Lebensqualität-Ranking: Luxemburg schlägt die Welt – München jubelt, Berlin verliert


Berlin schafft es im weltweiten Vergleich nur ins Mittelfeld: Platz 28. An der Spitze steht zum zweiten Mal in Folge Luxemburg-Stadt.

Das geht aus der Studie „Mapping the World´s Prices“ hervor, die das Research-Institut der Deutschen Bank jedes Jahr im Juli vorlegt. Für das Ranking bewerteten die Autoren 69 Städte nach Kaufkraft, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Wohnkosten, Luftqualität und Pendelzeiten.

Nicht die reichste Stadt führt die Liste an, sondern die mit dem besten Verhältnis aus Einkommen und Lebenshaltungskosten.

Luxemburg verteidigt Platz eins – Bus und Bahn kostenlos

Luxemburg-Stadt liegt vor Kopenhagen, Amsterdam und Wien. Ein Grund ist das Geld: Beim Nettogehalt belegt das Großherzogtum weltweit Rang sechs, im Schnitt rund 5.200 US-Dollar (etwa 4.540 Euro) im Monat. Nach Abzug von Miete und Fixkosten bleibt vielen mehr übrig als anderswo.

Dazu kommt ein Angebot, das in Europa einzigartig ist: Busse, Trams und Züge fahren im ganzen Land gratis.

Doch der Spitzenplatz hat seinen Preis. Die Mieten sind laut Deloitte Property Index die höchsten Europas, für Zugezogene ohne Eigentum ist der Wohnungsmarkt eine echte Hürde. Auch eine Taxifahrt ist teuer – teurer sind laut Untersuchung nur Zürich und Genf.

München in den Top 5, Frankfurt pendelt am schnellsten

Die große Überraschung unter den deutschen Städten ist München. Die bayerische Landeshauptstadt klettert um acht Plätze auf Rang vier und teilt ihn sich mit Wien. Getragen wird der Sprung von hoher Kaufkraft und guten Werten bei Sicherheit und Gesundheitsversorgung. Beim Durchschnittsgehalt liegt München mit gut 3.600 Euro netto auf Rang 16.

Knapp dahinter folgt Frankfurt am Main auf Platz sechs. Deutschlands Finanzmetropole hat weltweit die kürzesten Arbeitswege und punktet zusätzlich mit niedriger Luftverschmutzung.

Städte-Ranking: Berlin fällt auf Platz 28 zurück

Für Berlin fällt das Ergebnis ernüchternd aus. Die Hauptstadt ist mit Rang 28 die schwächste der vier deutschen Städte in den Top 50. In der Vorjahresausgabe hatte Berlin noch auf Platz 20 gelegen.

Damit rutscht die Stadt genau dorthin, wo teure Metropolen im Ranking generell abfallen: Hohe Wohnkosten und lange Wege drücken die Wertung. Große Finanzzentren wie Paris (43), New York (46), London (47) und Hongkong (55) landen noch weiter hinten.

Tokio wird billiger – gegen den weltweiten Trend

Während europäische Städte immer teurer werden, geht Tokio den umgekehrten Weg. Die japanische Hauptstadt wird nicht teurer, sondern billiger.

Hintergrund ist der schwache Yen, der seit Jahren gegenüber dem US-Dollar verliert, während die Preise in Japan deutlich langsamer steigen. Ein Essen zu zweit kostet in Tokio inzwischen weniger als in Warschau oder Prag, ein iPhone ist nirgends auf der Welt so günstig.

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