Nations League: 3. Spieltag - Nati bodigt auch Slowenien und feiert 1. Heimsieg nach WM-Märchen
- Das Schweizer Nationalteam marschiert in der Liga B der Nations League weiter. Im 3. Spiel gibt es den 3. Sieg.
- In Luzern legt die Nati gegen Slowenien einen Kaltstart hin, gewinnt am Ende aber mit 2:1.
- Im Parallelspiel in der Schweizer Gruppe holt Schottland in Nordmazedonien 3 Punkte.
Was für eine kalte Dusche für die Schweiz in Luzern: Beim 1. Heimspiel nach dem WM-Märchen im Sommer lag sie im 3. Nations-League-Spiel gegen Slowenien nach 88 Sekunden hinten. Die Nati stand extrem hoch, was die Gäste eiskalt ausnutzten. Über die rechte Seite ging es nach vorne, Aljosa Matko bediente Zan Vipotnik an der Strafraumgrenze. Der Stürmer nahm die Kugel kurz an und traf dann aus der Drehung genau in die weite Ecke.
Bitter auch für Goalie Gregor Kobel: In den ersten beiden Nations-League-Partien gegen Nordmazedonien (3:0) und Schottland (3:0) hatte er keinen Schuss halten müssen. Nun war der erste Versuch auf sein Gehäuse gleich drin.
Nati dreht Spiel vor der Pause
Die Schweizer reagierten nicht geschockt, sondern wütend. Der Ausgleich wurde umgehend gesucht. Tatsächlich folgte er nur wenige Minuten später – dank gütiger Mithilfe von Star-Goalie Jan Oblak. Captain Manuel Akanji köpfelte eine Ecke von Michel Aebischer auf Remo Freuler. Dieser brachte den Ball vors Tor, wo er von Erik Janza abgelenkt wurde. Anschliessend griff Oblak böse daneben, das Leder kullerte zum 1:1 über die Linie (10.).
Nach dem Ausgleich bekam die Nati das Geschehen auf dem holprigen Luzerner Rasen besser in den Griff. Torchancen konnte sie sich gegen kompakt stehende Slowenen lange aber nicht erspielen. Die Gäste ihrerseits beschränkten sich aufs Verteidigen und zeigten sich dabei besonders aggressiv. Immer wieder fielen sie mit groben Fouls nahe der roten Karte auf.
Die Schweizer liessen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und antworteten darauf bestmöglich: mit einem Tor. Nach einem blitzsauberen Angriff über Ardon Jashari, Freuler und Zeki Amdouni gelangte der Ball vom Fuss des Slowenen Mark Zabukovnik zu Dan Ndoye, der sicher zum 2:1 traf (38.) – Spiel noch vor der Pause gedreht.
Unnötiges Zittern
Im zweiten Durchgang verpassten es die Schweizer, die Vorentscheidung herbeizuführen. Chancen dazu waren zweifellos vorhanden. Doch der umtriebige Johan Manzambi und Amdouni scheiterten mit ihren Versuchen an Oblak, der sich von seinem Malheur gut erholte.
Beinahe wurden die vergebenen Möglichkeiten noch bestraft. Ausgerechnet Basel-Stürmer Zan Celar bot sich in der 90. Minute die Möglichkeit auf das 2:2. Kobel parierte den unplatzierten Abschluss ohne Probleme. Wenige Minuten später war Schluss in Luzern, wo die Schweizer Fans die 3 Punkte lauthals bejubelten. Der Gruppensieg in der Liga B der Nations League scheint nur noch Formsache zu sein.
So geht's weiter
Noch ein Nations-League-Spiel steht für die Schweiz vor einem rund einmonatigen Unterbruch an. Am Dienstag empfängt die Nati in Luzern Nordmazedonien (live zu sehen auf SRF zwei). Die letzten beiden Gruppenspiele finden dann Mitte November statt.