Nächster Hagel-Sturm in Österreich: Fünf-Zentimeter-Brocken schlagen in kleiner Gemeinde ein


Stand: 03.09.2026, 07:36 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Schwere Unwetter haben am Mittwoch Teile Österreichs getroffen. Riesen-Hagel ging in der Steiermark nieder. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Graz – Es war ein trügerischer Tag. Über weiten Teilen Österreichs schien am Mittwoch (2. September) noch die Spätsommersonne. Innerhalb weniger Minuten änderte sich das. Extreme Hagelschauer trafen die Steiermark mit voller Wucht. Der österreichische Wetterdienst GeoSphere Austria hatte bereits im Vorfeld vor Unwettern mit Hagel und Starkregen gewarnt.

Massiver Hagel in Österreich: Fünf-Zentimeter-Hagel ging in der Steiermark nieder.

Massiver Hagel in Österreich: Fünf-Zentimeter-Hagel ging in der Steiermark nieder. © Screenshot Facebook/ FF Köflach

Gegen 16 Uhr schlugen im steirischen Köflach Hagelkörner auf die Straßen ein. Von einem Schlag auf den anderen verwandelten sich Ortschaften im Bezirk Voitsberg in Winterlandschaften. Sturmböen mit bis zu 85 km/h fegten über das Land. Bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner maßen Bewohner in Maria Lankowitz, berichten ORF und meinbezirk.at. Bäume knickten um, Keller liefen voll und die Ernte in vielen privaten Gärten wurde innerhalb weniger Minuten vernichtet.

Hagel-Chaos in Österreich – Feuerwehr im Dauereinsatz

„Besonders betroffen waren Dächer, die durch den Hagel beschädigt wurden. Zudem liefen mehrere Keller mit Wasser voll“, so die FF Köflach auf Facebook. Einsatzkräfte der Feuerwehren Köflach, Piber und Rosental mussten Keller auspumpen und beschädigte Dächer absichern, sowie weitere Schäden durch das Unwetter beseitigen. Mehr als 20 Einsätze arbeiteten die Feuerwehrler ab.

Auf Fotos in den sozialen Netzwerken ist das Ausmaß des Unwetters dokumentiert. Zentimeterhoch türmt sich Hagel in den Straßen auf. In einer Wohnung ist der Fußboden mit Hagelkörnern übersät, wie eine Aufnahme zeigt.

„In Köflach herrschte kurzzeitig Weltuntergangsstimmung“, schreibt das Portal meinbezirk.at. Der Hagelsturm selbst habe aber nur zehn Minuten gedauert. Eine Stunde später schien in den meisten Teilen des Bezirks schon wieder die Sonne.

Bereits am Montag hatte ein Unwetter in Wagrain im Pongau für Schlagzeilen gesorgt – dort türmten sich binnen 20 Minuten bis zu einem halben Meter hohe Hagelberge auf den Straßen auf. In Südtirol baute sich eine Superzelle auf. Fünf-Zentimeter-Hagel richtete zudem einen enormen Schaden in den Weinbergen an. „Im Raum Vahrn und Neustift in Südtirol wird seit gestern mit vielen Freiwilligen ‚notgewimmt‘“, schreibt der ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber auf der Plattform X. „Die Weinlese muss innerhalb weniger Stunden durchgeführt werden, weil fast alle Trauben durch den Hagel aufgerissen wurden.“

Am Donnerstag beruhigt sich die Lage. Laut GeoSphere Austria bleibt es an der Alpensüdseite insgesamt „freundlicher mit mehr Sonnenschein“. Die Maximalwerte liegen bei 24 bis 30 Grad. In diesem Sommer treten heftige Hagelunwetter auch in Deutschland auf. (Quellen: Bezirksfeuerwehrverband Voitsberg, FF Köflach, ORF, meinbezirk.at) (ml)