Mord an der Motorworld München: Neue Details zum Opfer – spielte seine Religion eine Rolle?
Stand: 23.07.2026, 19:59 Uhr
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Der Geschäftsmann wurde am PS-Tempel im Norden von München getötet – seine Leiche fand die Polizei bei Garmisch. Der irre Fall.
München – Ein Geschäftstermin an der Motorworld im Münchner Norden. Eine Fahrt in den Ebersberger Forst. Und eine Leiche zwischen Mittenwald und Garmisch: Die Münchner Mordkommission ermittelt aktuell in einem sehr mysteriösen Fall.
Mord in München – doch der Verdächtige lebt bei Garmisch-Partenkirchen
Am 15. Juli wurde der Starnberger Geschäftsmann Wladislaw B. (51, Name geändert) wohl am PS-Palast in Freimann getötet. Seine Leiche dann an der B2 am Barmsee verscharrt. Jetzt sitzt ein 37-Jähriger aus dem Kreis Garmisch-Partenkirchen in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Mord – aus Habgier!

Die ganze Geschichte begann mit einer Vermisstenanzeige von der Freundin von Wladislaw B. Der Geschäftsmann aus der Immobilienbranche mit Büro in Grünwald und Haus am Starnberger See war am 15. Juli abends nicht nach Hause gekommen. Als er am 16. Juli um 3.30 Uhr immer noch nicht da war, rief seine Lebensgefährtin die Polizei und meldete ihn als vermisst. Beunruhigend: Sie konnte ihn nicht mehr erreichen. „Der Kontakt zu ihm war abgebrochen“, sagte Mordkommission-Chef Armin Ritterswürden.
Im Zuge der Ermittlungen fanden Ermittler das Auto von Wladislaw B. auf dem Parkplatz vor der Motorworld. Und im Bereich der großen Halle Spuren, die auf eine Gewalttat hinweisen – der Tatort.
An der Motorworld hatte sich Wladislaw B. laut Polizei mit dem Tatverdächtigen am Nachmittag des 15. Juli getroffen. Die Männer hatten eine geschäftliche Beziehung, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Juliane Grotz. Wie die genau aussah, wollten die Ermittler nicht preisgeben.
Das Opfer war bekennender Jude – welche Rolle spielte seine Religion?
Es gibt Hinweise, dass der mutmaßliche Täter nach der Tat in den Nordteil des Ebersberger Forsts fuhr. Warum, ist unklar. Vielleicht, um eine falsche Spur zu legen? Oder die Leiche dort zu vergraben? Am vergangenen Sonntag und Montag suchte die Polizei dort jedenfalls nach Spuren (tz berichtete), fand dort aber nichts.

Am Montag dann der Durchbruch: Beamte der Münchner Mordkommission nahmen den Tatverdächtigen mittags in seinem Zuhause im Kreis Garmisch-Partenkirchen fest. Am Dienstagnachmittag suchten Beamte den Bereich am Wanderparkplatz Barmsee an der B2 zwischen Garmisch und Mittenwald ab (siehe Karte). Dort fanden sie schließlich die Leiche von Wladislaw B. Ein Bestatter brachte den Toten zur Obduktion. Todesursache laut Polizei: „gewaltsame Fremdeinwirkung“. Weitere Details nannten die Ermittler nicht.
Die Polizei will jetzt herausfinden, was die Hintergründe sind: Kam es an der Motorworld zum Streit zwischen Wladislaw B. und dem Killer? Waren Schulden im Spiel? Oder wertvolle Gegenstände? Dazu sagte die Polizei nichts. Oder hatte die Tat etwas mit der Religion des Familienvaters zu tun? Wladislaw B. war bekennender Jude, trug den Davidstern offen. Die Polizei konzentriert sich nach tz-Informationen derzeit aber auf das Motiv Habgier.