Mafia, Macht und Drama: Diese Serien über das organisierte Verbrechen fesseln


Stand: 29.08.2026, 14:00 Uhr

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Mafia-Serien erzählen von Macht, Regeln und Loyalität. Diese 15 Serien zeigen organisierte Kriminalität aus ganz verschiedenen Blickwinkeln.

Key Art zur Serie Godfather of Harlem

1 / 14„Godfather of Harlem“ läuft seit 2019 bei Epix beziehungsweise MGM+ und erzählt von Bumpy Johnson, der nach seiner Haft in Harlem wieder Einfluss gewinnen will. Die Serie ist ein Kriminaldrama mit biografischem Einschlag und verknüpft Unterweltgeschäfte mit den politischen und sozialen Konflikten der 1960er Jahre. Forest Whitaker spielt die Hauptrolle, daneben sind unter anderem Vincent D’Onofrio und Ilfenesh Hadera zu sehen. © MGM+

Key Art zur Serie Warrior

2 / 14„Warrior“ (Cinemax, 2019–2023) spielt im San Francisco des späten 19. Jahrhunderts und folgt Ah Sahm, der mitten in die Tong-Kriege von Chinatown gerät. Die Serie verbindet Historienerzählung, Gangsterstoff und Martial-Arts-Action und beschäftigt sich zugleich mit Macht, Migration und Zugehörigkeit. Zum Hauptcast gehören Andrew Koji, Olivia Cheng und Jason Tobin. © HBO Max

Key Art zur Serie Gangs of London

3 / 14„Gangs of London“ war ab 2020 bei Sky Atlantic zu sehen und entfaltet nach dem Tod eines Gangsterbosses einen Machtkampf zwischen rivalisierenden Gruppen in London. Die Serie mischt Gangsterdrama mit Actionelementen und rückt familiäre Interessen ebenso in den Vordergrund wie territoriale Konflikte. Wichtige Rollen übernehmen Joe Cole, Sope Dirisu und Michelle Fairley. © Sky Atlantic

Key Art zur Serie ZeroZeroZero

4 / 14„ZeroZeroZero“ lief 2020 auf Sky Atlantic und verfolgt eine Kokainlieferung, die verschiedene Gruppen in Mexiko, den USA und Europa miteinander verbindet. Daraus entsteht ein internationales Crime-Drama über Kartelle, Vermittler und mafiöse Netzwerke entlang globaler Handelswege. Andrea Riseborough, Dane DeHaan und Gabriel Byrne spielen die Hauptrollen. © Sky Atlantic

Colin Farell in „The Penguin“

5 / 14„The Penguin“ (HBO, 2024) stellt Oswald Cobb ins Zentrum, der seinen Einfluss in Gothams Unterwelt ausbauen will. Die Serie ist ein Gangsterdrama mit Comic-Hintergrund, konzentriert sich aber vor allem auf Machtfragen, Allianzen und Rivalitäten im organisierten Verbrechen. Colin Farrell spielte die Hauptrolle in aufwändiger Maske, daneben sind unter anderem Cristin Milioti und Rhenzy Feliz zu sehen. ©  IMAGO / ZUMA Press

Key Art zur Serie The Wire

6 / 14„The Wire“ wurde von 2002 bis 2008 bei HBO ausgestrahlt und richtet den Blick auf das organisierte Verbrechen in Baltimore. Die Serie ist ein vielschichtiges Crime-Drama, das nicht nur Drogenbanden, sondern auch Polizei, Politik und andere städtische Institutionen einbezieht. Dominic West, Idris Elba, Michael K. Williams und Wendell Pierce gehören zu den bekanntesten Namen im Ensemble. © HBO

Patrick Wilson in der Serie „Fargo“, Staffel 2

7 / 14„Fargo“ (FX, seit 2014) ist als Anthologieserie aufgebaut und erzählt in jeder Staffel eine neue Geschichte rund um Verbrechen, Zufälle und eskalierende Konflikte. Das Format bewegt sich zwischen Krimi, Gangsterserie und schwarzer Komödie und setzt jeweils auf neue Figurenkonstellationen. Unter anderem spielen Billy Bob Thornton, Martin Freeman, Kirsten Dunst, Juno Temple und Jon Hamm mit; zudem wurde die Serie vielfach für Preisverleihungen nominiert und auch mehrfach ausgezeichnet. © IMAGO / Cinema Publishers Collection

Key Art zur Serie Narcos

8 / 14„Narcos“ lief bei Netflix von 2015 bis 2017 und zeichnet den Aufstieg und Fall von Pablo Escobar nach. Das Drogenkartell-Drama verbindet die Perspektive der Täter mit der Arbeit der Ermittler in Kolumbien und den USA. Wagner Moura, Boyd Holbrook und Pedro Pascal stehen dabei als Schauspieler im Zentrum. © Netflix

Key Art zur Serie Narcos: Mexico

9 / 14„Narcos: Mexico“ folgte 2018 bis 2021 als Spin-off ebenfalls bei Netflix und verlagert den Fokus auf die Entstehung mächtiger Kartelle in Mexiko. Als Crime-Drama mit historischem Hintergrund zeigt die Serie, wie sich neue Allianzen und Gewaltspiralen im Drogengeschäft entwickeln. Diego Luna, Michael Peña und Scoot McNairy sind in den zentralen Rollen zu sehen. © Netflix

Key Art zur Serie Gomorrha

10 / 14„Gomorrha“ (Sky Atlantic, 2014 bis 2021) führt in die Strukturen der neapolitanischen Camorra und verfolgt mehrere Figuren innerhalb dieses Machtgefüges. Die italienische Produktion geht der Loyalität, Gewalt und Konkurrenz innerhalb der Clans auf den Grund. Wichtige Rollen übernehmen Marco D’Amore, Fortunato Cerlino und Salvatore Esposito. Die Serie basiert auf einem Buch von Roberto Saviano. © Sky Atlantic

Cillian Murphy und Samuel Edward Cook in der Serie „Peaky Blinders“.

