Lauchkuchen backen, Brettspiel bohren: 25 Jugendliche testen Berufe in Eschwege
Stand: 19.10.2026, 08:05 Uhr
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Bei der Orientierungsphase von AQUA in Eschwege probieren 25 Jugendliche vier Tage lang verschiedene Berufsfelder aus. Neben Kochen und Elektrotechnik steht auch Hoga-Service auf dem Programm.
Eschwege – In der Küche duftet es nach frisch gebackenem Lauchkuchen, in der Holzwerkstatt entstehen aus einfachen Holzstäbchen präzise Spielfiguren und draußen wird die Grünanlage fachmännisch auf „Vordermann“ gebracht: Die Orientierungsphase bei „Aqua“ (Ausbildung, Qualifizierung und Arbeit) der Werkstatt für junge Menschen in Eschwege ist in vollem Gange.

Insgesamt 25 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 30 Jahren nutzen derzeit die Gelegenheit, in vier intensiven Tagen verschiedene Berufsfelder hautnah auszuprobieren und durch praktisches Tun ihre eigenen Kompetenzen und Stärken zu entdecken.
Praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt
Vor dem Teilnehmer Mohammad liegt ein großes, aufgeschlagenes Buch. Jeder Schritt der Kochanleitung ist hier mit Bildern beschrieben. „Heute backen wir Lauchkuchen“, erklärt die Sozialpädagogin und Anleiterin Iris Sennhenn, während sie zeigt, wie der Teig richtig ausgerollt wird. Das ist gar nicht so einfach, findet Mohammad. Wurst garen, Lauch in Ringe schneiden, abkühlen lassen und Eier aufschlagen – jeder Arbeitsschritt erfordert Konzentration und die richtige Reihenfolge. „Das macht Spaß“, sagt Mohammad sichtlich motiviert.
Gleich nebenan widmen sich andere Jugendliche der Elektrotechnik. Fachanleiter Norbert Rust demonstriert Schritt für Schritt, wie ein Kabel fachgerecht abisoliert wird, um eine Schaltung zu verlegen. Ein paar Räume weiter wird gesägt und gebohrt: Unter der fachlichen Anleitung von Oliver Mosebach bedient eine junge Frau eine Ständerbohrmaschine. Ihr Ziel ist es, Löcher in ein sechseckiges Spielbrett zu bohren – der erste Schritt zur handgemachten Herstellung eines eigenen Brettspiels.
Fokus liegt dieses Jahr auf Gastronomie
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auch auf dem Bereich Hoga-Service (Hotel- und Gaststätten-Service). Hier erproben sich die Teilnehmer unter der Regie der sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen Veronika Genzel und Samantha Hannig in klassischen Dienstleistungsaufgaben rund um die Gastronomie und die Gästebetreuung. Auf dem Plan steht unter anderem, wie man Tische fachgerecht eindeckt, diese für Gäste ansprechend gestaltet und kunstvolle Servietten faltet. Als besonderen, praktischen Höhepunkt durften die Jugendlichen zudem Fruchtspieße anfertigen und diese mit einem feinen Schokoguss veredeln – eine Übung, die handwerkliches Geschick und Kreativität gleichermaßen fordert. (Salzmann)