Ukraine-Liveticker: Ungarn verweist zehn russische Diplomaten des Landes | FAZ
Ungarn verweist zehn russische Diplomaten des Landes
Die ungarische Regierung hat zehn russische Diplomaten des Landes verwiesen. Außenministerin Anita Orbán erklärte am Dienstagvormittag auf Facebook, die betreffenden Personen hätten „in Ungarn Tätigkeiten ausgeübt, die gemäß dem Wiener Übereinkommen für Diplomaten nicht zulässig sind“.
Auch wenn die Außenministerin nicht ausführte, was unter den „nicht zulässigen“ Tätigkeiten zu verstehen ist, gehen ungarische Medien davon aus, dass es um geheimdienstliche Tätigkeiten vor der Parlamentswahl im vergangenen April geht. Laut einer damaligen Recherche des regierungskritischen russischen Portals „Agentstwo“ waren mindestens 15 von 47 seinerzeitigen Angestellten der Botschaft mit russischen Geheimdiensten verbunden.
Der ungarische Investigativjournalist Szabolcs Panyi berichtete schon vorher, dass der russische Militärgeheimdienst GRU im Januar drei Personen in Budapest platziert habe. Dies sei mit der Absicht geschehen, den Wahlausgang zugunsten des damaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu beeinflussen.
Außenministerin Orbán betonte am Dienstag, dass die Ausweisung der Diplomaten „keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Russland" bedeute. Ungarn beabsichtige, „den notwendigen Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und der Einhaltung der Regeln weiterhin aufrechtzuerhalten“.
Russlands Außenamtsprecherin Marija Schacharowa kündigte am Dienstagmittag an, Russlands Reaktion auf den ungarischen Schritt werde „hart und schmerzhaft“ sein.
Selenskyj hofft auf Treffen mit Trump im September
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hofft auf ein Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit Trump über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagte Selenskyj am Dienstag zu Journalisten. Er gehe davon aus, dass das Treffen nach dem 20. September stattfinden werde.
Die Ukraine ist auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die heftigen russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew hat aber einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen gemeldet, seitdem die USA im Februar den Irankrieg begonnen und ihre Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet haben.
London sagt Kiew neue Patriot-Raketen zu
Großbritannien hat der Ukraine zur Stärkung ihrer Luftverteidigung ein Rüstungspaket im Umfang von 100 Millionen Pfund (116,4 Millionen Euro) zugesagt. Kiew werde noch vor dem Winter Patriot-Raketen sowie großkalibrige Artilleriegeschosse und Drohnen erhalten, teilte das Verteidigungsministerium in London am Dienstag mit. Die Militärhilfe im Rahmen eines NATO-Programms zur Unterstützung der Ukraine solle dem Land dabei helfen, „seine kritische nationale Infrastruktur, unschuldige Zivilisten und Streitkräfte vor russischen Angriffen zu schützen“.
Die Ukraine ist auf die Patriot-Systeme aus amerikanischer Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew hat aber einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen gemeldet, seitdem die USA im Februar den Irankrieg begonnen und ihre Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet haben.
Großbritannien gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting wird am Dienstagnachmittag zusammen mit seinem deutschen Kollegen Boris Pistorius (SPD) eine virtuelle Sitzung der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe leiten. An den Beratungen nehmen auch der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sowie NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der US-Verteidigungsstaatssekretär Elbridge Colby teil.
Angriff auf Passagierzug
In der Nacht wurde auch abermals ein Passagierzug angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn kam es wurden alle Passagiere rechtzeitig evakuiert. Deshalb wurde niemand verletzt. Der Zug verkehrte auf der Strecke Kiew-Sumy.
Selenskyj spricht von zehn Verletzten und zwei Toten
Der ukrainische Präsident hat auf seinem Telegramkanal Fotos der Rettungsarbeiten in der Angriffsnacht veröffentlicht. Ihm zufolge kamen zwei Menschen ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Trotz „sehr guter Ergebnisse“ der Flugabwehr bei den Marschflugkörpern sei die Abwehr ballistischer Raketen weiterhin „schwierig“. „Wir machen unseren Partnern deutlich, wie dringend wir Abfangraketen brauchen“, schrieb Selenskyj.
