Dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin: Letzte Umfrage sieht Linke knapp vor CDU – wer gewinnt?


Letzte Umfrage kurz vor der Berlin-Wahl: Linke hauchdünn vorn – CDU schöpft Hoffnung

Stand: 18.09.2026, 13:39 Uhr

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Vor der Berlin-Wahl zeichnet sich ein enges Rennen ab. In der letzten Umfrage liegt die Linke knapp vor der CDU. Das BSW steht bei 5 Prozent.

Berlin – Die Berlin-Wahl 2026 verspricht Hochspannung. Das zeigt auch die letzte Umfrage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in der Hauptstadt. Nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA zeichnet sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linkspartei und der CDU ab.

Die Spitzenkandidaten für die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin, Elif Eralp (Die Linke) und Stefan Evers (CDU) stehen vor Beginn der RBB-Wahlarena zusammen im Studio.

Elif Eralp (Die Linke) und Stefan Evers (CDU) stehen in der letzten Umfrage vor der Berlin-Wahl 2026 am besten da. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Zahlen sehen dabei wie folgt aus: Die Linke kommt in der Umfrage im Auftrag von Volt Berlin auf 21 Prozent. Dicht dahinter folgen die Christdemokraten mit 20 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt die AfD mit 18 Prozent. Die Grünen stehen bei 15 Prozent, die SPD bei 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt in der INSA-Erhebung auf knapp 5 Prozent und wäre damit im Abgeordnetenhaus vertreten. Andere Umfragen zur Wahl in Berlin kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Das Gesicht der Linken bei der Berlin-Wahl 2026 ist Spitzenkandidatin Elif Eralp. Die türkeistämmige Juristin wäre die erste Regierende Bürgermeisterin der Linken und gleichzeitig die erste Migrantin an der Spitze der Stadt. Eine rot-grün-rote Koalition kommt in der Umfrage zusammen auf 48 Prozent. Allerdings weigert sich die SPD bislang, die von Linkspartei und Grünen angestrebte Enteignung großer Wohnungsbauunternehmen mitzutragen. Zudem gibt es Kritik an mutmaßlich antisemitischen Tendenzen in Teilen der Linken.

Eralps Gegenspieler bei der CDU ist Stefan Evers. Der bisherige Finanz- und Kultursenator übernahm die Kandidatur erst zehn Wochen vor der Wahl, als der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sich zurückzog. Wegner war wegen seiner Krisenkommunikation infolge eines tagelangen großen Stromausfalls im Januar in die Kritik geraten. Evers wäre wie Eralp auf eine Koalition mit SPD und Grünen angewiesen. Diese Jenia-Koalition erreicht in der Umfrage insgesamt 47 Prozent.

Linke21 %
CDU20 %
AfD18 %
Grüne15 %
SPD12 %
BSW5 %
Sonstige9 %

Hinweis zur Umfrage

Institut: INSA. Auftraggeber: VOLT Berlin. Erhebungszeitraum: 10. bis 16. September. Fallzahl: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: ± 3,1 Prozentpunkte.

Letzte Umfrage vor der Berlin-Wahl 2026 macht CDU etwas Hoffnung

Die Berlin-Wahl sendet auch starke Signale in die Bundespolitik. Wenn die CDU schlecht abschneidet und etwa eine Regierende Bürgermeisterin der Linken ins Rote Rathaus einzieht, steigt der Druck auf Kanzler Friedrich Merz, dessen Kommunikations- und Führungsstil auch in den eigenen Reihen seit Wochen stark hinterfragt wird. Kann die CDU sich als stärkste Kraft behaupten, wäre das dagegen immerhin ein Erfolg für die Kanzlerpartei. Die letzte Umfrage zur Berlin-Wahl lässt die CDU also wieder hoffen.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. (Quelle: INSA-Umfrage) (cs)