Medianentgelte auf.

mm