11 / 14„Peaky Blinders“ war zunächst bei BBC Two und später bei BBC One zu sehen und lief von 2013 bis 2022. Erzählt wird die Geschichte von Tommy Shelby und seiner Familie, die im Birmingham nach dem Ersten Weltkrieg ein kriminelles Netzwerk aufbauen und ausweiten. Die Serie bewegt sich zwischen Historien-, Gangster- und Familiendrama; zum Ensemble gehören Cillian Murphy, Paul Anderson und Helen McCrory. © Netflix/imago-images

Cast der Serie „Breaking Bad“

12 / 14„Breaking Bad“ (AMC, 2008–2013) erzählt vom Chemielehrer Walter White, der nach einer Krebsdiagnose gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman ins Meth-Geschäft einsteigt. Aus der zunächst privaten Notlage entwickelt sich ein Thriller über Macht, Geld und Kontrollverlust. Bryan Cranston und Aaron Paul spielen die zentralen Rollen, außerdem gewann die Serie im Lauf der Jahre zahlreiche wichtige TV-Preise. © AMC

Key Art zur HBO-Serie Boardwalk Empire

13 / 14„Boardwalk Empire“ lief von 2010 bis 2014 bei HBO und spielt im Atlantic City der Prohibitionszeit. Im Mittelpunkt steht Nucky Thompson, der politische Macht, Schmuggel und Unterwelt miteinander verknüpft, wodurch die Serie als historisches Gangsterdrama angelegt ist. Zu sehen sind unter anderem Steve Buscemi, Kelly Macdonald und Michael Shannon. Bei Preisverleihungen tauchte die Produktion regelmäßig auf. © HBO

Key Art zur HBO-Serie The Sopranos

14 / 14Die Sopranos“ (HBO, 1999–2007) begleitet Tony Soprano, der als Mafiaboss in New Jersey zwischen Familienalltag und kriminellen Geschäften jongliert. Die Serie verbindet Mafia-, Crime- und Familiendrama und zeigt ihre Hauptfigur auch in Therapiesitzungen. James Gandolfini, Edie Falco und Lorraine Bracco prägen den Cast der vielfach ausgezeichneten Serie. © HBO

Mafia-Clans und organisierte Kriminalität in Serien

Serien über das Umfeld der Mafia gehören seit Jahren zu den verlässlichsten Formen des Krimi-Genres. Das hat auch unter anderem damit zu tun, dass organisierte Kriminalität klare Strukturen mitbringt. Es gibt Hierarchien, Abhängigkeiten, Regeln und meist eine Figur an der Spitze, die das Geschehen lenkt oder für die größte Bedrohung steht. Genau daraus entstehen Konflikte, die sich über viele Episoden tragen.

Der Begriff Mafia führt gedanklich oft zuerst nach Italien. Serien wie „Gomorrha“ oder „Suburra“ greifen dieses Umfeld direkt auf und erzählen von Camorra, politischen Verbindungen und rivalisierenden Gruppen. Gleichzeitig zeigt das Genre schon lange, dass organisiertes Verbrechen kein rein italienisches Motiv ist. Auch in den USA, in Großbritannien oder in Deutschland bilden Clans, Syndikate und Kartelle die Grundlage für dichte Krimigeschichten.

Die besten Mafia-Serien zwischen Italien, USA und Großbritannien

Auffällig ist, wie unterschiedlich Mafia-Serien ihre Stoffe aufziehen. „Die Sopranos“ verbindet das Milieu des Verbrechens mit Familienleben und psychologischem Druck. „Boardwalk Empire“ verlagert das Thema in die Zeit der Prohibition. „Peaky Blinders“ setzt auf eine Gangsterfamilie im historischen Birmingham, während „Narcos“ das organisierte Verbrechen über Drogenhandel und staatliche Gegenmacht erzählt.

Viele dieser Serien funktionieren über eine Bossfigur, die entweder im Mittelpunkt steht oder als Gegenspieler die Handlung bestimmt. Mal geht es um einen Clanchef mit politischem Einfluss, mal um einen Aufsteiger, der sich erst in einem bestehenden System behaupten muss. Dazu kommt oft die Frage, wie eng Macht und Familie zusammenhängen. Gerade dieser Punkt taucht im Genre immer wieder auf.

Warum Mafia-Serien als Krimiserien so gut funktionieren

Mafia-Serien liefern nicht nur Gewalt und Intrigen, sondern oft auch ein genaues Bild geschlossener Systeme. Loyalität hat einen Preis, Verrat hat Folgen und selbst kleine Entscheidungen können ganze Bündnisse verschieben. Vielleicht bleibt das Genre gerade deshalb so präsent. Es erzählt von Ordnung und Kontrollverlust zugleich. Auch der ständige Wechsel zwischen persönlichem Drama und strategischem Machtkampf sorgt dafür, dass viele dieser Stoffe über lange Zeit spannend bleiben.