Mission Spielplatz: Eine Hauptattraktion reißt alles raus – Spielplatz in Thalexweiler im SZ-Test
Mission Spielplatz Eine Hauptattraktion reißt alles raus – Spielplatz in Thalexweiler im SZ-Test
Serie | Thalexweiler · Wie steht es um die Spielplätze im Landkreis Saarlouis? Das sollen nicht Erwachsene bewerten, sondern die, für die sie gebaut wurden: Kinder. Unsere jungen Tester klettern, schaukeln und vergeben dann Schulnoten. Diesmal: der Spielplatz „Auf Bammerst“ in Thalexweiler.
02.10.2026 , 08:00 Uhr
Mit Vollgas über den Boden: Die Doppelseilbahn auf dem Spielplatz „Auf Bammerst“ in Thalexweiler war für SZ-Spielplatztester Friedrich ein absolutes Highlight.
Foto: Nils Straßel
Zurückziehen, aufsteigen, lossausen – und gleich wieder von vorn. Auf dem Spielplatz „Auf Bammerst“ in Lebach-Thalexweiler wird schnell klar, welches Gerät Friedrich (7) am liebsten mag: die lange Doppelseilbahn. Immer wieder zieht unser Spielplatztester den Sitz zurück zum Start, um dann mit ordentlich Schwung über die Spielfläche zu gleiten. Rund 20 Fahrten kommen locker zusammen, bevor er endlich genug hat.
Die Seilbahn ist das erste und das letzte Gerät, das Friedrich zum Spielplatz „Auf Bammerst“ in Erinnerung bleibt. Allein ihretwegen überlegt er lange, ob der Spielplatz beim Spaßfaktor nicht die Bestnote verdient. Am Ende gibt es leichte Abzüge – denn abseits der Seilbahn fehlt doch ein wenig die Abwechslung.
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Was der Spielplatz „Auf Bammerst“ in Thalexweiler zu bieten hat
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Foto: Nils Straßel
Wenig Abwechslung neben beliebter Doppelseilbahn
Es gibt zwar noch einiges auszuprobieren: Schaukeln, ein kleineres Klettergerüst, Klimmzugstangen und Ringe. Auch ein Drehkarussell steht auf dem Platz. Dessen Holzsitzfläche wirkt allerdings schon deutlich in die Jahre gekommen. Besonders ist eine Wippe mit Reifen als Sitze. Sie kann nicht nur hoch nach oben schwingen, sondern sich auch um die eigene Achse drehen. Friedrich findet das zunächst spannend. Doch sobald sein Sitz auf etwa einen Meter Höhe steigt, wird ihm die Sache zu aufregend. „Stop! Zu hoch“, ruft er. So cool die Wippe aussieht: Ganz sicher fühlt er sich darauf nicht.
Viel Platz zum Spielen – aber karg ausgestattet
Viel Platz gibt es auf dem Spielplatz allemal. Die Geräte stehen weit auseinander, dazwischen liegen große Wiesenflächen. Dort könnten Kinder auch mit einem Ball oder Frisbee spielen. Das ist einerseits ein Pluspunkt, andererseits lässt es die Anlage aber auch etwas karg wirken. Der Platz ist nicht besonders liebevoll gestaltet und zeigt an vielen Stellen sein Alter. Eine angrenzende Baustelle trübt den Eindruck zusätzlich.
Geräte und Infrastruktur sichtbar in die Jahre gekommen
Auch bei der Pflege gibt es einen kleinen Hinweisbedarf: An einer Sitzbank haben sich Bretter der Rückenlehne gelöst – eines hing nur noch an einer Schraube. An den Spielgeräten selbst fallen keine gravierenden Mängel oder offensichtlichen Verletzungsgefahren auf. Einen Mülleimer haben wir bei unserem Besuch nicht entdecken können. Trotzdem liegt kein auffälliger Müll herum, und der Spielplatz ist sauber.
Beim Thema Sicherheit gibt es einen kleinen Abzug: Unter der Seilbahn ist kein spezieller Fallschutz vorhanden. Dort ist der Sitz allerdings auch nicht hoch über dem Boden – es bleibt also relativ ungefährlich. Außerdem würde Sand oder Kies unter der Bahn das Zurückziehen des Sitzes zum Start erschweren. Schatten gibt es auf Teilen des Geländes, viele Spielgeräte liegen an einem Sommertag jedoch ungeschützt in der Sonne. Wegen der großen, offenen Fläche sollten Familien das im Blick behalten.
Parken: Nur am Straßenrand im Wohngebiet
Gut erreichbar ist der Platz vor allem für Familien aus der direkten Umgebung. Einen ausgewiesenen Parkplatz gibt es aber nicht. Wer von außerhalb kommt, muss das Auto im Wohngebiet am Straßenrand abstellen und die letzten Meter zu Fuß gehen.
Fazit: Der Spielplatz „Auf Bammerst“ ist vielleicht nicht der schönste in unserer Testreihe und wirkt an einigen Stellen etwas aus der Zeit gefallen. Dafür bietet er eine große Spielfläche und Geräte, die ordentlich Spaß machen können. Friedrichs Favorit ist deutlich geworden: die Doppelseilbahn. Sie hat für ihn fast im Alleingang dafür gesorgt, dass der Besuch des Platzes sich gelohnt hat. Insgesamt ist es zwar ein älterer, etwas karger Platz, der für Kinder aus dem Viertel dennoch ein sehr wichtiges Angebot darstellt. (lck)