New York: Annalena Baerbock wird offenbar Professorin an Columbia University


Das Amt der früheren Außenministerin als Präsidentin der UN-Generalversammlung in New York endet im September. Nach Deutschland wird sie vorerst wohl nicht zurückkehren.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

sbo

  1. August 2026, 22:57 Uhr

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Annalena Baerbock Professorin New York Columbia University
Annalena Baerbock hat offenbar einen neuen Job in New York. © Michael Kappeler/​picture alliance/​dpa

Deutschlands frühere Außenministerin und scheidende Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), wird Medienberichten zufolge Professorin an der Columbia University in New York. Zum Herbst wird die Grünenpolitikerin Professorin für Global Leadership und Co-Direktorin des Masterprogramms »Master of Public Administration in Global Leadership«, meldeten die Nachrichtenagentur dpa und das Portal Table.Briefings unter Berufung auf Kreise.

Die im Herbst beginnende Zusammenarbeit von Baerbock mit der Universität sei auf drei Jahre angelegt. Baerbock wird sich demnach in ihren Vorlesungen unter anderem mit Fragen der internationalen politischen Führung befassen. Der Posten sei eine praxisorientierte Professur, keine klassische Forschungsprofessur. Das Programm richtet sich laut der Universität an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung.

Die Karenzzeit für ehemalige Minister und Ministerinnen ende nach 18 Monaten, heißt es in dem Bericht weiter. Eine Genehmigung der Bundesregierung werde für die Professur nicht mehr benötigt. Baerbock wird den Informationen zufolge auch als Vortragsrednerin arbeiten.

Baerbock wollte UN stärken

Baerbock war im Juni 2025 mit deutlicher Mehrheit auf den Posten der Präsidentin der UN-Vollversammlung gewählt worden und hatte diesen Anfang September angetreten. Sie ist erst die fünfte Frau, die der Generalversammlung vorsteht. Das einjährige Amt endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch.

Baerbock setzte sich für eine Reform und Stärkung der Vereinten Nationen ein und machte sich für Frauenrechte, Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung stark. Weitere Schwerpunkte waren der internationale Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Suche nach einem Nachfolger für UN-Generalsekretär António Guterres. Dabei forderte sie wiederholt ein transparentes und inklusives Auswahlverfahren und warb dafür, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.