Nach bitterer Autakt-Niederlage: SV Wehen Wiesbaden zwischen Wut und Enttäuschung


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Bittere Auftakt-Niederlage sorgt für Diskussionen Wehen Wiesbaden zwischen Elfer-Ärger und Enttäuschung

Über dieses Spiel zum Drittliga-Auftakt werden sie in Wiesbaden noch lange reden. Über den Riesenbock von SVWW-Torwart Florian Stritzel und einen sehr umstrittenen Elfmeter für Preußen Münster. Viel Stoff, um sich mal richtig aufzuregen.

Den Wiesbadenern ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben

Den Wiesbadenern ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben Bild © IMAGO / Jan Huebner

Videobeitrag Die Spieler des SVWW sind nach der Niederlage gegen Münster ettäuscht.

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In den Spielern des SV Wehen Wiesbaden und Trainer Daniel Scherning brodelt es immer noch. Diese komplett unnötige 1:3-Niederlage zum Drittliga-Auftakt gegen Preußen Münster nervt alle gewaltig. Vor allem die Szene in der 76. Minute erhitzte die Gemüter. Beim Stand von 1:1, als der SVWW eigentlich auf die Führung drückte, gab Schiedsrichter Assad Nouhoum auf einmal Elfmeter für Münster. Die Wiesbadener Spieler griffen sich reihenweise an den Kopf.

Münsters Montell Ndikom war im Strafraum zu Fall gekommen, aber auch die zehnte Zeitlupe konnte den Grund dafür nicht auflösen. Der Schiedsrichter gab Elfmeter, den Montell selbst verwandelte, einen VAR, der all das hätte korrigieren können, gibt es in der 3. Liga nicht.

"Für mich war das eine klare Schwalbe, das war eine absolute Fehlentscheidung", urteilte Scherning im Sportschau-Interview, auch der neue Preußen-Trainer Thomas Wörle, der früher für Kickers Offenbach spielte, stimmte zu: "Das war zu wenig für einen Elfmeter." SVWW-Kapitän Tarik Gözüsirin sprach gar von einer "Katastrophe".

Gute Wiesbadener müssen Niederlage schnell wegstecken

Der Ärger war auch deshalb so groß, weil die Wiesbadener gegen den Zweitliga-Absteiger Münster mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Scherning: "Wenn Du das Spiel über die gesamte Zeit siehst, waren wir schon die bessere und spielbestimmende Mannschaft." Aber der SVWW muss sich auch an die eigene Nase fassen, vor allem beim "Eier-Gegentor", wie es Scherning bezeichnete. Denn beim Tor zum 0:1 trat Wiesbaden-Keeper Stritzel über den Ball, fabrizierte praktisch ein Eigentor.

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Youngster Nink bleibt dem SVWW erhalten

U19-Vize-Europameister Ben Nink bleibt dem SV Wehen Wiesbaden erhalten. Wie der Drittligist am Montag mitteilte, wurde der 2027 auslaufende Vertrag des Youngsters vorzeitig verlängert. "Ben hat eine tolle Entwicklung genommen und sich bereits in frühen Jahren mit viel Fleiß und Ehrgeiz an den Profifußball herangearbeitet", sagte SVWW-Geschäftsführer Uwe Stöver. Nink ist seit der U13 für den SVWW aktiv, inzwischen kam er bereits 21 Mal in der 3.Liga zum Einsatz. "Mein Ziel ist es, möglichst viele Spielminuten zu sammeln und mit der Mannschaft maximalen Erfolg zu haben", so Nink.

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Und auch die Wiesbadener bekamen einen eher zweifelhaften Foulelfmeter zugesprochen, den der SVWW zum einzigen eigenen Tor gegen Münster nutzte. Was war also gut, was muss besser werden? Zufrieden war Trainer Scherning mit dem Offensivspiel seiner Mannschaft. Und die drei Neuzugänge Max Brandt, Sinan Karweina und vor allem Philipp Hercher über die rechte Seite zeigten eine ordentliche bis gute Leistung. "Ich war mit allen dreien zufrieden", sagte der Trainer des SVWW.

Was nicht so gut lief, ist augenscheinlich: Den Wiesbadenern fehlte es bei den vielen guten Tor-Chancen an der Effizienz. Bereits am Freitag kann das Team von Wehen Wiesbaden es besser machen. Dann geht es zum Auswärtsspiel zu Aufsteiger FWK Würzburg (19 Uhr).