Nach Gleitsmanns Dreier stoppt der Lauf der Hurricanes
Stand: 18.10.2026, 12:25 Uhr
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In Bonn kassieren die Hurricanes früh einen Lauf und rennen dem bis zum Ende hinterher. Vor allem an der Physis hakt es bei den Gästinnen.
Rotenburg – Im ersten Viertel haben sich die Avides Hurricanes einen entscheidenden Lauf gefangen. Bei den Talents Bonn/Rhöndorf ließ der junge Basketball-Zweitligist aus Rotenburg und Scheeßel zwar immer wieder sein Potenzial aufblitzen. Die guten Parts genügten jedoch nicht, um im Laufe der Partie selbst noch mal in Führung zu gehen oder am Ende gar den Tabellenführer zu stürzen. So gewannen die Gastgeberinnen mit 77:63 (41:26).
„Grundsätzlich ärgere ich mich darüber, dass wir verloren haben“, sagte Theodor Schulz, der den verhinderten Coach Christian Greve vertrat. „In Phasen haben wir richtig gut gespielt. Wir schaffen es aber noch nicht, das auf einen längeren Zeitraum auszuweiten.“ Das sei bereits am vergangenen Wochenende bei der Pokalniederlage gegen den Klassenrivalen BBC Osnabrück sowie beim Ligaauftakt gegen den VfL Bochum so gewesen. Einen Vorwurf machte Schulz seinen Spielerinnen allerdings nicht: „Es braucht noch etwas Zeit und Geduld. Man sieht, wie viel Talent im Team steckt.“
Es braucht noch etwas Zeit und Geduld. Man sieht, wie viel Talent im Team steckt.
Unter der Woche arbeiteten die Hurricanes im Training verstärkt an der defensiven Rotation. Diese habe in der Auswärtspartie deshalb auch „besser funktioniert“, berichtete der Greve-Vertreter und ergänzte: „Wir hatten aber Probleme mit der Physis. Das war das größte Manko.“ Es führte dazu, dass Bonn auf 27 Offensivrebounds kam und die damit verbundenen zweiten Chancen verwertete. Zum Vergleich: Die Hurricanes sammelten den Ball nur 16-mal unter dem gegnerischen Korb ein. Dafür entschieden sie die Defensivrebound-Statistik mit 35:30 für sich, was vor allem an Nabaweeyah McGill lag. Der US-Amerikanerin gelang ein Double-Double aus 13 Punkten und 15 Rebounds (davon neun in der Verteidigung). Ihre Landsfrau Destinee Bursch stach zudem mit 25 Zählern als beste Schützin beider Seiten heraus.
Für die einzigen zwei Gästeführungen verantwortlich war derweil Caroline Schwarz. Die Kapitänin verwandelte ihre Korbleger zum 2:0 (2.) und 6:5 (3.). Im Anschluss übernahmen die Bonnerinnen vermehrt die Kontrolle und zogen bis zur Viertelpause auf 25:12 davon. Während dieses Abschnitts versuchten es die Hurricanes „zu krampfhaft, in die Systeme zu kommen. Dadurch waren wir etwas zu starr. Wir müssen da noch variabler werden“, erklärte Schulz. Auch im zweiten Viertel gelang es den Gastgeberinnen hinten raus, sich ein Stück weiter abzusetzen. Paula Sattelkau federte den 18-Punkte-Rückstand per Dreier zumindest etwas ab, sodass es mit einem 26:41 in die Kabine ging.
16:0-Run der Hurricanes
„Wir sind nicht gut in die zweite Halbzeit reingekommen“, kritisierte Schulz. Bonn nutzte dies, um die Führung durch einen Dreier von Nicola Happel auf 54:28 hochzuschrauben. Nach viereinhalb Minuten hatte der Greve-Vertreter genug gesehen und nahm eine Auszeit. Durch diverse verwandelte Freiwürfe robbten sich die Hurricanes heran. Nele Gleitsmann verkürzte aus der Distanz auf 44:54 (28.). Dann brach der 16:0-Run ab. Die Nordrhein-Westfälinnen begannen wieder zu punkten und ließen die Gäste nicht mehr näher ran.
Avides Hurricanes: Schreibvogel, Kraus (2), Gleitsmann (5), Bairak (1), Röhrl (6), C. Schwarz (6), Bursch (25), Sattelkau (3), Linke (2), Meyer, McGill (13).