Zelenskiy / Official
У Києві та області, в багатьох інших регіонах з ночі тривають роботи над ліквідацією наслідків російського удару. Складна була атака, яку росіяни намагались умисно прорахувати для якомога більшої шкоди життю: балістика, крилаті та протикорабельні ракети, реактивні «шахеди». Є значні пошкодження житлових будинків та іншої цивільної інфраструктури у столиці. Станом на зараз відомо про десятьох поранених. Всім, хто цього потребує, надається медична допомога. Тринадцять людей працівникам ДСНС вдалося врятувати. На жаль, двоє загинули. Мої співчуття рідним і близьким. В області були удари по критичній інфраструктурі. На Одещині – по звичайному ринку. Двоє поранених у Харкові. Пошкоджений багатоквартирний будинок. Вранці атакували тепловоз потяга Київ – Суми на залізничній станції на Сумщині. На щастя, без постраждалих. Триває евакуація людей. Били і по Запоріжжю та Дніпровщині. Загалом 175 повітряних цілей збили вночі наші воїни, але, на жаль, не всі. Попри дуже хороші результати по крилатих ракетах, особливо непросто з балістикою, і щодня доводимо партнерам цю нашу потребу в перехоплювачах. Вже спілкувалися про це з американцями та європейцями, і будуть ще зустрічі, зокрема сьогодні, з представниками держав та компаній, які можуть допомогти з постачаннями та з нашою антибалістичною системою FREYJA. Дякую всім партнерам, які допомогу Україні з ППО визначають як пріоритет. Це напряму означає зберігати життя людей.
t.me
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Luftstreitkräfte berichten über Abwehr von 31 Marschflugkörpern
Die ukrainischen Luftstreitkräfte haben am Morgen nach der jüngsten Angriffsnacht ihre Statistik veröffentlicht. Demnach konnten 142 Drohnen, 31 Marschflugkörper und 2 ballistische Raketen abgewehrt werden. Der Angriff richtete sich demnach vorwiegend gegen Kiew und Odessa. Den Angaben zufolge entstanden an 29 Orten Schäden durch Einschläge, an weiteren 9 Orten durch den Absturz von Trümmern.
Повітряні Сили ЗС України / Air Force of the Armed Forces of Ukraine
⚡️ ЗБИТО/ПОДАВЛЕНО 175 ЦІЛЕЙ ПРОТИВНИКА ➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖ У ніч на 08 вересня (з 18:00 07 вересня) противник атакував: - протикорабельними ракетами Онікс із Брянської, Курської обл. рф та ТОТ АР Крим; - балістичними ракетами Іскандер- М/С-400/KN-23 із Брянської, Воронезької обл. рф; - 32 крилатими ракетами повітряного базування Х-101 із Вологодської обл. рф; - 166 ударними БпЛА типу Shahed (більша половина - реактивні) та дронами-імітаторами типу “Пародія” із напрямків: Орел, Приморсько-Ахтарськ – рф., ТОТ Донецьк, Гвардійське – ТОТ АР Крим. . ❗️Основні напрямки удару - Одещина, Київщина. Повітряний напад відбивали авіація, зенітні ракетні війська, підрозділи РЕБ та безпілотних систем, мобільні вогневі групи Сил оборони України. 💥 За попередніми даними, станом на 08:30, протиповітряною обороною збито/подавлено 175 цілей: - 2 балістичні ракети Іскандер-М/KN-23/С-400/Онікс; - 31 крилату ракету Х-101/Іскандер-К; - 142 ворожі БпЛА типу Shahed, Гербера та дрони інших типів. Зафіксовано влучання ракет та ударних БпЛА противника на 29 локаціях, а також падіння збитих (уламки) на 9 локаціях. Атака триває, в повітряному просторі близько десяти ворожих БпЛА. Дотримуйтесь правил безпеки! ✊ Тримаймо небо! 🇺🇦 Разом – до перемоги!
t.me
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Rauchschwaden über Kiew nach heftiger Angriffsnacht
Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt ist nach einer heftigen Angriffsnacht mit Rauchschwaden bedeckt. Nach dem Ende eines mit dem Besuch der amerikanischen Gesandten in Verbindung stehenden Angriffsstopps hat Russland Kiew in der Nacht zu Dienstag umso intensiver angegriffen. Es schlugen offenbar Drohnen mit Strahlantrieb, ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. Ersten Angaben vom Morgen zufolge kamen zwei Zivilisten ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen stark ansteigen werden.
