Neu im Heimkino: In diesem Geheimtipp geben sich zwei der aktuell größten Shootingstars Hollywoods die Ehre
Da werden Erinnerungen an „Brokeback Mountain“ wach: Ab sofort gibt es „The History Of Sound“ im Heimkino – eine dramatische Romanze mit zwei der aktuell größten Shootingstars Hollywoods.

Dank Arthouse-Juwelen wie „Aftersun“ und „All Of Us Strangers“ sowie dem für acht Oscars nominierten „Hamnet“ ist Paul Mescal einer der gefragtesten Schauspieler, die das anspruchsvolle englischsprachige Kino derzeit zu bieten hat. Und auch Josh O’Connor genießt wachsende Popularität: Mit dem sinnlich aufgeladenen Tennis-Knaller „Challengers“ bewies er, dass er in zackigen, modernen Stoffen brilliert, während er sich mit dem soghaft-mystischen Abenteuer „La Chimera“ und der Diebstahl-Dramödie „The Mastermind“ glänzend im entschleunigten Kino behauptete.
Vor wenigen Monaten kam ein filmisches Zusammentreffen zwischen „Gladiator II“-Mime Mescal und „Wake Up Dead Man“-Star O’Connor in die hiesigen Kinos. Dort schlug es zwar bloß überschaubare Wellen, aber vielleicht findet es ja jetzt sein Publikum: Diese Woche feierte der Historien-Liebesfilm „The History Of Sound“ seine Heimkino-Premiere.
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Darum geht es in "The History Of Sound"
1917: Das Landei Lionel (Paul Mescal) verlässt die beschauliche Familienfarm in Kentucky, um am Bostoner Musikkonservatorium zu studieren. Dort lernt er den Komponisten David (Josh O'Connor) kennen, zu dem Lionel rasch eine tiefe, innige Verbindung aufbaut. Doch dann wird David zum Militärdienst einberufen.
Nach dem Ersten Weltkrieg finden die beiden Männer glücklicherweise wieder zusammen. Im Winter 1920 reisen sie ins verschneite Maine, wo sie traditionelle Volkslieder sammeln und für kommende Generationen bewahren wollen. Während dieser Mission kommen sich Lionel und David immer näher, auch wenn Lionel erst Jahre später erkennen soll, weshalb ihm diese zweisame Zeit so wichtig war...
Zwei Männer, die rau-schöne Natur Nordamerikas und lange Zeit unausgesprochene, sich aber dann endlich ihren Weg bahnende Gefühle – all das in einer Gesellschaft, in der gleichgeschlechtliche Liebe als unsagbar gilt: FILMSTARTS-Autor Michael Meyns fasste „The History Of Sound“ in seiner 3,5-Sterne-Kritik angesichts dessen als „'‚Brokeback Mountain‘ mit Musiksammlern statt Cowboys“ zusammen.
Dass die Hauptdarsteller mit der ihnen typischen Zurückhaltung aufspielen, ist dabei für Meyns Stärke und Schwäche zugleich: „In ‚The History Of Sound‘ agieren beide Schauspieler betont dezent, versuchen mit ganz zurückgenommenen minischen Mitteln anzudeuten, was in ihren Figuren brennt. Nicht immer gelingt das, phasenweise wirkt Oliver Hermanus' Film allzu gewollt, allzu ausgestellt gemächlich. Aber wenn es funktioniert, gelingt dem Südafrikaner ein bewegendes Porträt einer unerfüllten Liebe und den Emotionen, die ein einziger Song auslösen und über Jahrzehnte hinweg bewahren kann.“
Die Ästhetik des queeren Dramas hat unserem Autoren da schon konstanter zugesagt: „In den USA, in Rom und dem englischen Lake District wurde gedreht. Das Ergebnis sind exquisite Bilder, geprägt von Brauntönen, fast frei von Farben“, lobt er den Film, der 2025 bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt wurde.
Dort feierte auch der Film seine Premiere, den wir euch im folgenden Artikel ausführlicher vorstellen:
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