Maren Gilzer packt aus: Darum scheiterte das „Glücksrad“ trotz Millionenquote


Stand: 27.07.2026, 18:12 Uhr

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Vom Erfolg zur Enttäuschung: Maren Gilzer lüftet Geheimnisse über ihre Zeit beim „Glücksrad“ und interne Streitpunkte.

Schwebda – Maren Gilzer (66) war jahrelang das Gesicht des TV-Klassikers „Glücksrad“. Jetzt spricht sie mit Julian Schlichting und Frank Brendel vom YouTube-Kanal „Glücksrad“ offen darüber, warum die Sendung letztlich scheiterte und wie sie die Zeit hinter den Kulissen wirklich erlebt hat.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de

Obwohl die Show zwischen vier und sieben Millionen Zuschauer erreichte, sei der Druck der Senderverantwortlichen immer größer geworden, das Publikum zu verjüngen. „Die Quoten waren zwischen vier und sieben Millionen“, erinnert sich die Schauspielerin. Trotzdem habe man bei Sat.1 darauf bestanden, jüngere Zuschauer anzusprechen.

Maren Gilzer beim EuroMinds Wirtschaftsgipfel Get-together am 18.06.2025 im Cafe Schoene Aussichten in Hamburg, lächelnd vor grüner Kulisse

Schauspielerin Maren Gilzer am 18.06.2025 in Hamburg. © Imago

Als Fred Kogel den Sender übernahm, war das Ende der Sendung besiegelt, und Maren wusste davon als eine der Ersten, weil ihr damaliger Lebensgefährte und Manager mit Kogel befreundet war. Die Nachricht musste sie jedoch zunächst für sich behalten. „Die haben immer gesagt: Bei den Quoten werden die das nicht einstellen“, erzählt sie über die ungläubigen Reaktionen ihrer Kollegen.

„Sie wissen nicht, wie man es macht“ – Maren Gilzer rechnet mit „Glücksrad“-Neuauflagen ab

Die Schauspielerin übt dabei auch deutliche Kritik an den späteren Neuauflagen des Formats. Ihrer Ansicht nach hätten die Verantwortlichen nie wirklich verstanden, was die Sendung ursprünglich so erfolgreich gemacht habe. „Leider wissen sie nicht, wie man es macht“, sagt sie.

Statt den nostalgischen Charakter zu bewahren, habe man versucht, das Format zwanghaft zu modernisieren, was laut Maren schlicht nicht funktioniere. Auch intern habe sie sich während ihrer „Glücksrad“-Zeit häufig ausgebremst gefühlt. Immer wieder musste sie dafür kämpfen, auch sprechen zu dürfen.

Als bei Sondersendungen externe Moderatorinnen eingesetzt wurden, war sie enttäuscht. „Das war so ein Punkt, wo ich sauer war“, erzählt sie. Produzent Gerrit Neuhaus, den sie einerseits als „Vater des Glücksrads“ bezeichnet, habe andererseits ausgeprägte Macho-Züge gezeigt und vor allem männliche Moderatoren gefördert.

Peter Bond „wie verwandelt“ – und eine bis heute herzliche Freundschaft mit Frederik Meisner

Bemerkenswert sind auch Marens Schilderungen über ihr Verhältnis zu Moderator Peter Bond (73). Anfangs sei die Zusammenarbeit schwierig gewesen, weil sie mit seinem Auftreten wenig anfangen konnte. Erst auf einer gemeinsamen Reise nach Orlando habe sie ihn direkt auf sein Verhalten angesprochen und ihm geraten, freundlicher mit Mitarbeitern umzugehen.

Maren Gilzer in „Glücksrad“.

Maren Gilzer in „Glücksrad“. © IMAGO / teutopress

Laut Maren nahm er sich die Kritik tatsächlich zu Herzen. „Er war wie verwandelt“, erinnert sie sich. Mit ihrem anderen Kollegen Frederik Meisner verbindet sie dagegen bis heute eine herzliche Freundschaft. Regelmäßig tauscht man sich noch zu Weihnachten oder Geburtstagen aus.

Den Schritt weg vom „Glücksrad“ hin zur Schauspielerei bezeichnet Maren rückblickend als mutige Entscheidung, die sie heute wahrscheinlich nicht mehr so treffen würde. Damals habe sie bewusst auf ihre eigentliche Leidenschaft gesetzt und mit ihrer Rolle in „In aller Freundschaft“ schließlich den erhofften Erfolg erzielt.