Lupenreiner Hattrick in 15 Minuten: Herpe dreht Spiel für den TSV Wabern


Stand: 13.09.2026, 19:45 Uhr

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(v.l.) Carlos Kuntz (TSV Wabern) Marlon Poch (SG Barockstadt F-L II) Patrich Herpe (TSV W) Foto AHORN.JPG

Hände hoch: Nach abgelaufener Sperre ging Patrick Herpe mit besten Beispiel voran. Der Spielertrainer entschied die Partie zugunsten seines TSV Wabern durch einen lupenreinen Hattrick. © Ariane Horn

Patrick Herpe traf nach seiner Sperre dreifach und verwandelte einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. Alle drei Tore fielen zwischen der 62. und 77. Minute.

Wabern – Patrick Herpe hat sich zurückgemeldet. Vier Partien musste der Spielertrainer wegen einer Sperre zuschauen, aber sein Comeback ist aller Ehren wert. Nach 61 Minuten führten die Gäste aus Fulda verdient mit 1:0, doch in den folgenden 15 Minuten hatte Herpe seinen großen Auftritt. 1:1 in der 62. Minute. 2:1 (73.) und 3:1 (77.). Der lupenreine Hattrick brachte dem TSV Wabern den 3:1 (0:1)-Erfolg gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II und damit im dritten Spiel der Englischen Woche bei insgesamt 11:1-Toren den dritten Sieg.

Den Schönheitspreis gewann der Torjäger gleich bei seinem ersten Treffer, indem er den Ball gefühlvoll über Fuldas Torwart Dimitrios Diamantidis lupfte. Dem zweiten Streich ging ein präziser Querpass von Jan Luca Schmeer voraus, und beim Schlusspunkt leistete der eingewechselte Kerim Akin die Vorarbeit. Dem TSV reichte diese spektakuläre Viertelstunde, um ein Spiel zu drehen, in dem die Gäste phasenweise die bessere Mannschaft waren.

Entscheidung von Riedemann

Dass Herpe nach seiner Zwangspause in der Startelf stand, war die Entscheidung seines Co-Trainers. „Ich war davon überzeugt, dass wir in diesem Spiel Patricks Qualitäten und seine Erfahrung brauchen würden“, sagt Tim Riedemann, während der zurecht Vielgelobte bescheiden Marius Rohde zum „Man of the Match“ kürte. „Marius war in der Defensive aufmerksam, und hat zudem mit präzisen Pässen unsere Offensive gefährlicher gemacht“, lobte der Spielertrainer.

In den ersten 45 Minuten waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Erfolgreich war nur die SG, weil Antonije Novakovic ein Kopfballduell mit Luca Wendel gewann. „Dabei war auch eine Portion Pech“, erklärte der Kapitän, der normalerweise keine Kopfballduelle verliert. „Ich war am Ball, aber Novakovic war so präsent, dass ich nicht klären konnte“ fügte der Innenverteidiger hinzu.

Rohde wertvoller Joker

Nach den nicht nach Wunsch verlaufenen ersten 45 Minuten fiel während der Halbzeitpause die erste – bereits von Herpe erwähnte – wichtige Entscheidung. Rohde, der nach langer Verletzungspause noch keine 90 Minuten „ackern“ kann, war die optimale Unterstützung für Schmeer und Lennart Klinge, die in den zweiten 45 Minuten die Herrscher im Mittelfeld waren. „Wir waren dann mutiger“, sagte Schmeer. Auch ein weiterer Wechsel trug zum schließlich folgerichtigen Sieg bei, denn Akin war stets gefährlich, wenn er auf der linken Seite in Szene gesetzt wurde. Von seiner Aktion mit erfolgreichem Dribbling samt Querpass vor dem dritten Tor war bereits die Rede.

Nun ist an der Schwächephase im August ein Haken dran, und schon jetzt steigt die Spannung vor dem kommenden Heimspiel. Nach der Partie gegen den Aufstiegsaspiranten SG Bad Soden (27. September) wissen Herpe und seine Spieler, wo sie stehen. Als Nächstes warten jedoch die Auswärtsaufgaben in der Liga in Eichenzell (20. September) und im Kreispokal-Viertelfinale in Melsungen (23. September).

(von Gerd Brehm)