Leerstand in Hameln-Pyrmont: Zahlen zum Wohnungsmarkt im Landkreis im Überblick


Stand: 29.09.2026, 19:51 Uhr

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Leerstand in Hameln-Pyrmont: Zahlen zum Wohnungsmarkt im Landkreis im Überblick

Im Landkreis Hameln-Pyrmont standen im Jahr 2022 insgesamt 4.768 Wohnungen leer. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Aktuelle Daten zeigen, wie sich Wohnungsbau und Leerstand im Landkreis Hameln-Pyrmont zuletzt entwickelt haben. Die Zahlen im Überblick.

Hameln-Pyrmont – In Niedersachsen hat sich beim Thema Wohnen und Mieten zuletzt einiges bewegt. Grundlage dafür ist eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung. In den meisten Landkreisen und Städten des Landes fiel die Leerstandsquote demnach etwas höher aus als früher, gleichzeitig entstanden neue Wohnungen. Nun liegen auch für den Landkreis Hameln-Pyrmont konkrete Zahlen vor.

Wohnentwicklung in Hameln-Pyrmont: 1.478 neue Wohnungen zwischen 2020 und 2025

Insgesamt 1.478 Wohnungen wurden im Landkreis Hameln-Pyrmont zwischen 2020 und 2025 fertiggestellt. Zu Beginn des Zeitraums fiel die Bilanz eher verhalten aus: 2020 kamen 162 Wohnungen hinzu, 2021 waren es 149. Deutlich mehr Bewegung gab es anschließend mit 428 neuen Wohnungen im Jahr 2022 und 399 im Jahr 2023. Danach ging die Zahl wieder zurück – auf 183 im Jahr 2024 und 157 im Jahr 2025. Die Zahlen stammen aus einer Sonderauswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

JahrNeu fertiggestellte Wohnungen
2020162
2021149
2022428
2023399
2024183
2025157
Gesamt für den Zeitraum1478

Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen

Die Leerstandsquote im Landkreis ist dagegen leicht zurückgegangen. Erhoben wurden die Werte zuletzt zu den Erhebungsstichtagen des Zensus 2011 und des Zensus 2022. Lag die Quote 2011 noch bei 6,2 Prozent, waren es 2022 nur noch 5,9 Prozent – ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Mittel legte die Leerstandsquote in Niedersachsen zwischen 2011 und 2022 um 0,653 Prozent zu. Die nächste Erhebung dieser Art ist voraussichtlich mit dem geplanten Zensus 2031 zu erwarten.

Leerstand im Landkreis Hameln-Pyrmont: Die Gründe im Überblick

Der Statistik zufolge standen im Jahr 2022 im Landkreis Hameln-Pyrmont insgesamt 4.768 Wohnungen leer. 1.577 davon hätten innerhalb von drei Monaten wieder bezogen werden können. Bei 1.161 Wohnungen liefen Baumaßnahmen oder waren geplant, bei 104 stand ein Abriss oder Rückbau an. Die übrigen Wohnungen verteilen sich auf Verkäufe, eine künftige Selbstnutzung oder sonstige Gründe.

Innerhalb von 3 Monaten für den Bezug verfügbar1577
Laufende bzw. geplante Baumaßnahmen1161
Geplanter Abriss oder Rückbau104
Verkauf des Gebäudes oder der Wohnung396
Künftige Selbstnutzung443
Sonstiger Grund1088
Insgesamt4768

Quelle: Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik der Baufertigstellungen

Wohnungsmarkt in Niedersachsen: Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau 2025 um rund 20 Prozent gestiegen

Für ganz Niedersachsen ergeben die Daten zu Wohnungsmarkt und Leerstand kein einheitliches Bild. Zwar entstanden zwischen 2020 und 2025 in vielen Städten und Landkreisen neue Wohnungen, zugleich stieg die Leerstandsquote in den meisten Regionen leicht an. Die Bundesregierung verweist auf mehrere Maßnahmen, durch die Wohnraum bezahlbar, verfügbar und umweltverträglich bleiben soll. Wohnen gilt dabei sowohl als soziales Gut als auch als Investitionsgut. Angestrebt wird ein Ausgleich zwischen diesen Interessen, damit genügend Wohnraum zu bezahlbaren Preisen entsteht.

Die Förderzahlen im sozialen Wohnungsbau sind nach Angaben der Bundesregierung in den vergangenen Jahren deutlich nach oben gegangen. Zurückzuführen sei das auch auf die umfangreiche finanzielle Unterstützung des Bundes – und zwar trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten sowie rückläufiger Baugenehmigungen. In Niedersachsen stieg die Zahl der geförderten Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau im Jahr 2025 demnach um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.