Mats Woisch wird Kinderkönig – nach dreimaligem Umschießen
Stand: 19.07.2026, 18:00 Uhr
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Das Twistringer Schützenfest begann mit dem Königsschießen der Jüngsten. Heute geht es mit dem Festkommers weiter.
Twistringen – Die ersten beiden Festtage liegen hinter dem Twistringer Schützenverein und waren voller Höhepunkte. Trotz herbstlicher Witterung feierten Hunderte Menschen ein harmonisches Fest. Dabei schlug am Samstag besonders eine Neuerung voll ein.

Und zwar das neue Konzept beim Kinderkönigsschießen: Bislang wurden die Kinderkönige bereits vor allen anderen Festivitäten ausgeschossen und erst zum Kommers am Montag proklamiert. Nun beginnt das Schießen nach dem Festumzug, der Kinderkönig wird noch am selben Tag auf der Bühne gekürt. Das Konzept erwies sich als Volltreffer, zumal der Schießwettbewerb ein spannender und hochdramatischer wurde.
Insgesamt 20 Kinder – zwölf Mädchen und acht Jungs – traten gegeneinander an. Vier Nachwuchsschützen mussten ins Stechen um die Königswürde. Zunächst wetteiferten Mara Jürgens und Franz Weßels um Platz drei, den der Franz für sich entscheiden konnte. Dann ging es für Emily Bollhorst und Mats Woisch um die Königswürde. Die beiden hatten sich mit je 20 Ringen qualifiziert und mussten insgesamt dreimal Umschießen. Am Ende stand Mats Woisch als neuer Kinderkönig fest. „Das neue Konzept geht voll auf“, freut sich André Meyer, der erste Vorsitzende des Schützenvereins. Unter dem Jubel der Gäste wurde der neue Kinderkönig auf die Bühne im Biergarten getragen – stilecht begleitet von den Offizieren des Vereins und dem Twistringer Spielmannszug.
Vorab stand der traditionelle Festumzug zur Königin Tanja Kröger-Bavendiek auf dem Programm. Begleitet wurde der Tross vom Twistringer Blasorchester sowie den Spielmannszügen aus Scharrendorf-Stöttinghausen und Twistringen. Ein besonderer Höhepunkt des Marschwegs war der Schwarze Weg. Dort zeigte sich echte Gemeinschaft: Anwohner und Bewohner der örtlichen Seniorenresidenz hatten die Straße gemeinsam geschmückt. Während die Senioren des Pflegeheims die Festfähnchen fertigten, hatten die Anwohner das nötige Grün besorgt. Am Freitag schmückten dann alle gemeinsam den Weg und feierten eine kleine Vorab-Party. Auf der Terrasse der Residenz wurde bei kühlen Getränken zur Live-Musik von Heiner Limberg bei Klassikern wie „Griechischer Wein“ und dem „Twistringer Lied“ lautstark mitgesungen. Am Samstag jubelten sie dem vorbeiziehenden Umzug zu. Dieser wurde kurz darauf von König Torsten Weßels und Gefolge empfangen. Nach einem kurzen Umtrunk führte der Weg durch die Innenstadt direkt zum Festplatz, auf dem die drei Musikzüge zu einem großen Musikfest einluden.
Zwar füllten sich Festplatz und Biergarten aufgrund des Wetters erst spät, doch zum traditionellen Zapfenstreich war der Andrang riesig. Hunderte Zuschauer strömten in das Stadion des SC Twistringen, um das anschließende große Feuerwerk zu bestaunen. Auch die darauffolgende Zeltfete war bestens besucht.
Der Sonntag begann früh. Der Twistringer Spielmannszug weckte die Stadt und war dafür mit zwei Wagen unterwegs. Es folgten der Festgottesdienst und ein gut besuchtes Platzkonzert des Twistringer Blasorchesters – auch wenn das Wetter sich eher von seiner herbstlichen Seite zeigte. Ein paar Stunden später genossen König Torsten Weßels, seine Königin Tanja Kröger-Bavendiek sowie die Ehrendamen Jutta Brunkhorst und Sandra Hannekum das Bad in der Menge. Mehrere Hundert Schützen und Spielleute sowie Zuschauer jubelten ihnen zu, als sie sich auf den Weg zum Haus des Königs machten. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von den Twistringer Musikzügen, dem Blasorchester Beckeln sowie dem Abbenhäuser Spielmannszug. Nach einem Umtrunk marschierte die Festgesellschaft zum Festplatz, wo dann der Festball, das Medaillenschießen und das Kinderschützenfest mit dem Unterhaltungsduo Matt und Basti starteten.