Läuft schon bei den Löwen


Stand: 25.08.2026, 00:43 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Immer schön dagegenhalten: Löwe Daniel Pfaffengut im Spiel gegen Nürnberg.

imago1081784801.jpg © IMAGO/Hockeypics - Eva Fuchs

Ein Ur-Bayer geht in der neuen hessischen Heimat voran: Konrad Abeltshauser fällt unter den Löwen auf. Und die ganze Mannschaft stellt nach ersten Tests ihren Trainer zufrieden.

Frankfurt – Manchmal gelingt eben einfach alles. Am Freitag hatte Konrad Abeltshauser in seinem ersten Spiel für die Löwen Frankfurt gleich zwei Tore geschossen, am Samstag machte er einfach so weiter, wenn auch in weniger offiziellem Rahmen. Bei der spontanen Torschuss-Challenge nach dem Training jedenfalls landete der neuerdings nach Hessen ausgewanderte Ur-Bayer einen Treffer nach dem anderen, rechts in den Winkel, links in den Winkel, überall, die Kollegen hatten schon ein Grinsen im Gesicht. Und Abeltshauser auch, als er vom Eis ging und schlicht kommentierte: „Wenn‘s laaft, dann laaft‘s“, im breiten Tonfall seiner Heimat.

Der neue Verteidiger des Eishockey-Erstligisten, gekommen als vierfacher deutscher Meister mit Red Bull München, will vorangehen, das war auch beim ersten gemeinsamen Betriebsausflug zu spüren. Beim Gäubodencup in Straubing, veranstaltet von den hiesigen Tigers, war Abeltshauser auffälligster Löwe, nicht nur wegen der beiden Tore. Und das Ende war ein glückliches: Der erste Test am Freitag gegen die Grizzlys ging zwar 4:6 verloren, durch zwei Gegentreffer in den letzten beiden Minuten. Am Sonntag aber folgte ein 3:1 gegen die Nürnberg Ice Tigers, in einem freundschaftlichen Turnier unter DEL-Konkurrenten.

„Wir haben schon sehr viel richtig gemacht“, lobte Headcoach Tom Pokel danach. Insbesondere mit dem Defensivverhalten beim Spiel Fünf gegen Fünf war er sehr zufrieden, daran hat man in den ersten beiden Wochen der Vorbereitung viel gearbeitet. Auch mit dem Powerplay – den zwei Abeltshauser-Treffern in Überzahl vom Freitag folgte ein weiterer durch Linus Fröberg am Sonntag. Und mit dem Lernerfolg im Penaltykilling, das gegen Wolfsburg noch nicht gut funktionierte. Aber nach einem Videostudium und einer Trainingseinheit tags drauf mit diesem Themenschwerpunkt deutlich besser gegen Nürnberg.

Der nächste Test steht am Freitag bei den Kölner Haien an. Und bis dahin? „Jetzt kommt es auf die Entscheidungen mit dem Puck an“, kündigte Pokel vor der Abreise aus seiner langjährigen Straubinger Heimat an. Der nächste Teil der Vorbereitung gilt der Offensive: „Wir wollen den Jungs zeigen, was möglich ist mit der Scheibe.“

Eine Entwarnung gab es nach der Rückkehr obendrein: Center Brandon Biro, gegen Nürnberg leicht angeschlagen vorzeitig in der Kabine verschwunden, hat es nicht ärger erwischt. Am Dienstag sollte er wieder trainieren. Und Konrad Abeltshauser war fürs Erste schon glücklich. Endlich wieder spielen: „Es gibt einfach nix Schöneres“, strahlte er am Freitag, trotz der unglücklichen Niederlage gegen Wolfsburg. Und die eigene Leistung? „Weltklasse“, witzelte der Doppeltorschütze, im Ernst: „Wir haben hart trainiert. Man sieht schon, dass das Früchte trägt.“ Ein Anfang ist gemacht. Und Abeltshauser hatte eine Idee, wie das weitergehen könnte: „Hart arbeiten, Spaß haben, als Team zusammenstehen. Wenn wir so weitermachen, gehen wir in die richtige Richtung. Und dann wird das eine schöne Saison für uns.“