„Glaube sogar, dass die Spanier Favorit sind“: Marcell Jansen überrascht mit WM-Prognose


Marcell Jansen und Conan Furlong über Klopp, Frankreich gegen Spanien und Olises Bayern-Zukunft

Stand: 14.07.2026, 13:43 Uhr

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Sollte Jürgen Klopp als Bundestrainer noch Verbindungen zu Red Bull haben? Und wer zieht ins Finale ein? Marcell Jansen und Conan Furlong blicken exklusiv auf die heißesten WM-Themen.

München – Am Dienstag (14. Juli) waren Marcell Jansen und Conan Furlong in der Live-Sendung zu Gast. Dabei ging es um die Verhandlungen zwischen dem DFB und Red Bull und das erste Halbfinale der WM 2026 zwischen Frankreich und Spanien. Hier sind die besten Zitate:

Conan Furlong und Marcell Jansen waren in der „WM-WG“ zu Gast.

Conan Furlong und Marcell Jansen waren in der „WM-WG“ zu Gast. © IPPEN.MEDIA/YouTube/AbsolutFussball

… über das Treffen zwischen dem DFB und Red Bull: „Ich würde mir wünschen, dass eine Klarheit herauskommt und, wenn Jürgen Klopp Bundestrainer wird, es seine einzige Aufgabe ist. Ich bin für eine saubere Lösung. Der Bundestrainer muss Bundestrainer sein. Es braucht auch eine gewisse Neutralität gegenüber den anderen Bundesligisten.“

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„Die WM-WG“ von Absolut Fussball – während der WM täglich im Livestream auf YouTube.

„Die WM-WG“ von Absolut Fussball – während der WM täglich im Livestream auf YouTube. © Absolut Fussball/Imago

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… Spanien: „Was macht sie aus? Ich glaube gerade die Zentrale um den Torwart, Cubarsi und Rodri. Sie sind kompakt und trotzdem spielerisch sehr stark. Es heißt, beides zu vereinen. Ich finde auch, dass es eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Spielern ist. Insofern glaube ich sogar, dass die Spanier mein Favorit sind.“

… über Frankreich: „Ich erkenne keinen Plan B bei Frankreich. Ich bin gespannt, ob Spanien es dahinbekommt, dass sie einen Plan B brauchen. Ich habe ein Bauchgefühl, dass die Spanier vorn sind, wenn sie das schaffen. Frankreich hilft das Einzelspieler-Profil, sie haben eine unglaubliche Geschwindigkeit, eine überdurchschnittliche Qualität. Am Ende sind es zwei Weltklassemannschaften, da müssen wir uns nichts vormachen. Vom Einzelprofil kommt nichts an Frankreich heran. Die Frage ist dann, wie sie ihr Spiel gegen einen richtig starken Gegner weiterentwickeln würde. Natürlich kann Frankreich am Ende Weltmeister werden. „Ich glaube aber, dass es heute vorbei ist und Frankreich in einen Umbruch geht mit dem Trainerwechsel.“

… über die mögliche Aufstellung Frankreichs: „Ich bin gespannt, welche Taktik Spanien gegen Frankreich einsetzt. Was Frankreich natürlich liebt, ist, wenn Spanien das Spiel macht. Das kann von Frankreich brutal bestraft werden, von Mbappe, Olise, Dembele und Doue.“

… seinen Job: „Ich bin definitiv Fußball-Creator. Und darüber hinaus auch Fußball-Journalist. Ob man dann Reporter oder Moderator sagt, hängt von der Aufgabe ab, die ich erfülle. Ich mache beides und glaube auch, dass das der Weg in die Zukunft ist.“

… die WM bisher: „In den letzten Wochen ist am meisten der Wahnsinn drumherum hängengeblieben. Ob es Trump ist, ob es die Argentinier sind. Wenn man mit etwas Abstand draufschaut, dann werde ich vor allem den Spaß an einigen Spielen im Kopf behalten. Rein fußballerisch fand ich die WM bisher auch gut.“

… sein WM-Highlight bisher: „England gegen Mexiko. Ich hatte mich so darauf gefreut. Es war schade, dass das Aztekenstadion und die Mexikaner dann raus waren. Das Spiel hatte alles: Blutgrätschen, fünf Tore, zwei Elfmeter. Das war für mich das Spannendste.“

… über Jürgen Klopp: „Er ist der Richtige. Wir als Land können schon jemanden vertragen, der uns auf emotionaler Ebene mitziehen kann. Er sollte sich nur auf die Bundestrainer-Rolle konzentrieren. Es geht beim DFB um mehr, als nur um die A-Mannschaft. Das ist Arbeit, die außerhalb von Länderspielpausen oder Nominierungen stattfindet. Rein kommunikativ, auch nach außen, wäre es schon eleganter, wenn er einfach nur die DFB-Rolle hätte.“

… die bisherigen Leistungen Spaniens: „Die absolute Topform der Spanier habe ich bisher nicht gesehen. Die Defensive wurde ein wenig überinterpretiert und rein spielerisch fehlt mir der letzte Esprit, die letzte spielerische Freiheit. Ich finde Frankreich in der Balance und in der Defensive besser. Sie haben vor allem mehr Einzelspieler, die Spiele entscheiden. Da ist Spanien schon sehr von Lamine Yamal abhängig. Wenn beide Mannschaften ihr Top-Niveau abrufen, sehe ich die Franzosen stärker.“

… über die Einstellung der Franzosen: „Wenn sie so gut sind, dann müssten sie so selbstbewusst sein und ihren Plan einfach durchziehen. Sie könnten aber natürlich auch einfach auf ihre Umschaltqualitäten setzen. Das ist der Punkt, wo ich Spanien bisher nicht so gut fand. Ich sehe Spanien nicht so gut, dass sie es über die ersten 60 Minuten schaffen, die Franzosen unter Druck zu setzen.“

… über Michael Olise und seinen Instagram-Auftritt: „Ich habe den Spieler früh gesehen und gedacht: ‚Der ist Wahnsinn‘. Es war das erste Mal seit längerer Zeit, dass die Bayern einen Spieler geholt haben, der nicht auf jeder Liste ganz oben stand. Sein Instagram-Auftritt ist schon sehr künstlerisch. Das ist einfach sein Charakter. Ich denke, er wird den FC Bayern irgendwann verlassen. Es würde zu seiner Persönlichkeitsentwicklung passen. Ob es dann Real Madrid wird, muss man abwarten. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er noch einmal in England auf höchstem Niveau spielen will. Am Ende hängt es vermutlich von der sportlichen Situation ab.“