Neue Eskalation im Nahen Osten: US-Militärschlag nahe der Straße von Hormus löst iranische Vergeltung aus


Stand: 31.08.2026, 13:49 Uhr

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Die Ausweitung der militärischen Auseinandersetzungen bedroht eine der wichtigsten Handelsrouten für weltweites Erdöl und lässt die Preissorgen am globalen Markt erneut aufflammen.

Washington/Teheran – Nach einer mehrwöchigen Phase relativer Ruhe hat sich der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder deutlich verschärft. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, dass US-Streitkräfte präzise Luftschläge gegen iranische Raketenwerfer nahe der Insel Larak im Bereich der Straße von Hormus durchführten. Nach Angaben der US-Militärführung dienten diese Angriffe dem Schutz internationaler Schifffahrtswege, da Einheiten der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) Vorbereitungen getroffen hatten, Raketen zur Verlegung von Seeminen in der strategisch wichtigen Wasserstraße abzufeuern.

Iranische Drohnen

Der Iran reagiert mit einem Vergeltungsangriff auf US-Stützpunkte in Jordanien. (Archivbild) © Sepahnews/ZUMA Press Wire/dpa

Iranische Vergeltungsangriffe

Die Reaktion Teherans erfolgte umgehend: Das iranische Staatsfernsehen sowie die Revolutionsgarden bestätigten Verluste unter ihren Kräften und berichteten von zivilen Opfern. Gleichzeitig drohten sie mit Konsequenzen, berichtete Dailyhunt. Kurz darauf feuerte der Iran mehrere ballistische Raketen von verschiedenen Standorten im Land auf regionale Ziele ab. Ein Schwerpunkt der Angriffe lag auf US-Positionen in Jordanien. Nach Angaben der jordanischen Streitkräfte konnten mindestens acht Raketen im eigenen Luftraum erfolgreich abgefangen werden. Der hochrangige iranische Abgeordnete Ebrahim Azizi betonte, dass die Angriffe hohe Kosten für die Agressoren nach sich ziehen werden, berichtet Anadolu Ajansı.

Druck auf Ölmärkte

Die erneute militärische Auseinandersetzung wirkt sich unmittelbar auf den globalen Energiemarkt aus. Über die Straße von Hormus werden üblicherweise etwa 20 Prozent des weltweiten Erdölbedarfs transportiert, berichtet Dailyhunt. Infolge der Angriffe stiegen die Rohölpreise um knapp zwei Prozent. Obwohl die US-Marine Schiffe umleitet und Minenräumungen durchführt, bleibt der zivile Schiffsverkehr stark eingeschränkt. Reedereien scheuen das Risiko im Zielgebiet, da es zuletzt auch nördlich von Oman zu Angriffen auf Tanker kam.

US-Strategie zwischen Sanktionen und Munitionsmangel

Parallel zum militärischen Vorgehen verfolgt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump weiterhin die Strategie, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen, berichtet Castanetkamloops.net. Geplant sind verschärfte Sekundärsanktionen gegen internationale Unternehmen, die weiterhin Handel mit Teheran treiben. Dieser wirtschaftspolitische Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund schrumpfender US-Munitionsbestände und zunehmender Bedenken hinsichtlich der langfristigen militärischen Belastung durch den seit Monaten andauernden Konflikt. (Redaktion)