Münchnerin stürzt beim Wandern in Felsspalte – und muss Nacht dort schwer verletzt verbringen
Stand: 26.09.2026, 21:11 Uhr
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Eine Frau aus München ist beim Wandern in Österreich in eine Felsspalte gestürzt. Weil der Notruf versagte, musste sie dort die Nacht verbringen.
München – Eine 54-jährige Frau aus München ist beim Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch in ein tiefes Felsloch gestürzt und hat dort schwer verletzt die Nacht verbringen müssen. Darüber berichtete die Landespolizeidirektion Tirol in einer Pressemitteilung.

Alpiner Notfall: Münchnerin stürzt beim Wandern in Felsspalte – Notruf scheitert
Die Frau war am Freitag, 25. September, alleine auf den Gipfel des Hinteren Sonnwendjochs gewandert. Am späten Nachmittag trat sie den Abstieg an. Im Bereich der Örtlichkeit Burgstein – direkt neben dem Wanderweg – stürzte sie aus bislang ungeklärter Ursache in ein rund neun Meter tiefes Loch zwischen den Felsen, so die Landespolizeidirektion Tirol.
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Am Grund des Lochs versuchte die Verletzte, einen Notruf abzusetzen – ohne Erfolg. Schwer verletzt und ohne Möglichkeit, sich selbst zu befreien, musste sie die gesamte Nacht an der Unfallstelle ausharren.
Zwei Wanderinnen hören Hilferufe beim Sonnenaufgang
Gegen 7.30 Uhr des Folgetages wurden zwei Wanderinnen auf ihre Hilferufe aufmerksam. Die beiden befanden sich ebenfalls im Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch – im Rahmen einer Sonnenaufgangstour. Im Bereich der Unfallstelle hörten sie die Rufe der Frau, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte.
Nach kurzer Suche entdeckten sie die 54-Jährige am Boden des Lochs – sichtlich erschöpft und schwer verletzt. Da das Loch von allen Seiten von steilen Felswänden umgeben ist, konnten die beiden Wanderinnen nicht zu ihr gelangen. Sie setzten umgehend die Rettungskette in Gang.
Bergwacht und Notarzthubschrauber im Einsatz
Die Erstversorgung und Bergung der Verletzten übernahmen laut Landespolizeidirektion Tirol die Besatzung des Notarzthubschraubers (NAH) sowie Kräfte der Bergwacht und Bergrettung. Im Einsatz waren die Bergwacht Thiersee, die Bergrettung Kufstein und der NAH. Anschließend wurde die Frau zur weiteren medizinischen Versorgung ins BKH Kufstein transportiert.
Anfang September war eine Mutter mit ihren Kindern beim Wandern in Not geraten. Die 43-jährige Frau steckte am Montag (7. September) gemeinsam mit ihren beiden Kindern im Alter von zehn und elf Jahren in den Bergen im Landkreis Berchtesgadener Land auf einem alpinen Steig fest und musste von der Bergwacht befreit werden. (Quelle: Landespolizeidirektion Tirol) (bes)