Cruz Hewitt erreicht Juniorenfinale in Wimbledon - Federer-Töchter jubeln


Aktualisiert12. Juli 2026, 01:31

Cruz HewittLegenden-Sohn im Wimbledonfinal – Federer-Töchter feiern mit

Cruz Hewitt (17) hat bei seinem Einzug in den Juniorenfinal Wimbledons prominente Unterstützung. Die Familie Roger Federers feuert den Sohn von Lleyton Hewitt vor Ort an.

Florian Gnägi

Darum gehts

Lleyton Hewitt (45) dürfte auch auch den meisten Schweizer Tennisfans (zumindest jenen über 30) noch ein Begriff sein. Der Australier war einst die Weltnummer 1 und duellierte sich Anfangs der 00er Jahre mit Roger Federer (44) an der Weltspitze. Hewitts 17-jähriger Sohn Cruz (ATP 1768) hat offensichtlich einiges vom Talent seines Vaters geerbt – in Wimbledon zog er in den Juniorenfinal ein und hatte dort prominente Unterstützung dabei.

Unter den Fans an der Church Road befanden sich nämlich auch Roger Federer und seine Familie. Nach seinem Sieg umarmte Cruz Hewitt die beiden Federer-Töchter Charlene Riva und Myla Rose bevor er auch Mirka Federer begrüsste und Rogers Vater Robert Federer die Hand schüttelte.

Federer und Hewitt: Von Rivalen zu Freunden

«Früher waren sie noch Gegner», scherzte Robert gemäss englischen Medien gegenüber Cruz' Mutter Bec Hewitt, als die Familien Federer und Hewitt nach dem Spiel einen gemeinsamen Moment genossen.

Cruz Hewitt mit den Federer-Twins in Melbourne Anfangs des Jahres.

Cruz Hewitt mit den Federer-Twins in Melbourne Anfangs des Jahres.IMAGO/Shutterstock

Die Freundschaft zwischen den Hewitts und den Federers hat sich in den letzten Jahren vertieft. Bereits beim Australian Open waren Federers Kinder zusammen mit dem jungen Hewitt Cruz Seite an Seite zu sehen. Nun in Wimbledon weilten die Kinder der Schweizer Tennislegende schon bei vorherigen Partien des talentierten Australiers vor Ort.

Auch Papa Hewitt fiebert mit

Lleyton Hewitt, der 2002 bei den Erwachsenen Wimbledon gewann, verfolgte das Halbfinalspiel seines Sprösslings stolz vom Spielfeldrand aus. «Er steht hinter mir. Er gibt mir ein paar Tipps, ist aber vor allem da, um mich zu unterstützen. Jedes Mal, wenn ich zu ihm hinüberblicke, strahlt er Positivität aus, und das spornt mich ebenfalls an», schwärmt der Teenager, der am Sonntag gegen den US-Amerikaner Jordan Lee (ATP 1768) um den Junioren-Titel beim grössten Rasenturnier der Welt kämpft.

Lleyton Hewitt und Bec Hewitt schauen ihrem Sohn zu.

Lleyton Hewitt und Bec Hewitt schauen ihrem Sohn zu.Getty Images

«Er ist ziemlich stolz. Ich glaube, er ist zufrieden damit, wie weit ich gekommen bin – mit meiner Mentalität, meinem Spielstil – er war ziemlich glücklich», sagt Cruz Hewitt über seinen Papa. Trotz der Wimbledon-Erfolge seines Vaters sagte Cruz, er werde vor seinem Final keinen besonderen Rat einholen. «Ich glaube nicht, dass ich mir darüber Gedanken machen muss. Vielleicht sagt er etwas, aber nein, ich werde einfach alles geben. Ich denke, ich werde versuchen, es auch zu geniessen.»

Was denkst du über Kinder berühmter Sportler, die in die Fussstapfen ihrer Eltern treten?

Das ist eine tolle Sache, wenn sie das Talent geerbt haben.

Sie haben es einfacher, aber der Erwartungsdruck ist enorm.

Jeder soll seinen eigenen Weg gehen, egal wer die Eltern sind.

Oft schaffen sie den Durchbruch nicht, der Name allein reicht nicht aus.

Ich finde es spannend, diese Entwicklungen zu verfolgen.

Das ist mir eigentlich egal.

Florian Gnägi

Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.

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