Mexikos Lkw-Fahrer legen aus Angst vor Gewalt der Kartelle landesweit die Arbeit nieder


Lkw-Fahrer legen wegen Kartell-Gewalt in ganz Mexiko die Arbeit nieder

Stand: 27.10.2026, 13:06 Uhr

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In Mexiko haben Tausende Lkw-Fahrer die Arbeit niedergelegt. Grund ist die eskalierende Gewalt auf den Autobahnen des Landes

In Mexiko haben Lkw-Fahrer in mehreren Bundesstaaten einen landesweiten Streik begonnen. Mit Protest-Konvois blockieren sie zentrale Autobahnen und wenden sich gegen die eskalierende Gewalt im Straßengüterverkehr. Organisiert wird der Ausstand unter anderem vom Transportverband Canacar, dem sich weitere Branchenverbände angeschlossen haben. Hintergrund sind Überfälle und Erpressung durch Kartelle und kriminelle Banden, die Lastwagen auf mexikanischen Fernstraßen zum Ziel machen. Besonders betroffen sind nach Angaben der Transportbranche Routen in Grenznähe sowie wichtige Industriekorridore. Wie viele Fahrer inzwischen betroffen sind und welches Ausmaß die Gewalt mittlerweile erreicht hat, sorgt in der Branche für Entsetzen. Der Streik begann am Montag und wurde von den beteiligten Verbänden zunächst unbefristet ausgerufen.

Welche Folgen der Ausstand für den Handel hat

Das mexikanische Innenministerium reagierte mit dem Angebot zu Gesprächen, mehrere Transportverbände nahmen den Dialog bereits auf, andere halten am unbefristeten Streik fest. Die Streikenden fordern unter anderem sichere Autobahnen, eine dauerhafte Präsenz der Nationalgarde an Kontrollpunkten, ein Ende der Erpressung sowie Unterstützung für die Familien betroffener Fahrer. Die Proteste treffen einen zentralen Wirtschaftszweig des Landes, denn über die Grenze zu den USA läuft ein Großteil des mexikanischen Außenhandels, von Autoteilen bis zu Agrarprodukten. Beobachter warnen bereits vor möglichen Lieferengpässen auf beiden Seiten der Grenze, sollte sich der Konflikt weiter zuspitzen. Ähnliche Blockaden hatte es in Mexiko bereits im April gegeben, eine dauerhafte Lösung blieb damals aus. Auch die Regierung in Mexiko-Stadt steht wegen der anhaltenden Sicherheitslage im eigenen Land zunehmend unter Druck. Wie die Fahrer es begründen und wie hoch die Anzahl der Betroffenen ist, zeigt das Video.