Geheimer Bayern-Zoff offenbart: Rummenigge knöpfte sich Hainer und Hoeneß vor


Offenes Visier gegen Hoeneß und Hainer: Rummenigge packt über geheimen Bayern-Zoff aus

Stand: 26.09.2026, 21:39 Uhr

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Karl-Heinz Rummenigge macht seinem Unmut über die Abläufe beim FC Bayern Luft. Dabei macht er auch nicht vor Uli Hoeneß und Herbert Hainer Halt.

München – Beim FC Bayern herrscht mal wieder etwas Unruhe. Auslöser sind die Vorgänge rund um die Vertragsverlängerung von Max Eberl, über die in den Wochen und Monaten viel spekuliert worden war. Am Ende entschied sich der Aufsichtsrat jedoch für den Sportvorstand, einzig Karl-Heinz Rummenigge enthielt sich, wie er nun offenbart hat.

Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer und Uli Hoeneß (von links) im Gespräch

Karl-Heinz Rummenigge (links) hat Kritik an Herbert Hainer (Mitte) und Uli Hoeneß (rechts) geäußert. © picture alliance/dpa/dpa-Pool | Sven Hoppe

In einem Interview mit der Münchner Abendzeitung offenbarte er nun seinen Frust über die Vorgänge. Dabei kritisierte er auch Präsident Herbert Hainer und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß. Ihn störte besonders, wie der Präsidialausschuss einen gewissen Einfluss auf die Entscheidung ausgeübt hat, obwohl noch nichts beschlossen war.

Rummenigge zoffte sich wegen Eberl mit Hainer und Hoeneß

„Wenn etwas intern besprochen und anschließend als reine Empfehlung ausgesprochen wird, habe ich damit kein Problem. Wenn eine solche Empfehlung aber an die Zeitung durchgestochen wird und dadurch der Eindruck entsteht, die Entscheidung sei praktisch schon gefallen, dann habe ich damit ein Problem“, machte Rummenigge deutlich. „Daraus mache ich auch keinen Hehl.“

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Daher nahm er sich auch Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß, die gemeinsam mit Vertretern der Anteilseigner Adidas, Audi und Allianz den Präsidialausschuss bilden, zur Brust. Auf die Frage, ob er von den beiden enttäuscht ist, meinte er: „Ich weiß nicht, wer das entschieden hat. Ich weiß nur eins: Die Art und Weise, wie es publik gemacht wurde, war nicht in Ordnung.“

Daher suchte er auch das direkte Gespräch. „Das habe ich den Beteiligten aber auch mitgeteilt – ich bin ein Freund von offenem Visier“, so Rummenigge. Dies machte er mit seinen Ausführungen einmal mehr deutlich, zumal er schon während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters nur selten ein Blatt vor den Mund nahm.

Ob das Verhältnis des Trios dadurch nun einen Schaden erlitten hat, lässt sich schwer sagen, dürfte aber eher nicht der Fall sein. Schließlich gestand Hoeneß bereits seinen Fehler ein und reichte damit auch Rummenigge die Hand. Damit dürfte das Thema beendet sein und die Verantwortlichen wieder vertrauensvoll zusammenarbeiten. (smu)