Vanessa Angermann
Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Saratow
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga wird zivile Infrastruktur getroffen; mehrere Menschen werden verletzt. Das teilt der regionale Gouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen.
Vanessa Angermann
Russland setzt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause fort
Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ukrainischen Angaben zufolge wieder aufgenommen. Die russische Armee habe die Bezirke Boryspil und Fastiw mit Drohnen angegriffen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am späten Montagabend im Onlinedienst Telegram mit. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei.
Kiews Militärverwaltung teilte mit, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den „Feind“ Luftalarm in der Hauptstadt ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen.
Irem Yildirim

Ukrainischer Generalstaatsanwalt tritt zurück
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. „Das ist eine politische Entscheidung“, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. „Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.“ Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.
Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.
Irem Yildirim

AKW Saporischschja hat wieder Strom
Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Irem Yildirim

Selenskyj hofft auf Verhandlungen noch vor dem Winter
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht nach der jüngsten Reise der US-Vermittler nach Moskau und Kiew ein mögliches Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter. Zwar rechne Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen brutalen Winter, um die Ukraine zu schwächen, doch wolle der russische Staatschef US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen Anfang November verärgern, sagte Selenskyj im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios. „Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern.“
Er gehe davon aus, dass Moskau den Winter nutzen wolle, um die Ukraine weiter unter Druck zu setzen. „Russland denkt wirklich, dass ihnen dieser Winter helfen könnte, uns niederzuringen“, sagte Selenskyj. Damit solle Kiew gezwungen werden, mehr Bereitschaft zu Kompromissen zu zeigen. Er warnte, dass auch die Ukraine wirtschaftlichen Druck auf Russland ausüben könne: „Als sie unsere Stromversorgung angriffen, haben wir ihre Möglichkeiten zum Verkauf von Öl und Gas blockiert.“
Allerdings wolle die Ukraine den diplomatischen Verhandlungsprozess neu starten. „Wir haben den September und Oktober, um zu reden“, sagte Selenskyj. „Ohne Dialog kann es kein Ergebnis geben.“ Er gehe davon aus, dass Trump einen Weg finden werde, um den Verhandlungsprozess noch vor dem Winter zu starten.
Ukraine-Kontaktgruppe berät am Dienstag
Die Unterstützer der Ukraine halten am Dienstagnachmittag eine virtuelle Sitzung ab. An den Beratungen nehmen unter anderen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), sein britischer Kollege Wes Streeting, der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der US-Verteidigungsstaatssekretär Elbridge Colby teil.
Es handelt sich um die 36. Sitzung der Ukraine Defence Contact Group. Die Ukraine-Kontaktgruppe war nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine erstmals im April 2022 auf Einladung der USA auf deren Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein zusammengekommen.
Seitdem trägt das Format als Koordinierungsstelle maßgeblich zur militärischen Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland bei. Dabei beteiligen sich auch Länder außerhalb der Nato. Im April vergangenen Jahres übernahmen Deutschland und Großbritannien gemeinsam die Leitung des Gremiums.
Selenskyj will Gespräche am Laufen halten
Nach dem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew und Moskau am Wochenende dringt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges. „Am wichtigsten ist es, aktiv weiterhin gemeinsam zu arbeiten, um die Diplomatie am Laufen zu halten“, schrieb Selenskyj am Montag auf der Plattform X. „Unsere Partner wissen, was Früchte tragen kann und was vor dem Winter Früchte tragen muss.“ Man koordiniere nun die nächsten Schritte und bereite weitere Treffen und Kontakte vor.
Russland hatte zuvor eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit der Ukraine und den USA nicht ausgeschlossen.
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